Abo
  • Services:

Linux-Kernel: Mainline-Support für Android offenbar keine hohe Priorität

Der von Android als Basis genutzte Linux-Kernel weicht immer noch deutlich vom sogenannten Mainline-Kernel ab. Hinzu kommen zahlreiche Anpassungen der Hersteller. Eingepflegt werden die Änderungen derzeit aber nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Zusammenarbeit zwischen Android-Kernel-Entwicklern und dem Rest der Community ist teilweise schwierig.
Die Zusammenarbeit zwischen Android-Kernel-Entwicklern und dem Rest der Community ist teilweise schwierig. (Bild: Shriram Rajagopalan, flickr.com/CC-BY 2.0)

Die auf Android-Geräten eingesetzten Linux-Kernel nutzen mitunter Änderungen im Umfang von mehr als zwei Millionen Zeilen Code im Vergleich zum sogenannten Mainline-Kernel, der von Linux-Erfinder Linus Torvalds zusammen mit der Upstream-Community gepflegt wird. Dazu tragen aber nicht nur die Hersteller, sondern auch Google mit seinem sogenannten Common-Kernel für Android selbst bei. Und für Letzteren gibt es offenbar auch eine Sammlung von Änderungen, die derzeit von niemandem aktiv in den Upstream-Zweig eingepflegt werden, wie aus einem Vortrag von Android-Entwickler Amit Pundir hervorgeht, der für das Linaro-Konsortium arbeitet.

Stellenmarkt
  1. BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin
  2. Bosch Gruppe, Leonberg

Besonders große Anstrengungen, daran etwas zu ändern, gebe es offenbar aber auch nicht. Auf der diesjährigen Embedded Linux Conference sagt Pundir außerdem: "Im Durchschnitt werden rund 38.000 Codezeilen auf jeden neue Android-Common-Kernel portiert."

Common-Kernel sammelt nur grundlegende Funktionen

Das heißt, dieser Code wird nicht nur speziell für Android gepflegt, sondern muss auch immer wieder für neue Versionen des Linux-Kernels angepasst werden, auf die der Common-Kernel wechseln soll. Befände sich der Code bereits im Upstream-Zweig, wären nachträgliche Änderungen nicht mehr nötig, und er könnte auch leicht vom Rest der Community genutzt werden.

Der Common-Kernel für Android fasst einige sehr wichtige Änderungen für das Ökosystem zusammen, aber eben auch einige, die sich nicht oder noch nicht im Upstream-Kernel befinden. Bekannte Techniken aus dem Common-Kernel, die bereits in den Upstream-Zweig eingepflegt worden sind, sind etwa die Interprozesskommunikation Binder oder das Atomic Framework für die Displaydarstellung.

Entwickler Pundir zeigt in seinem Vortrag für den aktuellen Langzeit-Kernel Linux 4.14, auf dem auch der aktuelle Common-Kernel basiert, welche Bestandteile derzeit noch spezifisch für Android sind. Dazu gehören etwa das Sdcardfs, ein Dateisystemwrapper für SD-Karten, besondere Netzwerkeinstellungen, USB-Treiber und -Funktionen oder auch ein Scheduler, der besonders energiesparend sein soll.

Die Hersteller und auch Google sind sich durchaus bewusst, dass die Pflege eigener Kernel-Funktionen außerhalb des Mainline-Kernels Probleme mit sich bringt. Die offensichtliche Lösung dafür, das Upstreaming, ist aber offenbar nur schwer umzusetzen und genießt wohl auch nicht besonders hohe Priorität. Damit zumindest die Geräte der Hersteller mehr oder weniger einheitliche Kernel verwenden, bietet Google außerdem Common-Kernel für einzelne SoCs wie etwa für Qualcomms Snapdragon 845, dessen Upstream-Unterstützung aber sowohl Google als auch Qualcomm künftig verbessern wollen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. Jetzt für 150 EUR kaufen und 75 EUR sparen

ikhaya 16. Mär 2018

Korrekt, ist Zulu für "Home" .


Folgen Sie uns
       


Fazit zu Shadow of the Tomb Raider

Wir tauchen mit Lara in der Apokalypse ab und verfassen unser Fazit.

Fazit zu Shadow of the Tomb Raider Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /