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Linux: Systemd 234 erweitert Netzwerk-Komponente

Lennart Poettering hat die aktuelle Systemd-Version 234 angekündigt. Die Werkzeugsammlung will künftig Meson als Buildsystem verwenden, daneben gibt es Erweiterungen für Unit-Files und einige neue Optionen für Systemd-networkd.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin
Die Linux-Werkzeuge von Systemd stehen in Version 234 bereit.
Die Linux-Werkzeuge von Systemd stehen in Version 234 bereit. (Bild: iesse, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Die aktuelle Version 234 Userspace-Werkzeugsammlung für Linux-Systeme, Systemd, ist verfügbar, wie Maintainer und Projektgründer Lennart Poettering auf der Mailingliste des Projektes mitteilt. Für die Veröffentlichung haben die Entwickler der Komponente Networkd einige neue Optionen bereitgestellt, die vor allem Netzwerk-Admins gefallen dürften.

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Nach Bereichen aufgegliedert gibt es die neuen Optionen "FlowLabel=" im Bereich VXLAN, "Priority=" im Bereich Bridge, "GVRP=", "MVRP=", "LooseBinding=" und "ReorderHeader=" in VLAN sowie "GatewayOnlink=", "IPv6Preference=" und "Protocol=" in Route. Systemd 234 unterstützt zudem Links für das Generic Network Virtualization Encapsulation Protocol (Geneve), ".link"-Dateien kennen einen neuen Eintrag "Port=" und der DHCP-Support schließt nun auch Domain Search Lists ein.

Am IPv6-Support haben die Entwickler ebenfalls gearbeitet. Systemd 234 bringt Support für IPv6-Address-Label mit, die Network-Sektion kennt nun den Eintrag "IPv6ProxyNDP=". Zudem lässt sich das neu implementierte, minimale Router-Advertisment-Protokoll dafür nutzen, IPv6-Adressbereiche zu verteilen. Die Konfiguration dafür gehört in den Bereich IPv6Prefix der ".network"-Konfiguration.

In Systemd-resolved lässt sich der MulticastDNS-Support ein- und ausschalten. Internationalisierte Domainnamen lassen sich experimentell mit der Libidn2 verarbeiten.

Neue Optionen für Units-Files und neues Buildsystem

Zwei neue Schalter verbessern in Systemd 234 die Möglichkeiten von Unit Files. Die neue Option "JobRunningTimeoutUSec=" erlaubt es, einen Timeout für einen laufenden Job zu definieren, was laut der Ankündigung insbesondere im Umgang mit ".device"-Units helfen soll.

Zugleich können Benutzer, die eine Systemd-User-Instanz betreiben, diese über zwei neue Schalter abhängig von der User- und Gruppen-Identität konfigurieren. Dazu gilt es, die Optionen "ConditionUser=" und "ConditionGroup=" in den Unit Files zu setzen.

Der Dienst logind behält seinen Zustand auch über einen Neustart hinaus. Um ihn nicht zu verlieren, lagert es die Dateideskriptoren für die verwalteten Geräte über den "FDSTORE="-Mechanismus im Systemmanager aus. Das könne auch Auswirkungen auf andere Software wie beispielsweise X.org haben, schreibt Lennart Poettering.

Darüber hinaus kann der vormals als Gummiboot bekannte Bootloader sd-boot nun Images über Shim und Mok (Machine Owner Key) validieren. Systemd-Mount geht intelligenter mit Umounts um und der Befehl "machinectl pull-tar" nun auch Suses ".sha256"-Checksummen-Notation.

Zu den weiteren Änderungen an Systemd 234 gehört der Wechsel weg von den Autotools und hin zu Meson als Buildsystem. Aktuell lässt sich beides parallel verwenden, in einem der kommenden Systemd-Veröffentlichungen soll Meson aber dauerhaft die Autools ablösen. Weitere Details zur neuen Version liefert die anfangs verlinkte Ankündigung, herunterladen lässt sich die Software auf Github.

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RipClaw 14. Jul 2017

Das sind alles Optionen die genutzt werden können aber nicht unbedingt genutzt werden...

pythoneer 14. Jul 2017

Ich liebe es, wenn Leute so richtig schön mit Anlauf in einen dampfend warmen Haufen...


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