Linux-Spielehandheld: Open-Pandora-Hardware offengelegt
Vor etwas mehr als sechs Jahren wurde das Linux-Spiele-Handheld Open Pandora angekündigt. Die Ausstattung war auf der Höhe der Zeit, das Projekt war aber mit vielen Problemen konfrontiert, was die Auslieferung des Geräts stark verzögerte. Mittlerweile ist der Nachfolger bereits in Entwicklung, das Team hat dennoch sämtliche Details zur Hardware(öffnet im neuen Fenster) offengelegt.
Die selbst geschriebenen Lizenzen erlauben aber nur eine nichtkommerzielle Nutzung der bereitgestellten Daten. Diese umfassen STL-Daten(öffnet im neuen Fenster) , um das Gehäuse mit einem 3D-Drucker herzustellen, ebenso wie das Platinenlayout im Gerber-Format(öffnet im neuen Fenster) für das Board. Das Team stellt auch Schaltbilder für das Board und das LCD-Kabel zur Verbindung mit dem Display bereit. Die Quick-Start-Anleitung für Nutzer und die auf dem Pandora aufgebrachten Labels sind ebenfalls im Original verfügbar.
Mit den Daten können Besitzer im Austausch mit der Community die Hardware ihrer Geräte verändern und erweitern. Das war bisher so nicht der Fall, die Community-Beteiligung beschränkte sich größtenteils auf die Software des Systems. Diese Art des Austausches soll mit dem Pyra-Handheld, dem offiziellen Nachfolger des Open-Pandora, bereits möglich sein, sobald die Hardware fertig ist und produziert werden kann.
Das Pyra wurde auf der diesjährigen Konferenz Fosdem in Brüssel offiziell angekündigt . Nach derzeitigen Plänen ist als SoC ein OMAP 5432 von Texas Instruments (TI) vorgesehen. Der Dual-Core-Prozessor auf Basis des ARM Cortex A15 ist mit 1,7 GHz getaktet und soll auf bis zu 2 GByte Arbeitsspeicher zugreifen können. Für 3D-Grafikberechnungen steht die SGX544MP2-GPU von PowerVR bereit. Als Bildschirm wird höchstwahrscheinlich ein 5 Zoll großes 720p-Display mit resistivem Touchscreen verbaut. Die Entwicklung des Pyra lässt sich im Blog des Entwicklerteams(öffnet im neuen Fenster) verfolgen.
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