• IT-Karriere:
  • Services:

Linux: Kernel-Hacker Alan Cox nimmt eine Auszeit

Der Kernel-Hacker Alan Cox zieht sich aus familiären Gründen zurück. Er gibt seinen Job bei Intel und damit auch die Kernel-Entwicklung auf. "Ich komme vielleicht wieder", schreibt er.

Artikel veröffentlicht am ,
Alan Cox 2007 auf der FOSS
Alan Cox 2007 auf der FOSS (Bild: Tarique Sani/CC BY-SA 2.5)

Alan Cox nimmt sich eine Auszeit. Der 44-jährige Programmierer verlässt seinen Arbeitgeber Intel, für den er seit 2008 am Linux-Kernel tätig ist. Cox ist seit über zehn Jahren an der Linux-Entwicklung beteiligt und galt lange Zeit als die Nummer zwei in der Entwicklerhierarchie nach Linus Torvalds. Seinen Abschied nehme er aus familiären Gründen, schreibt er. Es ist nicht seine erste Auszeit.

Stellenmarkt
  1. Advantest Europe GmbH, Böblingen
  2. Curalie GmbH, Berlin

Noch vor wenigen Tagen hatte sich Cox über Fedora 18 ausgelassen. Es sei die "schlimmste Version, die ich je gesehen habe." Deshalb wolle er auf einem seiner Rechner zu Ubuntu wechseln und Fedora stattdessen in einer virtuellen Maschine installieren.

Sein Unmut über die aktuelle Fedora-Version hatte Spekulationen ausgelöst, dass er aus Frust über Linux seinen Job aufgebe.

Nicht erbost wegen Intel oder Torvalds

In einem Posting auf Google+ beteuert der Waliser Cox, dass er tatsächlich aus familiären Gründen eine Pause mache. Er habe weder etwas gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Intel noch gegen Torvalds, obwohl dieser manchmal ein "Arschloch" sei. Das mache ihn aber zu einem guten Kernel-Diktator. "Die Leute, die es wissen müssen, wissen, warum ich gehe."

Seine gegenwärtige Arbeit am Linux-Kernel betrifft nur die Pflege der seriellen Treiber.

Zweite Auszeit

Bereits Ende 2003 nahm Cox bei seinem damaligen Arbeitgeber Red Hat eine mehr als einjährige Auszeit, um einen Master-Abschluss in Wirtschaftsverwaltung zu machen.

Vor seiner letzten Auszeit arbeitete er vor allem an der Entwicklung von Netzwerktreibern und an der SMP-Unterstützung im Linux-Kernel ab Version 2.0. Er war außerdem Maintainer des 2.2er Zweiges. Nach der Veröffentlichung von Linux 2.4 betreute er einen eigenen Kernel-Zweig, der auf Stabilität und Sicherheit setzte. Bis dahin galt er als der ranghöchste Entwickler nach Torvalds.

Mögliche Rückkehr

"Vielleicht komme ich bald wieder, wer weiß", schreibt Cox bei Google+. An den Kernel-Maintainer Greg Kroah-Hartman gerichtet, erklärt er abschließend: "Ich werde mein Zeug noch in Ordnung bringen, bevor ich gehe."

Unter dem Namen Etched Pixels betreibt Cox eine Firma, die Modelleisenbahnen herstellt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,50€
  2. 8,49€

thorsten... 26. Sep 2013

Der Grund, weshalb er sich zurück zieht ist, weil er sich mal seine Haare schneiden...


Folgen Sie uns
       


USA: Die falsche Toleranz im Silicon Valley muss endlich aufhören
USA
Die falsche Toleranz im Silicon Valley muss endlich aufhören

Github wirft einen Juden raus, der vor Nazis warnt, weil das den Betrieb stört. Das ist moralisch verkommen - wie üblich im Silicon Valley.
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Handyortung Sinnloser Traum vom elektronischen Zaun gegen Corona
  2. CD Projekt Red Crunch trifft auf Cyberpunk 2077
  3. Open Source Niemand hat die Absicht, Sicherheitslücken zu schließen

Boeing 737 Max: Neustart mit Hindernissen
Boeing 737 Max
Neustart mit Hindernissen

Die Boeing 737 ist nach dem Flugzeugabsturz in Indonesien wieder in den Schlagzeilen. Die Version Max darf seit Dezember wieder fliegen - doch Kritiker halten die Verbesserungen für unzureichend.
Ein Bericht von Friedrich List

  1. Flugzeug Boeing erhält den letzten Auftrag für den Bau der 747
  2. Boeing 737 Max Boeing-Strafverfahren gegen hohe Geldstrafe eingestellt
  3. Zunum Luftfahrt-Startup verklagt Boeing

Westküste 100: Wie die Energiewende an der Küste aussehen soll
Westküste 100
Wie die Energiewende an der Küste aussehen soll

An der Nordseeküste stehen die Windräder auch bei einer frischen Brise oft still. Besser ist, mit dem Strom Wasserstoff zu erzeugen. Das Reallabor Westküste 100 testet das.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. 450 MHz Energiewirtschaft gewinnt Streit um Funkfrequenzen
  2. Energiewende Statkraft baut Schwungradspeicher in Schottland

    •  /