Linux: Torvalds nutzt Apple-Silicon-Macbook für Linux-Tests
Der Linux-Projektgründer hat die aktuelle Version 5.19 des Kernels veröffentlicht und schreibt in der Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) als "persönliche Anmerkung", dass die Veröffentlichung unter Asahi Linux und einem nicht näher spezifizierten Apple-Laptop geschehen sei. Torvalds gilt seit langem als Unterstützter der Idee eines ARM-Geräts zur Entwicklung, damit sich ARM auch als Serverplattform etablieren könne. Bisher gab es aber im Grunde keine Geräte, die Torvalds' Anspruch genügt hätten und er nutzte x86-Geräte.
Er schreibt: "Ich habe die Veröffentlichung auf einem ARM64-Laptop durchgeführt. Das ist etwas, auf das ich schon lange gewartet habe, dank des Asahi-Teams ist es endlich Realität. Wir haben schon lange ARM64-Hardware, auf der Linux läuft, aber nichts davon war wirklich als Entwicklungsplattform nutzbar."
Der Linux-Entwicklungschef bezieht sich dabei auf die zahlreichen Geräte wie Smartphones und Embedded-Geräte, die seit Jahren diese Architektur unterstützen. Außerdem gibt es einige ARM64-Laptops, aber diese lassen sich offenbar nicht gut genug als Linux-Entwicklungsmaschine nutzen.
Bisher verwendete Torvalds den ARM-Laptop von Apple mit Asahi Linux jedoch nicht für "echte Arbeit", sondern lediglich für Test-Builds, Starts und das Release-Tagging. Auf seiner nächsten Reise will Torvalds aber den ARM64-Laptop vollumfänglich nutzen und die Architekturunterstützung des Kernels selbst testen. Für den Linux-Gründer sei es inzwischen das dritte Mal, dass er Apple-Hardware nutze. Zuvor sei das schon mit einer PowerPC-Maschine der Fall gewesen sowie vor mehr als einem Jahrzehnt mit dem dünnen und leichten Macbook Air.
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