Linux: Spurv soll Android-Apps in Wayland integrieren

Die Linux-Spezialisten von Collabora haben eine Android-Umgebung geschaffen, die sich in übliche Linux-Umgebungen mit Wayland-Desktop integrieren lassen soll. Die Technik nutzt bereits bekannte Konzepte und ist wohl vorerst nur ein Experiment.

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Spurv soll Android auf Linux mit Wayland bringen.
Spurv soll Android auf Linux mit Wayland bringen. (Bild: Peter Swain/CC-BY 2.0)

Die Nutzung von Android-Apps auf einem üblichen Linux-Stack, den etwa die großen Distributionen verwenden, ist mit vielen Schwierigkeiten verbunden, da sich die Systeme teils sehr deutlich unterscheiden. Die Linux-Spezialisten von Collabora haben mit Spurv nun aber eine Umgebung geschaffen, die es ermöglichen soll, Android-Anwendungen auf einem Linux-System mit Wayland auszuführen.

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Noch ist Spurv nicht viel mehr als eine Machbarkeitsstudie, die Konzepte verwendet, die so ähnlich auch bereits von anderen Projekten verwendet werden. Immerhin wird für Spurv ein Android-System in einen Betriebssystem-Container gepackt und dann darin ausgeführt. So geht zum Beispiel auch das Projekt Anbox vor, ebenso die Linux-Entwickler von Googles Chrome OS, um dort Android-Anwendungen ausführen zu können.

Spurv unterscheidet sich von diesen vor allem durch den konzeptionellen Aufbau. So wird zum Betrieb des Systems die eher minimalistische Umgebung Systemd-Nspawn genutzt. Spurv nutzt darüber hinaus die in Android typische Geräteanpassung zur Integration in dieses Werkzeug. Hinzu kommen weitere Techniken, um die Android-Technik im restlichen Linux-System zu verwenden.

Dazu gehören sogenannte Bridges für die Audiodaten, Netzwerkverbindung und vor allem für die Grafik. Für Letzteres werden die Aufrufe an den Hardwarecomposer in die entsprechenden Wayland-Befehle umgesetzt. Das sei möglich, da die zugrundeliegenden Protokolle ähnlich aufgebaut seien. Ebenso werden damit Eingaben an das System mit Wayland-Umgebung weitergereicht. Als möglicher Nachteil dieser Lösung wird aber auch gleich das ganze Konzept genannt, immerhin muss ein fast vollständiges Betriebssystem in einem anderen Betriebssystem gestartet werden, was Leistungsansprüche an die genutzte Hardware deutlich nach oben treibt.

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