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Linux-Kernel: Neuer Scheduler auf BFS-Basis

Ein Linux-Entwickler arbeitet an einem Scheduler, der mehrere mögliche Konfigurationen der Runqueue erlaubt und die Funktionen von BFS und CFS vereinen könnte.
/ Sebastian Grüner
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Ein neuer Scheduler für den Linux-Kernel (Bild: Josh Landis/National Science Foundation, Public Domain)
Ein neuer Scheduler für den Linux-Kernel Bild: Josh Landis/National Science Foundation, Public Domain

Der Linux-Entwickler Matthias Kohler hat einen neuen CPU-Scheduler vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) , der auf dem Brain-Fuck-Scheduler (BFS)(öffnet im neuen Fenster) basiert. Der neue Scheduler soll es erlauben, zusätzlich zu der einheitlichen Warteschlange ( run-queue ) für alle CPU-Kerne wie bei BFS weitere Konfigurationen anzubieten, etwa eine Warteschlange pro CPU, oder auch eine Warteschlange für je zwei CPUs.

Das soll für eine bessere Feinabstimmung mit der Hardware sorgen. Zukünftig könnte der Scheduler, der noch keinen Namen hat, sogar die Funktionen von BFS und dem Completely Fair Scheduler(öffnet im neuen Fenster) (CFS) vereinen.

Derzeit sei der Code aber noch in einem "sehr schlechten Zustand" schreibt Kohler. So werde CPU-Hotplugging nicht unterstützt, die Statistiken funktionieren nicht und auch mit dem Lastausgleich gebe es noch Probleme. Darüber hinaus sei der Code derzeit nicht angemessen dokumentiert.

Der instabile Zustand des Codes hat ebenso zur Folge, dass es noch keine Benchmarks gibt, die den neuen Scheduler mit BFS oder CFS vergleichen. Auch habe Kohler seinen Code bisher nur mit einer Kernel-basierten virtuellen Maschine (KVM) und mit vier CPUs getestet.

Der Code von Kohler steht als Patch für Linux 3.6.2(öffnet im neuen Fenster) bereit.


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