Abo
  • Services:

Linux: Tesla beginnt Versuch der GPL-Einhaltung

Nach jahrelanger Weigerung hat Tesla begonnen, den Quellcode für GPL-Software in seinen Autos zu veröffentlichen. Laut einer öffentlichen Analyse der Software Freedom Conservancy handelt es sich aber eher um einen mäßigen Versuch.

Artikel veröffentlicht am ,
Linux dient als Grundlage für die Onboard-Systeme in Teslas Model S.
Linux dient als Grundlage für die Onboard-Systeme in Teslas Model S. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Seit 2013 bemüht sich die Software Freedom Conservancy eigenen Angaben zufolge darum, dass der Autohersteller Tesla seinen Verpflichtungen zur Offenlegung von Quellcode gemäß der GPL nachkommt. Die SFConservancy vertritt und berät unter anderem Linux-Entwickler in ihrer Rechtsdurchsetzung. Tesla hat nun erstmals damit begonnen, entsprechenden Quellcode zu veröffentlichen.

Stellenmarkt
  1. ETAS, Stuttgart
  2. Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Oberursel

Die SFConservancy begrüßt diesen Schritt prinzipiell, wie die Organisation in einem Blogeintrag mitteilt. Besonders freut die Beteiligten, dass Tesla sich erstmals öffentlich zu dem Sachverhalt geäußert hat. Dies zeige Fortschritt in Richtung der GPL-Einhaltung, ebenso wie den notwendigen Einsatz, dass Tesla den Weg dorthin auch beschreiten werde, vermutet die SFConservancy.

In dem Blogeintrag heißt es außerdem, dass die Organisation in Zusammenarbeit mit Tesla und dessen Zulieferern Nvidia und Parrot bereits mehrere Analysen von Quellcode-Kandidaten durchgeführt habe, die vertraulich zur Verfügung gestellt worden seien. Tesla habe hierbei technische Details und Hinweise zur korrekten Einhaltung der GPL erhalten.

Öffentliche Analyse zeigt Probleme

Mit der Veröffentlichung von Quellcode durch Tesla selbst könne diese Diskussion nun auch öffentlich geführt werden. Dafür sei eine Mailing-Liste eingerichtet worden. Diese kollaborative Arbeit an der Einhaltung der GPL entspricht wohl auch sehr gut dem selbstgesetzten Leitfaden zur GPL-Durchsetzung im Sinne der Community.

Aus der öffentlichen Analyse geht hervor, dass Tesla bisher nur Quellcode zu einem von zwei Teilen überhaupt öffentlich bereitstellt. Die SFConservancy erwartet jedoch, dass der zweite Teil ebenfalls noch veröffentlicht wird, da dieser in der Vergangenheit bereits Bestandteil der vertraulichen Analysen gewesen sei.

Unabhängig davon wird in der Analyse aber auch festgestellt, dass die von der GPL geforderte Installationsanleitung fehle und die Erklärung zum Bauen des Codes noch unzureichend sei. Beides lasse sich wohl aber vergleichsweise schnell beheben. Ein bestehendes Problem sei darüber hinaus aber noch, dass der nun verfügbare Quellcode nicht den Binärdateien entspreche, die der Organisation zur Verfügung stehen.

Zwar könnte das auf unterschiedliche Versionen zurückzuführen sein, Tesla müsse gemäß der GPL aber natürlich auch den Code für ältere Versionen bereitstellen. Noch sei nicht ganz klar, wie SFConservancy mit dieser Situation umgehen solle. Möglicherweise könne über diese GPL-Verletzungen sogar hinweggesehen werden, falls Tesla versichere, die alten Binärdateien nicht mehr zu verteilen, heißt es in der Analyse.

Was das allerdings für jene Fahrzeuge bedeuten könnte, die keines der Online-Updates bezogen haben, ist noch völlig unklar. Hier sei die Einhaltung der GPL weiter eine wichtige Angelegenheit für die Organisation.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

ArcherV 23. Mai 2018

Bitte nicht. Wir wollen doch keine abstürzenden Autos ;)

Seitan-Sushi-Fan 22. Mai 2018

Ja und? Da ist die Chance geringer, dass diese einen endlosen Rechtsstreit durch alle...

Wuestenschiff 22. Mai 2018

dA es sich in erster linie um linux geht zieht hier gpl v2. Da seh ich nur was von script...

Ford Prefect 22. Mai 2018

Die Norm muss sein, dass Unternehmen sich von Tag eins an an die Lizenzbestimmungen...


Folgen Sie uns
       


Monster Hunter World vs Generations Ultimate Gameplay

Gameplay von den Spielen Monster Hunter World und Monster Hunter Generations Ultimate, das im Splittscreen verglichen wird.

Monster Hunter World vs Generations Ultimate Gameplay Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Campusnetze: Das teure Versäumnis der Telekom
Campusnetze
Das teure Versäumnis der Telekom

Die Deutsche Telekom muss anderen Konzernen bei 5G-Campusnetzen entgegenkommen. Jahrzehntelang von Funklöchern auf dem Lande geplagt, wollen Siemens und die Automobilindustrie nun selbst Mobilfunknetze aufspannen. Auch der öffentliche Rundfunk will selbst 5G machen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an
  2. 5G Telekom hat ihr Mobilfunknetz mit Glasfaser versorgt
  3. Stadtnetzbetreiber 5G-Netz kann auch aus der Box kommen

Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie auf Schienen übers Golden Gate
Probefahrt mit Tesla Model 3
Wie auf Schienen übers Golden Gate

Die Produktion des Tesla Model 3 für den europäischen Markt wird gerade vorbereitet. Golem.de hat einen Tag in und um San Francisco getestet, was Käufer von dem Elektroauto erwarten können.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. 1.000 Autos pro Tag Tesla baut das hunderttausendste Model 3
  2. Goodwood Festival of Speed Tesla bringt Model 3 erstmals offiziell nach Europa
  3. Elektroauto Produktionsziel des Tesla Model 3 erreicht

    •  /