Linux: Linus Torvalds freut sich über Patches von Nvidia

Nvidia hat dem Nouveau-Team zahlreiche Patches gestiftet, mit denen der Tegra K1 mit dem freien Linux-Treiber laufen soll. Linus Torvalds findet das super.

Artikel veröffentlicht am ,
Nvidia hat Quellcode für seinen Tegra K1 an Linux-Entwickler gestiftet.
Nvidia hat Quellcode für seinen Tegra K1 an Linux-Entwickler gestiftet. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Mit mehreren Patches für den quelloffenen Nouveau-Treiber macht Nvidia erneut Punkte bei Linus Torvalds. Der gespendete Code soll Entwicklern helfen, den Tegra K1 unter Linux zum Laufen zu bringen. Er stammt direkt von Nvidia, wird aber auch dort als experimentell eingestuft. Die beteiligten Nvidia-Entwickler wollen ihre Kollegen beim Open-Source-Projekt zwar auch weiter unterstützen, die Entwicklung eines quelloffenen User-Space-Treibers ist aber nicht vorgesehen.

Stellenmarkt
  1. Datenbankentwickler:in (m/w/d)
    Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Bad Segeberg
  2. Java - Entwickler (m/w/d) für Webanwendungen
    medavis GmbH, Karlsruhe
Detailsuche

Noch gibt es den Tegra K1 nicht, erste Demos mit dem Tegra mit dem Kepler-Kern wurden auf der CES 2014 vorgestellt. Nvidia hat aber bereits angekündigt, den Tegra K1 in der Neuauflage des Nvidia Shield einzubauen. Der K1 wird entweder mit vier ARM-Kernen vom Typ Cortex-A15 oder zwei Kernen mit der 64-bittigen Architektur V8 ausgeliefert, die mit 2,3 beziehungsweise 2,5 GHz getaktet sind. Der Kepler-Kern soll mit insgesamt 192 GPUs ausgerüstet sein und zumindest der Desktop-Variante des Grafikchips ähneln.

Referenz-Code

Entsprechend gab es den Hinweis in der E-Mail des Entwicklers Alexandre Courbot, dass der Referenz-Code zwar nur für den Tegra K1 gedacht sei, aber auch wertvolle Hinweise für die Umsetzung eines Treibers für die Desktop-Variante enthalten könne. Courbot betont, dass Nvidia dafür aber bislang keine Hilfe plane. Einige der Patches implementieren die Unterstützung für den SoC, denn laut Courbot kommt der Nouveau-Treiber nur mit PCI-Geräten klar. Außerdem sollte diese Variante ausschließlich mit Prime genutzt werden, mit der die Hybridgrafik-Technik von Nvidia verwendet werden kann.

Die fehlende Unterstützung für die Hybridtechnik Optimus unter Linux hatte Linus Torvalds in einem Vortrag im Juni 2013 an der Aalto-Universität deutlich kritisiert und dem Grafikkartenhersteller den Stinkefinger gezeigt. Über Google+ gab er Nvidia für den aktuellen Codebeitrag aber das Daumen-Hoch-Zeichen.

Nvidia hilft bei Open-Source

Golem Akademie
  1. Linux-Shellprogrammierung
    2.-5. November 2021, online
  2. Terraform mit AWS
    14.-15. Dezember 2021, online
  3. Elastic Stack Fundamentals - Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats
    26.-28. Oktober 2021, online
Weitere IT-Trainings

Nvidia hatte Torvalds' Kritik zunächst zurückgewiesen, in den folgenden Monaten aber mehrfach seine Bereitschaft signalisiert, mit den Nouveau-Entwicklern enger zusammenzuarbeiten und die Unterstützung für Linux auszuweiten. So arbeiten Entwickler gemeinsam an einem neuen API für die Nutzung von Adressräumen der CPU und haben zumindest Teile der GPU-Dokumentation veröffentlicht. Bislang gibt es noch keine Hinweise darauf, dass die Nouveau-Entwickler mit weiteren Informationen versorgt werden. So wünscht sich beispielsweise Maarten Lankhorst Informationen zum Video-Clocking und der Energieverwaltung, die äußerst geräte- und konfigurationsspezifisch seien.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


TuX12 06. Feb 2014

Kann ich absolut unterschreiben. Ich kriege jedes Mal einen sehr dezenten Brechreiz...

bstea 05. Feb 2014

Hans schreibt auch Trainer mit C.

Phreeze 04. Feb 2014

Er arbeitet für den ADAC und hat die Benchmarks erstellt wo Nvidia im Schnitt schneller...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Amazon, Gorillas & Co.
Was darf die Gig Economy?

Kündigungen per Bot, GPS-Tracking und mehr: Onlineplattformen machen nicht nur in den USA mit Hire-and-Fire-Praktiken Schlagzeilen. Auch das deutsche Arbeitsrecht schützt nicht überall.
Von Harald Büring

Amazon, Gorillas & Co.: Was darf die Gig Economy?
Artikel
  1. 25 Jahre Independence Day: Ein riesiges Raumschiff und ein riesiger Erfolg
    25 Jahre Independence Day
    Ein riesiges Raumschiff und ein riesiger Erfolg

    "Willkommen auf der Erde!" Roland Emmerichs Independence Day ist ein Klassiker des Action-Kinos und enthält einen der besten Momente der Kinogeschichte.
    Von Peter Osteried

  2. Gaming: Galaktisch viel Star Wars im Anflug
    Gaming
    Galaktisch viel Star Wars im Anflug

    Quantic Dream (Detroit) arbeitet wohl an Star Wars. Es befinden sich noch mehr Sternenkrieger-Games in der Mache - eines kommt diese Woche.

  3. Apple: iPhone 13 bereits mit Wartezeit
    Apple
    iPhone 13 bereits mit Wartezeit

    Das neue iPhone 13 kann bestellt werden - die Lieferzeiten liegen aber teilweise bereits bei Ende Oktober. Besser ist die Situation in den Apple Stores.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Neuer MM-Prospekt (u. a. Asus Gaming-Notebook 17" RTX 3050 1.099€) • Samsung 970 Evo Plus 1TB 99€ • Saturn Hits 2021 (u. a. Philips 55" OLED 120Hz 1.849€) • Corsair RGB 16GB Kit 3600MHz 87,90€ • Dualsense Midnight Black + Deathloop 99,99€ • Alternate (u. a. Enermax CPU-Kühler 36,99€) [Werbung]
    •  /