Linux: Networkmanager 1.2 verbessert Privatsphäre der Nutzer

Linux-Nutzer können mit der kommenden Version 1.2 des Networkmanagers ihre Privatsphäre schützen, indem Mac-Adressen zufällig erzeugt und IPv6-Adressen abgesichert werden. Weitere neue Funktionen verbessern den Umgang mit der Software.

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MAC-Adressen könnten zur Verfolgung von Personen genutzt werden.
MAC-Adressen könnten zur Verfolgung von Personen genutzt werden. (Bild: Flickr.com, Christiaan Colen/CC-BY-SA 2.0)

Das Programm Networkmanager ist für Linux-Distributionen mit Desktops zurzeit das Standardwerkzeug zur Netzwerkverwaltung. Mit der kommenden Version 1.2 enthält die Software gleich zwei Neuerungen, die dazu geeignet sein können, die Privatsphäre der Nutzer etwas besser zu schützen als bisher. So kann zum Beispiel die Mac-Adresse zufällig erzeugt werden, wie Entwickler Lubomir Rintel in seinem Blog schreibt.

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Eigentlich sind die Mac-Adressen als eindeutige Bezeichner von Netzwerk-Hardware gedacht. Da diese Adressen normalerweise dauerhaft erhalten bleiben, könnten sich damit Nutzer und deren Positionen verfolgen lassen. Bei einer Konferenz der Internet Engineering Task Force (IETF) bezeichnete Edward Snowden dies als "äußerst gefährlich".

Zufällige Adressen gegen Verfolgung

Da sich die Mac-Adressen im Networkmanager 1.2 jedoch vom Nutzer selbst einfach zufällig erzeugen lassen, ist die beschriebene Verfolgung so nicht mehr möglich. Um technische Probleme mit Access Points zu vermeiden, ist diese Option aber standardmäßig noch nicht aktiviert. Immerhin wird aber das Scannen eines WLAN mit zufälligen Adressen durchgeführt, was Apple bereits mit iOS 8 umgesetzt hat.

Für Anwender, die das immer noch relativ wenig verbreitete IPv6 benutzen, haben die Entwickler zudem das RFC 7217 der IETF implementiert. Das Dokument legt Methoden fest, die eine Verfolgung von Nutzern über eine spezielle IPv6-Adresse explizit verhindern sollen. Diese Art der Adresse sei zwar zufällig, aber dennoch stabil.

Verbesserte Anbindung und Nutzung

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Die neue Version des Networkmanagers verwaltet außerdem die Liste von Access Points intelligenter und entfernt nicht mehr genutzte Access Points nach einer bestimmten Zeit. Unter anderem dadurch sollen Scan-Vorgänge des WLAN besser ablaufen, erklärt Dan William in seinem Blog.

Zudem kann die neue Version Wake-on-Lan konfigurieren, der Client für die Kommandozeile kann auch VPN-Zugangsdaten speichern und die Anwendung ist an Werkzeuge aus Systemd angepasst worden. So wird für die Link-Local-Adressierung von IPv4 nun die Netzwerkbibliothek von Systemd genutzt, der Hostname wird über die Hostname-Daemon konfiguriert und das native Logformat des Systemd-Journals wird unterstützt.

Weitere Neuerungen des Networkmanagers 1.2 listet das Team in einer News-Datei auf. Noch ist die neue Version nicht verfügbar, der genaue Termin der Veröffentlichung ist derzeit ebensowenig bekannt.

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Roudrigez Merguez 21. Jan 2016

Ja, Windows löst per Netbios auf. Das kann man unter Linux mit Samba bzw. winbind auch so...

NeoCronos 21. Jan 2016

Danke für die Erklärung! Ich hatte es so verstanden, dass lange nicht mehr genutzte Netze...

Teebecher 20. Jan 2016

Tja, das mit den Zwangsroutern ist Müll. Ich bin ein gutes Jahrzehnt (oder länger?) sehr...

robinx999 19. Jan 2016

Ja das ist sie wobei man dann wieder andere Probleme bekommen kann. So sperrt die...



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