Abo
  • Services:
Anzeige
Apples Siri auf einem iPhone 4S - nur einer von mehreren virtuellen Assistenten für Mobiltelefone
Apples Siri auf einem iPhone 4S - nur einer von mehreren virtuellen Assistenten für Mobiltelefone (Bild: Oli Scarff/Getty Images)

Linux: Siri bekommt Open-Source-Konkurrenz

Apples Siri auf einem iPhone 4S - nur einer von mehreren virtuellen Assistenten für Mobiltelefone
Apples Siri auf einem iPhone 4S - nur einer von mehreren virtuellen Assistenten für Mobiltelefone (Bild: Oli Scarff/Getty Images)

Sirius erkennt Fotos und versteht gesprochene Fragen wie "Wo steht dieses Gebäude?". Es soll eine Linux-Alternative zu virtuellen Assistenten wie Apples Siri sein.

Anzeige

Apple hat Siri. Google hat Google Now. Microsoft hat Cortana. Blackberry hat seinen Assistant. Und Linux? Bekommt Sirius. Damit in Zukunft wirklich jeder mit seinem Computer reden kann.

Mit Sirius wollen Forscher am Clarity Lab der Universität von Michigan eine Open-Source-Alternative zu den proprietären virtuellen Assistenten der Branchengrößen schaffen. Sie testen Sirius derzeit auf dem Betriebssystem Ubuntu, es lässt sich aber auch auf anderen Linux-Distributionen installieren.

Bisher ist Sirius nur eine Kombination aus Sprach-, Bild- und Texterkennung mit beschränkten Ressourcen: Die Demoversion erkennt Sprachbefehle und Fotos, verarbeitet Fragen der Nutzer in der Cloud und antwortet. Einzige Wissensquelle ist derzeit eine statische Version der Wikipedia. Nutzer können Sirius zum Beispiel ein Foto des Empire State Building zeigen und fragen: "Wo steht dieses Gebäude?" Sirius erkennt das Foto und zerlegt die Frage in Schlüsselworte, die Antwort gibt eine männliche, ziemlich automatenhafte Stimme.

Im Vergleich zu den Fähigkeiten der etablierten virtuellen Assistenten wirkt das auf den ersten Blick rudimentär. Zwar bieten die etablierten Systeme bisher keine integrierte Bilderkennung, dafür können sie weit kompliziertere Aufgaben lösen. Google Now etwa ist mit diversen Google-Apps wie Wetter und Kalender verzahnt und kann seine Nutzer selbsttätig darauf hinweisen, dass sie aufgrund eines Verkehrsstaus früher als geplant zu einem Termin aufbrechen sollten.

Die Forscher des Clarity Lab hoffen, dass andere Universitäten oder Unternehmen und Privatpersonen Sirius weiterentwickeln und in neue Geräte integrieren. Sie gehen davon aus, dass Wearables und das Internet der Dinge dazu führen werden, dass Sprachsteuerung immer wichtiger wird, weil sich diese neuen Geräte nur bedingt oder gar nicht über Tastaturen oder Touch- und Wischgesten bedienen lassen.

Die zunehmende Anzahl vernetzter Geräte wird eine Reihe von Verteilungskämpfen zur Folge haben: Wessen Betriebssystem und wessen Cloud-Infrastruktur werden den Markt dominieren? Wessen Standards zur Kommunikation zwischen den Sensoren und Geräten werden sich durchsetzen? Und offenbar auch: Wessen Stimme wird die meisten Fragen der Nutzer beantworten? Die von Siri, die von Cortana oder doch eine, die zu keinem der großen US-Unternehmen gehört?

Der Quellcode von Sirius steht auf Github bereit. Schon jetzt beruht das System auf Bausteinen mehrerer Hochschulen, die Technik für die Spracherkennung zum Beispiel stammt von der Carnegie Mellon University, Microsoft und der RWTH Aachen. Gefördert wird das Projekt auch von Google, der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) und der National Science Foundation (NSF). Sirius ist deshalb noch keine hübsche, einfach zu installierende und bedienende App, sondern ein Sammelsurium aus Paketen, die technisch versierte Nutzer von Hand kompilieren müssen.

Cortana und der deutsche Humor

In vielerlei Hinsicht steht Sirius also noch ganz am Anfang seiner Entwicklung, während die großen Unternehmen ihre virtuellen Assistenten immer weiter verfeinern. Google und Microsoft zum Beispiel verrieten in dieser Woche auf der Search Marketing Expo in München, was ihre Assistenten bald können sollen. So werde Google Now künftig Standortdaten nutzen, um den Kontext einer Nutzerfrage zu erkennen, berichtet Heise Online. Außerdem, so hatte Google auf dem SXSW-Festival in Austin bekanntgegeben, werde Google die API von Google Now öffnen. Dann können Drittentwickler die Daten aus ihren Apps in Google Now einspeisen und das Werkzeug damit sehr viel mächtiger machen, als es bisher ist.

