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Linux: Nvidia nimmt wichtige Hürde für Wayland-Unterstützung

Jahrelang setzte Nvidia für Wayland auf eine komplett eigene Technik, was der Community Probleme machte. Das könnte sich bald ändern.
/ Sebastian Grüner
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Nvidia könnte künftig ein eigenes GBM-Backend nutzen. (Bild: Mike Blake/File Photo/Reuters)
Nvidia könnte künftig ein eigenes GBM-Backend nutzen. Bild: Mike Blake/File Photo/Reuters

Die Entwicklungscommunity der Userspace-Bibliothek Mesa hat eine Änderung von Nvidia eingepflegt(öffnet im neuen Fenster) , die ein wichtiger Schritt für die vollständige Unterstützung von Wayland mit dem proprietären Nvidia-Treiber ist. Konkret handelt es sich dabei um die Möglichkeit, den in Mesa enthaltenen Generic Buffer Manager (GBM) mit verschiedenen Backends zu verwenden. Der GBM verwaltet Buffer zwischen Wayland-Client und -Compositor.

Um die neue Linux-Displayarchitektur Wayland mit seinem proprietären Linux-Treiber zu unterstützen, setzt das Unternehmen seit mehr als fünf Jahren auf eine Eigenlösung , die EGL-Erweiterungen verwendet statt GBM. Die meisten Wayland-Compositor etwa für KDE Plasma oder auch die Gnome-Shell sowie auch der Rest der freien Linux-Grafikarchitektur setzen aber auf GBM, so dass die Nvidia-Lösung nicht ohne Weiteres nutzbar ist. Das sorgte für viel Kritik von Seiten der Linux-Community.

Der nun auch für den neuen Mesa-Code zuständige Nvidia-Entwickler arbeitete deshalb seit Jahren an der Idee eines einheitlichen Speicher-APIs , das die Nachfolge von GBM, der Nvidia-Lösung, und einiger weiterer Techniken hätte antreten können. Parallel dazu hat Nvidia mit der Community aber auch Backends für Gnome und KDE Plasma erstellt, damit deren Wayland-Compositor auch auf dem proprietären Nvidia-Treiber mit den EGL-Erweiterungen laufen.

Bessere Unterstützung per GBM

Obwohl es noch keine explizite Bestätigung seitens Nvidia dafür gibt, könnte dieses Nebeneinander künftig aber zumindest teilweise überwunden werden, indem Nvidia ein eigenes GBM-Backend erstellt. Dazu ist der nun von Nvidia eingebrachte Code zwingende Voraussetzung, da der proprietäre Treiber von Nvidia die standardmäßig genutzten Kernel-Schnittstellen nicht unterstützt.

Anzeichen dafür gibt es bereits seit längerem, wie das Magazin Phoronix berichtet. So könnte das für KDE Plasma erstellte Backend künftig komplett auf die EGL-Erweiterungen verzichten(öffnet im neuen Fenster) . Außerdem gibt es Hinweise darauf(öffnet im neuen Fenster) , dass Nvidia die Wayland-Unterstützung in seinem Linux-Treiber deutlich verbessern will.


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