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Linux: Systemd 245 bringt portable Home-Verzeichnisse

Die aktuelle Version von Systemd bringt den Homed-Systemdienst für portable und verschlüsselte Home-Verzeichnisse. Hinzu kommen eine Nutzerdatenbank und ein Werkzeug zum Repartitionieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Linux-Werkzeuge von Systemd stehen in Version 245 bereit.
Die Linux-Werkzeuge von Systemd stehen in Version 245 bereit. (Bild: Pixabay)

Die Entwickler des Linux-Userspace-Werkzeugkastens Systemd haben Version 245 ihres Projekts veröffentlicht. Neu hinzugekommen ist dabei der Homed-Systemdienst, mit dem verschlüsselte Home-Verzeichnisse besser verwaltet werden sollen. Die kompletten Metadaten der Nutzer sind dabei vereinheitlicht, wie das Team schreibt. Das führe dazu, dass die Home-Verzeichnisse leicht migriert werden können.

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Erstmals vorgestellt hatte die Idee zu Homed der Systemd-Projektgründer Lennart Poettering im September 2019 auf der eigenen Community-Konferenz. Der Dienst Systemd-Homed soll dabei nicht unbedingt traditionelle Home-Verzeichnisse abschaffen, sondern lediglich eine Zusatzoption schaffen, um das Home-Verzeichnis auf einem USB-Stick einfach mitnehmen zu können. Gedacht ist der Dienst etwa für Laptops im Unternehmenseinsatz.

Ebenfalls neu hinzugekommen zu der Werkzeugsammlung ist Systemd-Repart, mit dem GPT-Partitionstabellen repartitioniert werden können. Das Werkzeug nutzt dabei eine Deklaration einer neuen Tabelle und setzt diese um, indem vorhandene Partitionen vergrößert oder neue hinzugefügt werden. Gedacht ist das neue Hilfsprogramm vor allem für verkleinerte Betriebssystem-Abbilder, die verkleinert verteilt und beim ersten Boot vergrößert werden.

Als neue Komponente verfügt Systemd nun außerdem über eine Userdb mit dazugehörigem Systemdienst und Kommandozeilenclient. Ziel ist es dabei, die bisherigen Structs für Gruppe und Passwort durch ein Framework zu erweitern, das nun das Verarbeiten von erweiterten Informationen ermöglichen soll. Das Systemd-Team hofft, dass langfristig Frameworks wie SSSD künftig das neue Format nutzen, so dass etwa Ressourcenverwaltung oder ähnliche Einstellungen pro Nutzer etwa in LDAP-Verzeichnissen konfiguriert werden können. Diese sollen dann wiederum von Logind oder dem Systemd-PAM-Dienst beim Login genutzt werden können.

Eine Vielzahl weiterer Neuerungen listet die Ankündigung. Dazu gehören kleinere Änderungen am eigenen Init-Dienst, die Unterstützung des neuen PIDFD des Linux-Kernels, Änderungen am Networkd oder die Unterstützung für Smartcards oder auch Token wie Yubikeys.

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gunterkoenigsmann 10. Mär 2020

Auch mit Systemd muss der Rechner irgendwie eine Möglichkeit haben, ohne Userinteraktion...


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