Abo
  • Services:
Anzeige
Ein Patch im Linux-Kernel sorgt für eine bessere Leistungsaufnahme auf aktueller Intel-Hardware.
Ein Patch im Linux-Kernel sorgt für eine bessere Leistungsaufnahme auf aktueller Intel-Hardware. (Bild: Jerzy Strzelecki/CC-BY 3.0)

Linux-Kernel: P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

Ein Patch im Linux-Kernel sorgt für eine bessere Leistungsaufnahme auf aktueller Intel-Hardware.
Ein Patch im Linux-Kernel sorgt für eine bessere Leistungsaufnahme auf aktueller Intel-Hardware. (Bild: Jerzy Strzelecki/CC-BY 3.0)

Statt des betagten Cpufreq-Treibers und des Ondemand-Governors sollen im Linux-Kernel P-States für eine reduzierte Leistungsaufnahme der Sandy-Bridge- und Ivy-Bridge-CPUs von Intel sorgen.

Kernel-Entwickler Arjan van de Ven hat im Linux-Kernel 3.9 einen Patch eingereicht, der die Leistungsaufnahme auf Intels Sandy-Bridge- und Ivy-Bridge-Plattform mit Hilfe von P-States verringern und gleichzeitig die Leistung verbessern soll. Der bislang verwendete Ondemand Frequency Governor funktioniere nicht mehr effizient genug. In Linux 3.10 soll er nochmals verbessert werden.

Anzeige

Kernel-Entwickler und Ext4-Betreuer Theodore Ts'o hatte van de Ven auf ein Problem mit dem Ondemand-CPU-Regler hingewiesen. Er bestimmt die Taktfrequenz der CPUs. Auf älteren CPUs ist das von Vorteil, da die Prozessoren auch im tiefsten Schlafmodus noch Leistung aufnehmen müssen. Moderne Intel-CPUs reduzieren im tiefsten Schalfmodus die Taktfrequenz jedoch auf null. Ivy-Bridge-CPUs können sogar die Spannung ausschalten.

Überflüssige Context-Switches

Van de Ven bestätigt das Problem in einem Thread auf Google+. Hinzu kommen noch Probleme mit dem Cpufreq-Treiber, der in einem Thread laufen muss. Daher müssen gegenwärtig CPUs zunächst aufgeweckt werden, um zu überprüfen, ob sie wieder schlafen gelegt werden sollen. Das verlangt zunächst zwei überflüssige Context-Switches. Sollte der Scheduler aber feststellen, dass eine CPU wegen der neuen Context-Switches überlastet ist, kann er die Prozesse auf eine zweite CPU verlagern, die dafür wiederum aus dem Schalfmodus geweckt werden muss und dann zunächst mit einer niedrigeren Taktfrequenz läuft.

Daher sorgt der betagte Algorithmus des Ondemand-CPU-Governors im Zusammenspiel mit dem Cpufreq-Treiber auf Intels aktuellen Plattformen nicht nur für eine erhöhte Leistungsaufnahme, sondern auch für reduzierte Effizienz.

Direkter Zugriff auf CPU-Register

Stattdessen soll der von van de Ven im Linux-Kernel 3.9 eingebrachte P-States-Code die Register der CPU nutzen, um die Taktfrequenz zu regulieren. Der entsprechende Konfigurationsparameter CONFIG_X86_INTEL_PSTATE ist dort bereits vorhanden. Damit könne der Kernel ohne Umwege über das ACPI auf die Register der Intel-CPUs zugreifen, denn das ACPI habe zu viele Einschränkungen, schreibt van de Ven.

Als kontrovers bezeichnet van de Ven seine Pläne, den Sparalgorithmus im CPU-Treiber zu integrieren. Da der Algorithmus aber plattformspezifisch ist, sei das die beste Lösung. Für den kommenden Kernel 3.10 hat van de Ven nochmals den Code verbessert. Möglicherweise werde er ihn auch für Ivy-Bridge-CPUs aktivieren. Gegenwärtig funktioniert er nur auf der Sandy-Bridge-Plattform.


eye home zur Startseite
GodsBoss 19. Mai 2013

Meinst du mich mit armen Kerl? Von mir aus kompiliere ich auch einen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. GIGATRONIK München GmbH, München
  2. über Ratbacher GmbH, Berlin
  3. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau
  4. über Ratbacher GmbH, Raum Münster


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 69,99€ (Release 31.03.)
  2. 69,99€
  3. 8,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Amazon Fire TV

    Die Rückkehr der Prime-Banderole

  2. Fire TV Stick 2 mit Alexa im Hands on

    Amazons attraktiver Einstieg in die Streaming-Welt

  3. Snap Spectacles

    Snap verkauft Sonnenbrille mit Kamera für 130 US-Dollar

  4. Status-Updates

    Whatsapp greift mit vergänglichem Status Snapchat an

  5. Megaupload

    Dotcom droht bei Auslieferung volle Anklage in den USA

  6. PC-Markt

    Unternehmen geben deutschen PC-Käufen einen Schub

  7. Ungepatchte Sicherheitslücke

    Google legt sich erneut mit Microsoft an

  8. Torus

    CoreOS gibt weitere Eigenentwicklung auf

  9. Hololens

    Verbesserte AR-Brille soll nicht vor 2019 kommen

  10. Halo Wars 2 im Test

    Echtzeit-Strategie für Supersoldaten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Kernfusion: Angewandte Science-Fiction
Kernfusion
Angewandte Science-Fiction
  1. Kernfusion Wendelstein 7-X funktioniert nach Plan

MX Board Silent im Praxistest: Der viel zu teure Feldversuch von Cherry
MX Board Silent im Praxistest
Der viel zu teure Feldversuch von Cherry
  1. Patentantrag Apple denkt über Tastatur mit Siri-, Emoji- und Teilen-Taste nach
  2. Kanex Faltbare Bluetooth-Tastatur für mehrere Geräte gleichzeitig
  3. Surface Ergonomic Keyboard Microsofts Neuauflage der Mantarochen-Tastatur

Der große Ultra-HD-Blu-ray-Test (Teil 2): 4K-Hardware ist nichts für Anfänger
Der große Ultra-HD-Blu-ray-Test (Teil 2)
4K-Hardware ist nichts für Anfänger
  1. Der große Ultra-HD-Blu-ray-Test (Teil 1) 4K-Filme verzeihen keine Fehler
  2. Deutsche Verkaufszahlen Unberechtigter Jubel über die UHD-Blu-ray
  3. 4K Blu-ray Sonys erster UHD-Player kommt im Frühjahr 2017

  1. Re: Verzicht

    S-Talker | 08:47

  2. Autovergleich

    notthisname | 08:47

  3. Re: Tutanota.de ist der beste Dienst für Noobs

    keksjaeger | 08:45

  4. Re: Netflix ist die absolute Frechheit!

    nightmar17 | 08:45

  5. Rechenleistung bei Streams beim Stick der ersten...

    megaseppl | 08:44


  1. 08:05

  2. 08:00

  3. 07:27

  4. 07:12

  5. 18:33

  6. 17:38

  7. 16:38

  8. 16:27


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel