Linux-Spielehandheld: Open Pandora in Großbritannien ist pleite

Das Linux-Handheld Open Pandora war technisch seiner Zeit weit voraus - in wirtschaftlichen Erfolg hat sich das nicht umgesetzt. Die britische Herstellerfirma ist geschlossen, nur in Deutschland sind noch Bestellungen möglich.

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Open Pandora
Open Pandora (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Der Firma Open Pandora Ltd (UK) ist das Geld ausgegangen. Hinter dem Unternehmen steckt der britische Teil des Projekts Open Pandora, einem erstmals 2008 vorgestellen Handheld auf Linux-Basis, das sich an Spieler, Bastler und Sys-Admins richtet. Für das ambitionierte Gerät bedeutet das einen schweren Schlag, aber nicht das Aus: In Deutschland gibt es nach wie vor die Möglichkeit, das Handheld zu bestellen.

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Problematisch ist die Situation allerdings für Kunden, die das Gerät über Großbritannien geordert haben. Dort fehlt das Geld für eine ordentliche Liquidation, so dass die Firma letztlich keinerlei Geschäftsbetrieb mehr durchführt; in einer Mail an Kunden verweisen die Macher an ihre deutschen Kollegen.

Open Pandora kämpft seit Jahren mit Widrigkeiten. Technisch ist der kleine schwarze Kasten seiner Zeit lange voraus gewesen, aber Lieferverzögerungen, Qualitäts- und Fertigungsprobleme haben einen größeren Erfolg dauerhaft verhindert. Auch deshalb wurde die Produktion 2011 von Texas nach Deutschland verlagert.

Open Pandora ist ein Handheld, auf dessen aktueller Version eine angepasste Version der Linux-Distribution Ångström mit Kernel 3.x läuft. Es verfügt über eine CPU mit 1GHz, der auf einem DM3730 basiert. Für die OpenGL-ES-2.0-kompatible 3D-Hardwarebeschleunigung sorgt der Grafikkern von PowerVR mit 220 MHz. Dazu kommen 512 MByte DDR-333-SDRAM, 512 MByte NAND-Flashspeicher für das Betriebssystem und zwei SDHC-Speicherkartenslots.

Nachtrag vom 19. November 2013, 9:45 Uhr

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Die deutsche Open Pandora GmbH aus Ingolstadt hat sich zu Wort gemeldet und legt Wert auf die Feststellung, dass sie eine eigenständige Firma ist, die mit der britischen Open Pandora Ltd. nichts zu tun und die außerdem keinerlei finanzielle Probleme habe. Im Gegenteil, so das Unternehmen: "Die Pandoras haben sich gerade in den vergangenen Monaten schneller verkauft als erwartet, die Produktion der nächsten 1.000 Geräte ist gerade in Gange", so Firmenchef Michael Mrozek.

Open Pandora werde seit 2011 von Deutschland aus vertrieben, von wo aus durch die Open Pandora GmbH und die Community gemeinsam den noch restlichen Vorbestellern der Open Pandora Ltd. geholfen werde. "Der Untergang der Firma hat keinerlei Auswirkungen auf das Pandora-Geschäft und ist definitiv kein schwerer Schlag", so Mrozek. Open Pandora sei seit dem Start der Produktion 2011 in Deutschland ab Lager lieferbar. "Dieser Monat ist der erste, in dem es Lieferschwierigkeiten gibt - und das liegt an der gestiegenen Nachfrage."

Außerdem haben wir die in der News genannten technischen Spezifikationen und einige weitere Details dem aktuellen Stand angepasst.

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Serenity 24. Nov 2013

zwei Korrekturen: - die Spiele wurden natürlich auf der Shield, nicht auf der Pandora...

Serenity 24. Nov 2013

Dann hattest du wohl noch nie ne Nvidia Shield in der Hand gehalten.

Bigfoo29 20. Nov 2013

Die Entwicklung geht vorran... Das ist schön zu hören. :) Wie gesagt, ich sehe mich nicht...

DerJochen 19. Nov 2013

Stimmt nicht. Schon damals waren Smartphones weiter. ^^

bastie 19. Nov 2013

Ich befürchte, da bleibt nicht viel Arbeitsspeicher für die Spiele übrig.



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