Linux: Nvidia veröffentlicht Firmware und Treiber für USB-C

Die aktuelle Turing-Generation von Nvidias Grafikkarten bietet einen sogenannten Virtual Link , der als handelsübliche USB-C-Buchse ausgeführt ist. Der Hersteller hat nun die notwendige signierte Firmware für den zugrundeliegenden Type-C-Controller(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht, der von Zulieferer Cypress stammt. Nvidia benutzt seit einigen Jahren ausschließlich signierte Firmware für die Chips, ohne die die GPUs unter Linux mit freien Treiber nicht einsetzbar sind.
Zusätzlich zu der nun verfügbaren signierten Firmware enthält der aktuelle Linux-Kernel in Version 4.20 einen I2C-Bus-Treiber(öffnet im neuen Fenster) , der zur Kommunikation mit dem eigentlichen USB-C-Controller genutzt werden kann. Ein zweiter Teil dieses Treibers(öffnet im neuen Fenster) sorgt für die UCSI-Unterstützung für diesen Controller. Bei UCSI wiederum handelt es sich um eine spezielle Schnittstelle ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) die dafür genutzt wird, den Controller zu steuern, der für USB-C zuständig ist.
Über diese Schnittstelle kann das Betriebssystem, also in diesem Fall Linux, die Eigenschaften des Controllers auslesen und je nach Bedarf die Fähigkeiten für USB-C ändern, etwa ob Daten gesendet oder empfangen werden können. Es liegt also nahe, dass diese Arbeiten am Treiber und die Veröffentlichung der Firmware als Vorarbeiten zur Unterstützung des sogenannten Virtual Link gedacht sind.
Bei dem Virtual Link handelt es sich um einen Alternate Mode für USB-C, der explizit dafür gedacht ist, kommende VR-Headsets nur noch über ein USB-C-Kabel betreiben und nutzen zu können. Bei Virtual Link werden vier HBR3-Lanes (High Bit Rate 3) für Displayport genutzt, was für ein 4K-Panel bei 120 Hz ausreicht. Zusätzlich dazu übernimmt der Virtual Link auch den Datenstrom per USB 3.1 Gen2 über zwei weitere Lanes und er kann per Power Delivery ein angeschlossenes Headset mit bis zu 27 Watt versorgen.



