• IT-Karriere:
  • Services:

Linux: Lockdown-Patches im Kernel aufgenommen

Nach jahrelanger Arbeit und vielen Eigenlösungen der Distributionen hat Linux-Chef Torvalds die Lockdown-Patches in den Hauptzweig aufgenommen. Der zuständige Entwickler gibt sich erfreut.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Lockdown-Patches sind nun endlich im Hauptzweig angekommen.
Die Lockdown-Patches sind nun endlich im Hauptzweig angekommen. (Bild: Bernard DUPONT, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Nach mehreren Dutzend Iterationen und jahrelanger Arbeit hat der Chefentwickler des Linux-Kernels, Linus Torvalds, die sogenannten Lockdown-Patches in seinen Hauptzweig aufgenommen. Die Patches sind damit nun offiziell Teil der kommenden Linux-Version 5.4, die voraussichtlich Mitte November erscheinen wird. Der für die Patches zuständige Entwickler Matthew Garrett kommentiert dies auf Twitter offenbar erleichtert mit: "Heilige Scheiße".

Stellenmarkt
  1. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach, Nürnberg
  2. SySS GmbH, Tübingen, Frankfurt am Main, München, Wien (Österreich)

Der für das Security-Subsystem des Linux-Kernels zuständige Maintainer James Morris hatte die Aufnahme bereits vor mehr als zwei Wochen offiziell vorgeschlagen. Auf Nachfrage des Suse-Entwicklers Jiri Kosina bestätigte Torvalds zuvor aber noch, dass dieser die Änderungen wegen ihrer Geschichte erst einzeln überprüfen wolle. Torvalds hat nach eigener Aussage nun aber nichts mehr zu beanstanden und die Patches nun eben eingepflegt.

Ziel der Patches ist es, dass der laufende Kernel von einem Angreifer nicht dauerhaft verändert werden kann, indem der Zugriff auf bestimmte Kernel-Schnittstellen verhindert wird. Das geht sogar so weit, dass damit der Root-Nutzer (UID-0) teilweise vom laufenden Kernel mit seinen Systemberechtigungen (Ring-0) getrennt wird. Solch eine Trennung existiert bisher nicht. Viele Distributoren setzen bereits auf ähnliche, eigene Implementierungen. Mit den Lockdown-Patches im Hauptzweig kann die Technik nun aber endlich vereinheitlicht werden.

Vor rund eineinhalb Jahren sorgte eine Revision der Patches noch für deutliche Kritik einiger Entwickler. Hauptkritikpunkt war damals die Verknüpfung der Funktion mit UEFI Secure Boot. Garrett hatte die Arbeit an den Patches übernommen. Inzwischen ist der Kernel-Lockdown unabhängig von UEFI Secure Boot und darüber hinaus als sogenanntes Linux-Security-Modul (LSM) umgearbeitet worden. Garrett wird die Funktion künftig auch offiziell als Maintainer betreuen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 149,90€
  2. 649,00€ (Bestpreis!)
  3. 189,90€ (Bestpreis!)
  4. (aktuell u. a. Intenso Top SSD 256 GB für 27,99€, Emtec X250 SSD Power Plus 512 GB für 59,90€)

ldlx 30. Sep 2019

Nur mal so ganz blöd gefragt... gibt es eine Strategie, wenn Linus Torvalds nicht mehr...


Folgen Sie uns
       


Parksensor von Bosch ausprobiert

Wenn es darum geht, Autofahrer auf freie Parkplätze zu lotsen, lassen sich die Bosch-Sensoren sinnvoll einsetzen.

Parksensor von Bosch ausprobiert Video aufrufen
Mr. Robot rezensiert: Domo Arigato, Mr. Robot!
Mr. Robot rezensiert
Domo Arigato, Mr. Robot!

Wie im Achtziger-Klassiker Mr. Roboto von Styx hat auch Elliot in Mr. Robot Geheimnisse. Die Dramaserie um den Hacker ist nicht nur wegen Rami Malek grandios. Sie hat einen ganz eigenen beeindruckenden visuellen Stil und zeigt Hacking, wie es wirklich ist. Wir blicken nach dem Serienfinale zurück.
Eine Rezension von Oliver Nickel und Moritz Tremmel

  1. Openideo-Wettbewerb Die fünf besten Hacker-Symbolbilder sind ausgewählt
  2. Cyberangriffe Attribution ist wie ein Indizienprozess
  3. Double Dragon APT41 soll für Staat und eigenen Geldbeutel hacken

Elektromobilität: Diese E-Autos kommen 2020 auf den Markt
Elektromobilität
Diese E-Autos kommen 2020 auf den Markt

Bei Käufern wird die höhere Umweltprämie, bei den Herstellern werden die strengeren CO2-Grenzwerte die Absatzzahlen von Elektroautos ankurbeln. Interessenten haben 2020 eine noch größere Auswahl, hier ein Überblick über die Neuerscheinungen.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Mercedes E-Econic Daimler elektrifiziert den Müllwagen
  2. Umweltprämie für Elektroautos Regierung verzögert Prüfung durch EU-Kommission
  3. Intransparente Preise Verbraucherschützer mahnen Ladenetzbetreiber New Motion ab

Fitnesstracker im Test: Aldi sportlich abgeschlagen hinter Honor und Mi Band 4
Fitnesstracker im Test
Aldi sportlich abgeschlagen hinter Honor und Mi Band 4

Alle kosten um die 30 Euro, haben ähnliche Funktionen - trotzdem gibt es bei aktuellen Fitnesstrackern von Aldi, Honor und Xiaomi spürbare Unterschiede. Als größte Stärke des Geräts von Aldi empfanden wir kurioserweise eine technische Schwäche.
Von Peter Steinlechner

  1. Wearable Acer und Vatikan präsentieren smarten Rosenkranz
  2. Apple Watch Series 5 im Test Endlich richtungsweisend
  3. Suunto 5 Sportuhr mit schlauem Akku vorgestellt

    •  /