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Zugegeben, welches jahrelang auf Windows geschulte Verkaufspersonal vermutet schon, dass das Betriebssystem Linux, das - wenn überhaupt - nur als Servertechnik für das Internet und Forschungsrechenzentren bekannt ist, auch auf kleinen Geräten mit nur einem einzigen Einsatzzweck läuft. Die Nachrichtenagentur dpa fasst das lapidar wie folgt zusammen: "Weniger bekannt ist, dass auch unzählige Geräte der Unterhaltungselektronik Linux verwenden."

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Das ist zwar unglaublich naiv, aber, wie erwähnt, in Teilen nachvollziehbar und auch bei weitem nicht auf die IT-Industrie beschränkt. So führt etwa der Zoll immer wieder Razzien und Beschlagnahmungen von physischen Produkten durch, die gegen Urheberrechte anderer Hersteller verstoßen sollen.

Im Fall der GPL könnte der Verstoß sogar schon darin begründet sein, dass das sogenannte "written offer" vergessen wird. Liefert ein Unternehmen Produkte mit GPL-Software aber ohne Quellcode aus, muss zumindest ein schriftliches Angebot beiliegen, das erklärt, wie Nutzer an den Quellcode kommen können.

Unprofessionelle Unkenntnis

Dass solch leichtfertige Fehler tatsächlich öfter vorkommen, als man vielleicht gemeinhin vermutet, hat auch Golem.de schon erlebt. Das geht sogar so weit, dass die Firmware eines Produkts zwar auf Linux und die GPL hinweist und die Urheber nennt, es aber keinen offensichtlichen Weg gibt, an den Quellcode zu gelangen. In diesem konkreten Fall wusste auch der für Europa zuständige Distributor im Vereinigten Königreich nicht weiter und stritt offenbar aus Unkenntnis sämtliche Verpflichtungen der GPL ab.

In einem Online-Archiv des Mutterkonzerns fanden wir dann zwar noch den Quellcode, die geschilderte Form der Verteilung der Software in binärer Form wäre strenggenommen dennoch ein GPL-Verstoß. Der lässt sich aber eigentlich einfach beheben. Und auch Mike Decker, Geschäftsführer der Firma Geniatech Europe, sagte, das Unternehmen habe bei der Lizenzeinhaltung zunächst geschlampt und stelle inzwischen den betroffenen Quellcode über seine Webseite bereit.

Solch ein Verhalten wirkt alles andere als professionell und spricht nicht für die IT-Wirtschaft. Immerhin müssen sich auch andere Unternehmen um ihre rechtlichen Rahmenbedingungen kümmern, bevor diese in den Markt eintreten. Welte schrieb dazu ebenfalls schon vor sechs Jahren: "Wenn ein Abfallunternehmen einen neuen Markt betritt (die Beseitigung gefährlicher Chemikalien), kann das Unternehmen die Chemikalien nicht einfach wie normalen Abfall behandeln, warten, bis es zu rechtlichen Schwierigkeiten kommt, und dann erwarten, damit davonzukommen."

 Linux: Mit Ignoranz gegen die GPLLegal, illegal, scheißegal 
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bofhl 05. Apr 2018

Da Peter Hutterer bei Red Hat für die X-Win-Sachen zuständig ist - und daher eher am...

Hello_World 03. Apr 2018

Es ist wenig sinnvoll, darüber zu diskutieren, ob der Kernel mit einer liberaleren Lizenz...

Silberfan 29. Mär 2018

Sie hatten genug Zeit das vorher korrekt Umzusetzen. Wer schlampt oder auf Verjährung...

a user 22. Mär 2018

Hat er doch gar nicht behauptet. Lies doch mal was du zitierst! Er sagte im Vergleich...

dsdvado 20. Mär 2018

"scheinbar" heißt: in Wirklichkeit nicht Ob Herr Welte das wirklich sagen wollte?


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