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Linux-Kernel: Wireguard-Entwickler will Zinc-Krypto endlich einpflegen

Für das neue Wireguard-VPN im Linux-Kernel entsteht auch die neue Kryptobibliothek Zinc, die anfangs für viel Kritik sorgte. Der Wireguard-Erfinder will Zinc endlich in den Linux-Kernel bringen, doch die Diskussionen darüber gehen weiter.

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Das Maskottchen von Wireguard ist ein Drache.
Das Maskottchen von Wireguard ist ein Drache. (Bild: John Carkeet/CC-BY 2.0)

Erst vor wenigen Wochen hat der Entwickler Jason Donenfeld die neue VPN-Technik Wireguard erstmals zur Aufnahme in Linux vorgeschlagen. Das Projekt hat prominente Unterstützer wie Linux-Erfinder Linus Torvalds oder den langjährigen Maintainer der stabilen Linux-Zweige, Greg Kroah-Hartman, doch vor allem die grundlegenden Änderungen an der Krypto-Schicht im Kernel sorgen für Diskussionen. Donenfeld schreibt in der E-Mail zu Version 6, dass die vorgenommenen Arbeiten nun ausreichen sollten, um den Code einzupflegen.

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Anstoß für die Kritik und auch die bisherige Zurückweisung der Patches von Donenfeld durch andere Linux-Kernel-Entwickler ist zunächst vor allem die grundlegende Bibliothek Zinc, die moderne kryptografische Funktionen liefern soll. Zinc bricht jedoch mit dem bisherigen Konzept des Krypto-API im Kernel und führt stattdessen neue Schnittstellen ein. Dieses Nebeneinander möchten jedoch mehrere Entwickler verhindern oder wenigstens soweit es geht minimieren.

Darüber hinaus gibt es insbesondere Kritik von Ard Biesheuvel, der für das Linaro-Konsortium verschiedene Linux-Optimierungen für die ARM-Architektur umsetzt, unter anderem die Beschleunigung verschiedener kryptografischer Algorithmen für die vergleichsweise langsamen 32-Bit-ARM-CPUs. Die Diskussion verläuft dabei teils auch unsachlich und persönlich. So warf Donenfeld Biesheuvel etwa Feindseligkeit vor, wofür sich Donenfeld jedoch inzwischen wieder entschuldigte.

Donenfeld bereitet inzwischen eine erneute Iteration des Codes vor. Bevor der Code jedoch eingepflegt werden kann, muss dieser wohl noch offiziell von Herbert Xu unterstützt werden (Acked-by). Xu ist Co-Betreuer des Kryptosubsystems im Kernel, möchte Zinc ausführlich prüfen und hält sich bisher in der Diskussion um den Code sehr zurück. Erst wenn Zinc in den Kernel eingepflegt ist, kann vermutlich auch die Diskussion um den eigentlichen Code des Wireguard-VPN folgen. Weitere Details zu der Diskussion hat das Magazin LWN.net zusammengefasst.



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SJ 27. Sep 2018

Bin mir ziemlich sicher, dass Wireguard von Hardware Crypto Chips Gebrauch macht. Keine...


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