Linux-Kernel: Merge-Fenster für 3.6 nach 12 Tagen geschlossen

Linus Torvalds hat bereits nach zwölf Tagen das Merge-Fenster für neue Funktionen im nächsten Linux-Kernel 3.6 geschlossen. Die Änderungen bleiben demnach überschaubar.

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In Linux 3.6 fallen die Änderungen eher übersichtlich aus.
In Linux 3.6 fallen die Änderungen eher übersichtlich aus. (Bild: Ben Tubby, CC-by-2.0)

Torvalds nennt es den "Sommer-Effekt": Die geplanten Änderungen im Linux-Kernel 3.6 sind eher bescheiden. Etwas kleiner soll die Anzahl der Code-Zeilen sein, die ihm im sogenannten Merge-Fenster zugekommen sind. In der Zeit nach der Veröffentlichung des aktuellen Linux 3.5 reichten Entwickler ihre Änderungsvorschläge ein. Mit dem jetzt veröffentlichten ersten Release Candidate schließt sich das Merge-Fenster und die Testphase für Linux 3.6 beginnt.

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Eine wesentliche Änderung betrifft die Virtualisierung. Linux 3.6 wird VFIO unterstützen. Die Schnittstelle ist seit Jahren in Entwicklung und soll den Datendurchsatz zwischen virtuellen Maschinen und der Hardware des Hosts deutlich erhöhen. Gastsysteme können über VFIO direkt auf Systemkomponenten zugreifen. Abgesichert werden die Zugriffe über das Input/Output Memory Management Unit (IOMMU).

Intel-Treiber-Optimierungen

Darüber hinaus handelt es sich bei den Einreichungen in erster Linie um Updates. Nennenswert sind die Aktualisierungen für den Treiber für Intels Ivy Bridge SoC. Dort wurden das Turbostat-Werkzeug und der Treiber selbst so erweitert, dass sie den Idle-Modus des Prozessors in Ivy Bridge unterstützen. Außerdem wurde das Wärmemanagement des Treibers verbessert und soll auch auf Systemen funktionieren, die kein ACPI nutzen. Außerdem wurden weitere Codeteile hinzugefügt, die Intels neue CPU-Generation Haswell unterstützen.

Der Radeon-Treiber unterstützt standardmäßig PCI-Express der zweiten Generation. Damit dürfte die Nutzung einiger neuer Grafikkarten von AMD nochmals einen Leistungsschub erhalten.

Zwei große Pull-Requests stehen aus

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Noch stünden zwei große Pull-Requests aus, schreibt Torvalds. Der eine betrifft den Vhost-Strorage-Treiber für KVM und einen Patch, der die Header-Dateien im Code des Linux-Kernels verkleinern sollen. Sie seien rechtzeitig eingereicht worden, er habe jedoch noch keine Zeit gehabt, sie zu prüfen. Von den Änderungen der Header-Dateien sei er aber nicht besonders überzeugt.

Mit einer durchschnittlichen Entwicklungszeit von sechs bis acht Wochen dürfte die finale Version von Linux 3.6 Mitte bis Ende September 2012 erscheinen. Das Ubuntu-Kernel-Team will die Möglichkeit prüfen, Linux 3.6 in Ubuntu 12.10 alias Quantum Quetzal noch zu integrieren. Quantal Quetzal soll am 18. Oktober 2012 erscheinen. Auch Fedora 18, das in der ersten Novemberwoche 2012 erscheinen soll, wird aller Voraussicht nach mit Linux 3.6 ausgestattet sein.

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