• IT-Karriere:
  • Services:

Linux-Kernel: Lizenzprobleme beim ARM-Code

Wegen Lizenzproblemen erwägen die Kernel-Entwickler, den Floating-Point-Code für ARM-CPUs aus dem Linux-Kernel zu entfernen. Das würde die Leistungsfähigkeit des Linux-Kernels deutlich senken. Linus Torvalds ist dagegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der FPU-Code im Linux-Kernel für ARM-CPUs verstößt möglicherweise gegen die GPLv2.
Der FPU-Code im Linux-Kernel für ARM-CPUs verstößt möglicherweise gegen die GPLv2. (Bild: FSF)

Der Code, der auf einigen ARM-CPUs Gleitkommaeinheiten emuliert, verstößt laut GPL-Violations-Projekt gegen die GPLv2. Deshalb sollte er aus dem Linux-Kernel entfernt werden. Das würde aber zu Leistungseinbußen auf entsprechenden Systemen führen. Linus Torvalds ist deshalb gegen die Codeentfernung. Für ihn stellt die Lizenz keinen Verstoß gegen die GPL dar.

Stellenmarkt
  1. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm
  2. FLYERALARM Digital GmbH, Würzburg

Der Code wurde bereits 2002 von John R. Hauser verfasst. Der hatte den Code für ein Forschungsprojekt realisiert und unter eine eigene Lizenz gestellt. Darin ist eine Klausel enthalten, die den Autor von der Verantwortung für eventuelle Fehler entbindet. Die Klausel hatte das GPL-Violations-Projekt des Open Source Automation Development Lab (OSADL) beanstandet. Sie sei mit Abschnitt 6 der GPLv2 nicht kompatibel. Laut der Free Software Foundation (FSF) handele es sich dabei um eine zusätzliche Einschränkung. Außerdem sei Hausers Lizenz einer BSD-Lizenz zu ähnlich.

Lizenz und Code sollen bleiben

Der Maintainer des Codes Russel King fragte bei Hauser nach, ob er bereit sei, die Lizenz zu ändern. Da Hauser sich weigerte, sollte der Code entfernt werden. Dafür hat Russel bereits einen Patch eingereicht. Torvalds widersetzte sich aber. Er halte die Lizenz für in Ordnung, egal, was die FSF dazu sage.

Derweil diskutieren Entwickler bereits Alternativen. Eine Möglichkeit wäre, den Code des älteren Projekts FASTFPE als Ersatz für den beanstandeten NWFPE-Code zu verwenden. Er müsste aber umfangreich angepasst werden. Alternativ könnte der NWFPE-Code komplett neu geschrieben werden, ohne den ursprünglichen Code als Referenz zu verwenden. Beide Alternativen würden aber mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Stronghold Crusader 2 für 2,99€, WoW Gamecard Prepaid 30 Tage für 12,49€, FIFA 20 PC...
  2. 299,00€ (Bestpreis!)
  3. (aktuell u. a. Chieftec CI-01B-OP Gehäuse für 37,90€, Emtec SpeedIN Pro 128 GB microSDXC für17...

katzenpisse 11. Apr 2013

Ist denn ab ARMv6 immer eine Fließkommaeinheit vorhanden? Dachte die wäre optional.

katzenpisse 11. Apr 2013

Sollte FASTFPE nicht eh ein wenig schneller sein (auf Kosten der Genauigkeit)? So habe...

katzenpisse 11. Apr 2013

So etwas hatte ich da auch noch in Erinnerung. Weißt du zufällig, welche Library dafür...

kendon 11. Apr 2013

ist wahrscheinlich sone kinderkakke wo sich einer über die formulierung des anderen...


Folgen Sie uns
       


DJI Robomaster S1 - Test

Was fährt da auf dem Flur entlang? Der Robomaster S1 ist ein flinker Roboter, mit dem wir Rennen fahren oder gegen andere Robomaster im Duell antreten können. Das macht einen Riesenspaß und ist auch ein guter Einstieg ins Programmieren.

DJI Robomaster S1 - Test Video aufrufen
Akkutechnik: In Zukunft kommen Akkus mit weniger seltenen Rohstoffen aus
Akkutechnik
In Zukunft kommen Akkus mit weniger seltenen Rohstoffen aus

In unserer Artikelserie zu Akku-FAQs geht es diesmal um bessere Akkus, um mehr Akkus und um Akkus ohne seltene Rohstoffe. Den Wunderakku, der alles kann, den gibt es leider nicht. Mit Energiespeichern ohne Akku beschäftigen wir uns später in Teil 2 dieses Artikels.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos BASF baut Kathodenfabrik in Brandenburg
  2. Joint Venture Panasonic und Toyota bauen prismatische Zellen für E-Autos
  3. Elektromobilität EU-Kommission genehmigt europäisches Batterieprojekt

Login-Dienste: Wer von der Klarnamenpflicht profitieren könnte
Login-Dienste
Wer von der Klarnamenpflicht profitieren könnte

Immer wieder bringen Politiker einen Klarnamenzwang oder eine Identifizierungspflicht für Nutzer im Internet ins Spiel. Doch welche Anbieter könnten von dieser Pflicht am ehesten einen Vorteil erzielen?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Europäische Netzpolitik Die Rückkehr des Axel Voss
  2. Mitgliederentscheid Netzpolitikerin Esken wird SPD-Chefin
  3. Nach schwerer Krankheit FDP-Netzpolitiker Jimmy Schulz gestorben

Grünheide: Umweltbewegung agiert bei Tesla-Fabrik unglücklich
Grünheide
Umweltbewegung agiert bei Tesla-Fabrik unglücklich

Es gibt gute Gründe, die Elektromobilität nicht nur unkritisch zu bejubeln. Einige Umweltverbände und Klimaaktivisten machen im Fall der Tesla-Fabrik in Grünheide dabei aber keine besonders gute Figur.
Ein IMHO von Hanno Böck

  1. Gigafactory Berlin Der "Tesla-Wald" ist fast gefällt
  2. Grünheide Tesla darf Wald weiter roden
  3. Gigafactory Grüne kritisieren Grüne Liga wegen Baumfällstopp für Tesla

    •  /