Linux-Kernel: QR-Codes für Fehlernachrichten
Geschehen schwerwiegende Fehler im Linux-Kernel, sogenannte Oopses oder auch Panics, werden die Meldungen der Fehler bisher auf dem Bildschirm ausgegeben. Dabei werden meist sehr viele Zeilen und für Nutzer oft schwer verständliche Nachrichten angezeigt. Die Integration von QR-Codes(öffnet im neuen Fenster) soll dieses Prozedere deutlich vereinfachen.
Statt des Textes soll dem Nutzer bei einem Fehler der QR-Code angezeigt werden. Dieser kann dann einfach mit dem Smartphone oder auch einer Digitalkamera abfotografiert werden, um den Fehler weiterzuverarbeiten, zum Beispiel, um einen Fehler direkt an Kernel-Hacker zu senden.
Noch ist nicht abschließend geklärt, was die QR-Codes tatsächlich darstellen sollen. So ist es etwa denkbar, den Text der Fehlermeldungen direkt in einen QR-Code umzuwandeln. Um sehr lange Nachrichten zu codieren, könnten diese vorher noch komprimiert werden. Darüber hinaus wäre es aber auch möglich, dass die Codes schlicht auf die Webseite Oops.kernel.org verweisen, die Informationen zu den Fehlern beinhaltet, auch wenn diese Möglichkeit wahrscheinlich nicht umgesetzt werden wird.
Zu viel Text, zu wenig Bildschirm
Um lange Fehlernachrichten deutlicher auf dem Bildschirm darzustellen, gibt es neben den QR-Codes aber auch andere Ansätze innerhalb des Entwicklerteams. So implementierte David Herrmann(öffnet im neuen Fenster) die Darstellung der Nachrichten in mehreren Spalten, was auf modernen Displayformaten einen erheblichen Vorteil bedeutet.
Wann und ob die Idee der QR-Codes endgültig im Linux-Kernel eingepflegt wird, ist noch unklar. Ein Beispiel stellt der zuständige Entwickler aber bereits auf einer Webseite bereit. Dort finden sich der Oops-Text, die dazugehörige URL und der QR-Code selbst als PNG-Bild.
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