Linux: Tails Installer in Debian und Ubuntu integriert
Die Installation der auf Debian basierenden Distribution Tails(öffnet im neuen Fenster) auf einen USB-Stick soll durch die Integration des Installers wesentlich vereinfacht werden, wie das Projekt jetzt mitgeteilt hat(öffnet im neuen Fenster) . Der bisherige Installationsprozess war ziemlich komplex und erforderte, das System dreimal neu zu starten. Zudem waren, falls ein persistenter Datenspeicher gewünscht war, zwei USB-Sticks notwendig, auf beide musste das Image kopiert werden.
Debian-Anwender haben es nun wesentlich leichter, Tails auf einen USB-Stick zu bannen. Dazu muss lediglich das Paket "tails-installer" installiert werden, das in den Debian-Zweigen "Sid" und "Stretch" sowie bei Ubuntu über ein PPA zu finden ist. Anwender des derzeit aktuellen Debian 8 "Jessie" müssen vorher in ihrer Quellenliste die Debian-Backports(öffnet im neuen Fenster) freischalten.
Ein angesteckter USB-Stick wird nach dem Starten des Tails Installers auf ein vorher heruntergeladenes Image verwiesen und vollzieht die Installation von Tails in einem Rutsch. Falls sich bereits eine Tails-Installation auf dem USB-Stick befindet, wird, falls verfügbar, die Aktualisierung angeboten. Zudem hilft der Installer dabei, den frei bleibenden Platz auf dem USB-Stick als verschlüsselten persistenten Speicher anzulegen.
Tails, das erst kürzlich in Version 2.0 erschienen ist, leitet den gesamten Netzwerkverkehr durch das Anonymisierungsnetzwerk Tor und erhöht damit die Anonymität im Internet. Die Nutzung von Tails als Live-System per USB-Stick hinterlässt auf dem Gastsystem standardmäßig keinerlei Spuren.
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