Linux: Nvidia ist bereit für einheitliche Wayland-Unterstützung

Vor mehr als eineinhalb Jahren gaben die Linux-Entwickler von Nvidia erstmals offiziell bekannt , dass der proprietäre Grafikkartentreiber des Unternehmens die designierten X11-Nachfolger Wayland und Mir unterstützen soll. Seit Ende März dieses Jahres kann dies von Linux-Nutzer getestet werden , allerdings nur mit starken Einschränkungen, die Nvidia nun offenbar ebenfalls überwinden will.
Das geht zumindest aus einer E-Mail des Nvidia-Angestellten James Jones(öffnet im neuen Fenster) auf der Mailingliste zur Wayland-Entwicklung hervor. Demnach sei das Unternehmen daran interessiert, an einer Diskussion mit möglichst vielen anderen Beteiligten teilzunehmen, um die Buffer-Verwaltung der Treiber und Geräte zu optimieren.
Vorgeschlagen worden ist diese Diskussion von dem Intel-Angestellten Martin Peres als Reaktion auf die seit Jahren existierenden unterschiedlichen Implementierungen für diese Aufgabe. So verwendet Googles Android etwa Gralloc(öffnet im neuen Fenster) , die freien Mesa-Grafiktreiber das Generic Buffer Management ( GBM(öffnet im neuen Fenster) ) und die Nvidia-Treiber die EGLStreams. Diese Lösungen haben ihre eigenen Vor- und Nachteile, vor allem sind sie aber nicht direkt kompatibel zueinander, weshalb etwa der Wayland-Compositor Weston nur mit Anpassungen auf dem proprietären Nvidia-Treiber läuft.
Idealerweise gibt es künftig eine Möglichkeit "die Buffer über alle Blöcke, Treiber und Hersteller hinweg zu teilen" , ohne die Grundidee von Wayland aufgeben zu müssen, dass jeder Frame perfekt gezeichnet werde, zumindest soll dies laut Peres wenigstens diskutiert werden. Stattfinden soll die Diskussion auf der diesjährigen X.org Developers Conference ( XDC(öffnet im neuen Fenster) ) Ende September in Helsinki.