Linux on Galaxy: Samsung zeigt Linux-Distribution Ubuntu auf Dex-Dock

In der Desktop-Umgebung von Samsungs Dex für Android-Smartphones sollen künftig auch Linux-Distributionen laufen. Der Hersteller zeigt das Konzept nun mit Ubuntu. Technische Details zum Aufbau werden aber komplett ausgespart, dafür zeigen sich schon jetzt konzeptionelle Nachteile.

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Die Dex-Oberfläche von Samsung Galaxy S8 soll auch Linux-Distributionen ausführen.
Die Dex-Oberfläche von Samsung Galaxy S8 soll auch Linux-Distributionen ausführen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Seit rund einem Monat verspricht der Hersteller Samsung, auf seinem für Android-Smartphones entwickelten Desktop Dex auch Linux-Distributionen laufen zu lassen. Das Programm läuft unter dem Codenamen Linux on Galaxy und war bisher nicht viel mehr als eine bloße Ankündigung. Nun zeigt Samsung zumindest eine kurze Konzept-Demo des Projekts mit der Linux-Distribution Ubuntu.

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In dem Video ist zu sehen, wie über eine spezielle App die Linux-Distribution Ubuntu 16.04 LTS im Vollbildmodus startet. Ein kleines Plus in der App deutet auf die versprochene Funktion hin, dass beliebige Linux-Distributionen auf dem Smartphone laufen sollen. Gedacht ist das Programm vor allem für die Community der Android-Entwickler, dementsprechend wird in dem Video auch eine IDE zur App-Erstellung gezeigt.

In dem Video verwendet Samsung allerdings nicht den Standarddekstop von Ubuntu, Unity, sondern augenscheinlich das veraltete Gnome 2 beziehungsweise eventuell dessen Community-Weiterführung Mate. Das lässt darauf schließen, dass Samsung nicht oder noch nicht in der Lage ist, die Hardwarebeschleunigung der GPU für 3D-Grafikoberflächen zu verwenden.

Offenbar wenig eigene Arbeit von Samsung

Das ist wenig überraschend, da sich etwa der Grafikstack einer Linux-Distribution wie Ubuntu deutlich von jenem von Android unterscheidet und eine Verbindung der beiden auch darüber hinaus viele technische Schwierigkeiten mit sich bringt. Unter derartigen Problemen leidet auch das Community-Projekt Maru, ebenso wie das gescheiterte Ubuntu-Smartphone oder auch KDE Plasma Mobile. Bei Letzterem ist zumindest der Versuch unternommen worden, die Android-Grafik-Basis per Hwcomposer zu verwenden.

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Dass der Hersteller Samsung diese Probleme offenbar noch nicht gelöst hat, ist etwas verwunderlich. So kontrolliert der Hersteller vermeintlich nicht nur die Hardware, sondern auch die Software samt Treibern. Darüber hinaus hat Samsung eigentlich die nötigen Ressourcen für die entsprechend notwendige Entwicklungsarbeit. Samsung lizenziert jedoch die GPU von ARM und nutzt die Mali G71 in den aktuellen Galaxy-Geräten.

Das gezeigte Ubuntu nutzt zwar den gleichen Kernel wie das Android des Smartphones und läuft wahrscheinlich in einem Container. Und ARM stellt die Kernel-Bestandteile des Mali-Treibers den Bestimmungen der GPL zufolge als Open Source bereit. Doch dieser Treiber ist nicht Teil das Mainline-Kernels und der für das Dex-Szenario viel wichtigere Userspace-Teil ist dagegen proprietär, nicht in Ubuntu verfügbar und das Ubuntu ist wie beschrieben auch nicht kompatibel zu diesen Userspace-Teilen. Die Umsetzung der 3D-Beschleunigung erscheint unter diese Umständen derzeit wenig wahrscheinlich.

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pigzagzonie 14. Nov 2017

Ich bin kein Linux-Experte. Ich hatte es so verstanden, dass auf dem Telefon ganz...

pigzagzonie 14. Nov 2017

Der Unity-Desktop ist doch aus der aktuellen Ubuntu wie der raus. Und ist es nicht völlig...

Thaodan 13. Nov 2017

Im Prinzip müsste doch Kexec reichen oder nicht?

sehr_interessant 13. Nov 2017

Da benötigt man keine 3D-Beschleunigung und die sind ohnehin alle besser als Gnome3.



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