Linux: Mesa 17.2 verbessert 3D-Leistung deutlich

Mit der neuen Version 17.2 des 3D-Treibers für Linux Mesa erhalten Nutzer eines Grafikchips von AMD einen massiven Leistungsschub. Zudem wurden erste Erweiterungen für OpenGL 4.6 umgesetzt.

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Mesa 17.2 bringt unter Linux zahlreiche Verbesserungen für Spieler mit einer Grafikkarte von AMD.
Mesa 17.2 bringt unter Linux zahlreiche Verbesserungen für Spieler mit einer Grafikkarte von AMD. (Bild: Mesa/Screenshot: Golem.de)

Besonders für Besitzer moderner Grafikkarten von AMD bringt die aktuelle Version 17.2 der 3D-Treiber für Linux Mesa deutliche Verbesserungen. Aber auch Nutzer von Intels Grafikchips dürfen sich über eine verbesserte Unterstützung von Vulkan 1.0.54 freuen. Mesa 17.2 bringt auch erste Erweiterungen der OpenGL-Spezifikationen 4.6 mit, die Ende Juli 2017 vorgestellt wurden. Einige Verbesserungen am Mesa-Treiber VC4 sollen die Leistung der Grafikchips auf Raspberry Pi deutlich verbessern.

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Dem im aktuellen Mesa-Paket enthaltenen Radeonsi-Treiber für AMD-Grafikkarten kommen zwei Funktionen zugute: Threaded Gallium for Radeonsi und OpenGL Threaded Dispatch. Ersterer ist neu und verspricht laut AMD-Entwicklern bei einigen Spielen eine Steigerung der Bildrate zwischen 10 und 20 Prozent. OpenGL Threaded Dispatch wurde bereits in Mesa 17.1 umgesetzt.

In der aktuellen Version ist die Funktion nun für einige Spiele aktiviert, etwa für Bioshock Infinite, Borderlands 2, Civilization 5 und 6 sowie The Witcher 2. Welche Spiele davon profitieren, regelt eine Whitelist, für die die AMD-Entwickler aber auch Feedback von Nutzern entgegennehmen.

SteamVR jetzt auch unter Linux

Beim Vulkan-Treiber Radv für AMDs Grafikchips gab es zwar zahlreiche Verbesserungen und Fehlerkorrekturen. Darunter ist auch Code, der SteamVR unter Linux unterstützt. Allerdings haben die Entwickler entschieden, dass er für Vega noch nicht fertig ist und für diese Grafikkarten deaktiviert bleibt. Ohnehin dauert es noch eine Weile, bis die AMD-Entwickler den Code für Vega-Karten so angepasst haben, dass er auch im Linux-Kernel akzeptiert wird. Damit Radeonsi auch mit Vega- und Raven-Ridge-Karten funktioniert, wird die Compiler-Infrastruktur LLVM in Version 5.0.0 benötigt, das soeben erschienen ist.

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Der Mesa-Treiber i965 für Intel-Chips funktioniert jetzt auch mit den Grafikkernen in Coffee-Lake-Prozessoren. Für die Grafikeinheit in den Cannon-Lake-CPUs gibt es ersten Code, der aber nur rudimentäre Unterstützung bietet. Der Vulkan-Treiber Anv für Intel-Chips erhielt Erweiterungen für Version 1.0.54 der Grafikplattform.

Für Grafikchips von Nvidia gab es zwar auch kleinere Änderungen, die 3D-Leistung mit den entsprechenden Open-Source-Treibern bleibt aber unterdurchschnittlich. Denn die Nouveau-Treiber des Kernels unterstützen den schnellsten Modus der Grafikkarten von Nvidia nicht. Der Hersteller rückt bislang nur Firmware heraus, die den Wechsel in den leistungsfähigsten oder sparsamsten Modus nicht ermöglicht, und hält auch die entsprechenden Informationen für die Linux-Entwickler zurück. Nutzer müssen hier auf den proprietären Treiber zurückgreifen.

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