Linux: Libata-Entwickler Andre Hedrick ist tot

Andre Hedrick sorgte dafür, dass nicht nur die IDE-Treiber unter Linux möglichst offen sind, sondern auch die Kontrolle über Festplatten beim Benutzer bleibt. Er wurde 46 Jahre alt.

Artikel veröffentlicht am ,
Andre Hedrick ist tot.
Andre Hedrick ist tot. (Bild: Hedrick)

Der Kernel-Entwickler Andre Hedrick ist tot. Als Kernel-Entwickler für Libata war Hedrick für die Entwicklung der Schnittstelle zwischen Benutzer und seiner Festplatte und somit seinen Daten verantwortlich. So zumindest sah Hedrick seine Verantwortung, die seine Arbeit grundlegend beeinflusste. Er nahm sich am vergangenen Freitag, dem 13. Juli 2012 das Leben.

Inhalt:
  1. Linux: Libata-Entwickler Andre Hedrick ist tot
  2. Libata, der bessere Festplattentreiber

Als Mitglied des T13-Kommitees definiert er die Standards für die ATA-Schittstelle mit. Damit sollte er maßgeblich an einer weitreichenden, aber auch weitgehend unbekannten Entscheidung beteiligt sein, die für offene Daten sorgen sollte. Denn nach dem Willen der Festplattenhersteller Toshiba, Matsushita, IBM sowie Intel sollten ab dem Jahr 2000 alle IDE-Festplatte mit CPRM ausgestattet werden.

DRM für Festplatten

CPRM oder Content Protection for Recordable Media sollte als eine Art Digital Rights Management während des Kopierens, des Verschiebens und des Löschens Medieninhalte mit Wasserzeichen versehen oder gar ganz verschlüsseln können. CPRM verwaltet dabei lediglich einen Schlüssel, den Rest übernimmt Software beziehungsweise ein Treiber, die naturgemäß verschlossen sein müssen.

Zwar war sie vor allem für den Einsatz auf Settopboxen gedacht, CPRM sollte aber dennoch auf allen ATA-Festplatten eingebaut werden.

Einsatz für Benutzerrechte

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Hedrick lehnte das vehement ab. Der Benutzer habe damit keine Kontrolle mehr über seine Festplatte, denn Hersteller könnten CPRM beispielsweise einfach durch eingeschmuggelte Treiber ohne Zutun des Benutzers aktivieren, auch wenn sie nicht eingesetzt werden müsse. Für Open-Source-Entwickler und das damals noch junge Linux würden reine CPRM-Festplatten eine ziemliche Hürde darstellen, denn ohne Schlüssel wäre der Zugriff darauf äußerst schwierig - aber nicht unmöglich, wie das DeCSS-Projekt zeigte, das die Verschlüsselungstechnik von DVDs knackte.

Andererseits dachte Hedrick, dass CPRM nicht komplett aus der Welt geschaffen werden könne. Also suchte er einen Kompromiss: Er plädierte dafür, dass CPRM per PIN ein- und ausgeschaltet werden kann.

Abgelehnt

Letztlich lehnte das T13-Kommitee den Vorschlag ab, CPRM zwangsweise auf allen Festplatten zu installieren. Es kommt heute vor allem auf SD-Karten zum Einsatz.

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Libata, der bessere Festplattentreiber 
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Anonymer Nutzer 30. Jul 2012

wir haben was?? Der dem Fall welchen ich beschrieben habe und bei der Person ist es...

spiderbit 29. Jul 2012

Nein die Gründe sind nicht nur das Gehirn, das meine ich gerade es wird die Gesellschaft...

HackNic 29. Jul 2012

@jude Dem schließe ich mich an. Ich hoffe nur die Angehörigen werden nicht durch den...

ap (Golem.de) 28. Jul 2012

Bevor die Scherze über einen Toten noch unschöner werden, wurde der Thread geschlossen.



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