Wenn Microsoft im Sommer sein neues Betriebssystem Windows 10 auf den Markt bringt, wird Cortana integriert sein und damit auf Desktop-PCs funktionieren. Das Unternehmen bringt seinem System derzeit Deutsch bei. Ziel ist es, dass Nutzer dem System vertrauen und ihm etwas über sich verraten, sagte Microsoft-Manager Marcus Ash Golem.de. Nur was sie freiwillig preisgeben, solle Cortana auswerten dürfen.

Wie viel Humor die deutsche Cortana bekommen soll, stehe allerdings noch nicht fest, sagte Ash. Während US-Nutzer freche Antworten auf Scherzfragen wie "Willst du mich heiraten" erwarten würden und damit auch gut umgehen könnten, wisse Microsoft nicht, wie die Deutschen darauf reagieren würden. Deshalb wolle Microsoft das System zunächst sehr konservativ gestalten. So natürlich die Mensch-Maschine-Kommunikation auch werden muss, um akzeptiert zu werden - allzu menschlich darf sie zumindest hierzulande nicht werden, glaubt Microsoft.


eye home zur Startseite
1ynx 22. Mär 2015

Bei mir läufts inzwischen. Fehlt nurnoch der Wiki-Dump den ich mir gerade lade...

floriq 22. Mär 2015

und die bieten wesentlich mehr als nur nen Cloud-Service für open source Spracherkennung ...

Anonymer Nutzer 22. Mär 2015

Ja, genauso wie Linux Windows platt gemacht hat.

Anonymer Nutzer 22. Mär 2015

Er meint, dass es da wohl eine Klage wegen Verwechslungsgefahr geben wird.

blaulicht900 22. Mär 2015

Google Now ist nicht standardmäßig in Android, das gehört zu GAPPS!



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bijou Brigitte modische Accessoires AG, Hamburg
  2. MAHLE International GmbH, Stuttgart
  3. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Oberpfaffenhofen bei München
  4. Interhyp Gruppe, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 16,99€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf zzgl. 3€ Versand)
  2. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 44,97€, Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  3. (u. a. The Revenant 7,97€, James Bond Spectre 7,97€, Der Marsianer 7,97€)

Folgen Sie uns
       


  1. Souq.com

    Amazon gibt 750 Millionen Dollar für Übernahme aus

  2. Let's Play

    Facebook ermöglicht Livevideos vom PC

  3. Ryzen-CPU

    Ach AMD!

  4. Sensor

    Mit dem Kopfpflaster Gefühle lesen

  5. Übernahme

    Apple kauft iOS-Automatisierungs-Tool Workflow

  6. Linux-Desktop

    Gnome 3.24 erscheint mit Nachtmodus

  7. Freenet TV

    DVB-T2-Stick für Windows und MacOS ist da

  8. Instandsetzung

    Apple macht iPhone-Reparaturen teurer

  9. Energielabels

    Aus A+++ wird nur noch A

  10. Update 1.2

    Gog.com-Client erhält Cloud-Speicheroption und fps-Zähler



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Live-Linux: Knoppix 8.0 bringt moderne Technik für neue Hardware
Live-Linux
Knoppix 8.0 bringt moderne Technik für neue Hardware

Buch - Apple intern: "Die behandeln uns wie Sklaven"
Buch - Apple intern
"Die behandeln uns wie Sklaven"
  1. Earbuds mit Sensor Apple beantragt Patent auf biometrische Kopfhörer
  2. Apple Park Apple bezieht das Raumschiff
  3. Klage gegen Steuernachzahlung Apple beruft sich auf europäische Grundrechte

Technik-Kritiker: Jaron Lanier will Facebook zerschlagen
Technik-Kritiker
Jaron Lanier will Facebook zerschlagen
  1. Facebook & Co Bis zu 50 Millionen Euro Geldbuße für Hasskommentare
  2. OCP Facebook rüstet das Rechenzentrum auf
  3. Social Media Facebook verbietet Datennutzung für Überwachung

  1. Re: Kein Hardware-Bug? Warum nicht?

    HubertHans | 11:21

  2. Keine Ahnung warum die Leute Probleme haben.....

    bulli007 | 11:20

  3. Re: Ach Golem!

    ckerazor | 11:20

  4. Re: Meinen die immer Brutto oder Netto?

    asa (Golem.de) | 11:20

  5. Re: Ja und?

    Muhaha | 11:18


  1. 10:35

  2. 10:06

  3. 09:04

  4. 08:33

  5. 08:13

  6. 07:42

  7. 07:27

  8. 07:16


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel