Linux: Patches für Kernel-Lockdown in Testing-Zweig aufgenommen

Die Patches zum Kernel-Lockdown sollen den laufenden Linux-Kernel vor Veränderungen schützen. Der Code ist nun in einem Testing-Zweig gelandet - ein wichtiger Schritt auf dem Weg in den Hauptzweig des Linux-Kernels.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Lockdown-Patches für den Linux-Kernel sind nun auf dem langsamen Weg in Richtung Hauptzweig.
Die Lockdown-Patches für den Linux-Kernel sind nun auf dem langsamen Weg in Richtung Hauptzweig. (Bild: Leandro Neumann Ciuffo, flickr.com/CC-BY 2.0)

Der Quellcode für den sogenannten Kernel-Lockdown ist in den Testing-Zweig des Security-Subsystems von Linux eingepflegt worden. Das berichtet der für die Patches inzwischen zuständige Entwickler Matthew Garrett auf Twitter. Der Entwickler hatte die Pflege der Patches nach jahrelangen Diskussionen um den Code und dessen Ausgestaltung im Frühjahr dieses Jahres offiziell übernommen.

Stellenmarkt
  1. Cyber Security Manager (m/w/d)
    Jungheinrich AG, Hamburg
  2. Software-Entwickler mobile Applikationen/App-Entwicklung für Frontend oder Backend (m/w/d)
    BARMER, Schwäbisch Gmünd
Detailsuche

Zuvor waren die Änderungen von dem Entwickler David Howells erstellt und gepflegt worden, der dafür mehr Anerkennung verdiene als Garrett selbst, wie der bei Google angestellte Entwickler schreibt. Grundlegendes Ziel der Patches ist es, dafür zu sorgen, dass der laufende Linux-Kernel von einem Angreifer nicht dauerhaft verändert werden kann.

Dafür wird unter anderem der Zugriff auf bestimmte Kernel-Schnittstellen verhindert. Das geht sogar so weit, dass damit der Root-Nutzer (UID-0) teilweise vom laufenden Kernel mit seinen Systemberechtigungen (Ring-0) getrennt werden soll. Solch eine Trennung existiert bisher nicht. Zuletzt hatte Garrett die Funktion als Linux-Security-Module (LSM) umgearbeitet. Bekannte LSM sind etwa Selinux oder Apparmor, die von den meisten Linux-Distributionen eingesetzt werden.

Die Aufnahme in den Testing-Zweig ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Aufnahme in den Hauptzweig des Kernels. So zeugt dies davon, dass der für das Security-Subsystem zuständige Maintainer James Morris den Code für ausgereift hält. Sollte sich der Code in dem Testzweig bewähren, ist es zudem wahrscheinlich, dass mittelfristig auch Linux-Entwicklungschef Torvalds die Patches zum Kernel-Lockdown zur Aufnahme akzeptiert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
MS Satoshi
Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs

Kryptogeld-Enthusiasten kauften ein Kreuzfahrtschiff und wollten es zum schwimmenden Freiheitsparadies machen. Allerdings scheiterten sie an jeder einzelnen Stelle.
Von Elke Wittich

MS Satoshi: Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs
Artikel
  1. Gigafactory Berlin: Tesla verzichtet für Akkufertigung auf staatliche Förderung
    Gigafactory Berlin
    Tesla verzichtet für Akkufertigung auf staatliche Förderung

    Tesla verzichtet für die geplante Akkufertigung in Grünheide bei Berlin auf eine mögliche staatliche Förderung in Milliardenhöhe.

  2. Microsoft: Xbox-Spieler in Halo Infinite von Crossplay genervt
    Microsoft
    Xbox-Spieler in Halo Infinite von Crossplay genervt

    Im Multiplayer von Halo Infinite gibt es offenbar immer mehr Cheater. Nun fordern Xbox-Spieler eine Option, um gemeinsame Partien mit PCs zu vermeiden.

  3. 50 Prozent bei IT-Weiterbildung sparen
     
    50 Prozent bei IT-Weiterbildung sparen

    Die Black Week 2021 in der Golem Karrierewelt läuft weiter: 50 Prozent bei zahlreichen Live-Workshops, Coachings und E-Learnings sparen - noch bis Montag!
    Sponsored Post von Golem Akademie

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Heute ist Black Friday • Corsair MP600 Pro XT 1TB 167,96€ • Apple Watch Series 6 ab 379€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops (u. a. Lenovo Ideapad 5 Pro 16" 829€) • MS Surface Pro7+ 888€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /