Abo
  • IT-Karriere:

Linux: Sicherheitslücke in Systemd

Mit präparierten Paketen kann im DHCPv6-Client von Systemd ein Pufferüberlauf erzeugt werden. Ubuntu ist in der Standardinstallation betroffen. Ein Update steht zur Verfügung.

Artikel veröffentlicht am ,
Ob dieser Pinguin auch mit Systemd gestartet wird?
Ob dieser Pinguin auch mit Systemd gestartet wird? (Bild: frankenstein/CC0 1.0)

Mit präparierten DHCPv6-Paketen lässt sich eine Sicherheitslücke im DHCP-Client von Systemd ausnutzen. Systemd ist ein Hintergrundprogramm (Daemon), welches in vielen Linux-Distribuitionen für das Starten des Betriebssystems zuständig ist. Entdeckt wurde die Sicherheitslücke in der Linux-Distribution Ubuntu von Felix Wilhelm, der in Googles Sicherheitsteam arbeitet. Mit der Lücke (CVE-2018-15688) kann ein Rechner über das Netzwerk zum Absturz gebracht und potenziell Schadcode auf dem System ausgeführt werden.

Stellenmarkt
  1. Landeshauptstadt München, München
  2. Trium Analysis Online GmbH, München

Der betroffene DHCPv6-Client befindet sich in systemd-networkd. Unter Ubuntu ist dieser zwar standardmäßig inaktiv, wird aber automatisch aktiviert, sobald ein Router Advertisement beziehungsweise IPv6-Pakete an den Rechner gesendet werden. Ein Angreifer kann mit einem präparierten DHCPv6-Paket eines DHCP-Servers im lokalen Netzwerk oder beim Internet Service Provider (ISP) einen Pufferüberlauf in systemd-networkd produzieren. Die Server-ID des DHCPv6-Servers muss hierzu 493 Zeichen oder mehr umfassen.

Mit dem Pufferüberlauf kann der Arbeitsspeicher des angegriffenen Systems verändert werden, was im besten Fall zu einem Absturz führt, im schlimmsten Fall kann ein Angreifer Code auf dem System ausführen. Letzteres ist allerdings sehr komplex, insbesondere wenn Speicherverwürfelung, Address Space Layout Randomization (ASLR), aktiviert ist.

Red Hat ist in der Standardinstallation nicht betroffen

Laut einem Bugreport bei Red Hat ist die Distribution Red Hat Enterprise Linux 7 in der Standardinstallation nicht betroffen; nur wenn das Paket systemd-networkd nachinstalliert und entsprechend konfiguriert wurde, ist sie verwundbar.

Der Systemd-Entwickler Lennart Poettering hat bereits einen Patch veröffentlicht, der in Kürze in den betroffenen Distributionen zur Verfügung stehen sollte.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 50,99€
  2. 26,99€
  3. (-79%) 3,20€
  4. (-68%) 9,50€

Hello_World 30. Okt 2018

Korrekt, ich glaube aber auch nicht, dass man für networkd eine low-level-Sprache...

David64Bit 30. Okt 2018

Welche sind das denn, die bei closed source innerhalb weniger Tage gefixt wurden? Also...

DeathMD 30. Okt 2018

Ich habe bisher noch nie von jemanden gehört, dass Linux Distros fehlerfrei wären, keine...

Hello_World 30. Okt 2018

Die Sicherheitslücke steckt nicht in der init-Komponente, sondern in systemd-networkd...

0xDEADC0DE 30. Okt 2018

Wenn man es den Leuten, die es beruflich einrichten und nutzen erst erklären muss, dann...


Folgen Sie uns
       


Linux für Gaming installieren - Tutorial

Die Linux-Distribution Manjaro eignet sich gut für Spiele - wir erklären im Video wie man sie installiert.

Linux für Gaming installieren - Tutorial Video aufrufen
Projektorkauf: Lumen, ANSI und mehr
Projektorkauf
Lumen, ANSI und mehr

Gerade bei Projektoren werden auf Plattformen verschiedener Onlinehändler kuriose Angaben zur Helligkeit beziehungsweise Leuchtstärke gemacht - sofern diese überhaupt angegeben werden. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel und beschäftigen uns mit Einheiten rund um das Thema Helligkeit.
Von Mike Wobker


    Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
    Mobilfunktarife fürs IoT
    Die Dinge ins Internet bringen

    Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
    Von Jan Raehm

    1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
    2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
    3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    Dr. Mario World im Test: Spielspaß für Privatpatienten
    Dr. Mario World im Test
    Spielspaß für Privatpatienten

    Schlimm süchtig machendes Gameplay, zuckersüße Grafik im typischen Nintendo-Stil und wunderbare Dudelmusik: Der Kampf von Dr. Mario World gegen böse Viren ist ein Mobile Game vom Feinsten - allerdings nur für Spieler mit gesunden Nerven oder tiefen Taschen.
    Von Peter Steinlechner

    1. Mobile-Games-Auslese Ein Wunderjunge und dreimal kostenloser Mobilspaß
    2. Mobile-Games-Auslese Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
    3. Hyper Casual Games 30 Sekunden spielen, 30 Sekunden Werbung

      •  /