Linux: Kernel-Entwickler verlegen Konferenz wegen Torvalds' Urlaub

Auf dem Maintainer-Summit diskutiert ein kleiner Teil der Linux-Entwickler Abläufe seiner Arbeit. Linux-Gründer Torvalds hat während des geplanten Termins jedoch Urlaub, also wird das Treffen kurzerhand von Vancouver nach Edinburgh verlegt.

Artikel veröffentlicht am ,
In der Linux-Community richtet sich sehr viel nach Linus Torvalds - vielleicht zu viel.
In der Linux-Community richtet sich sehr viel nach Linus Torvalds - vielleicht zu viel. (Bild: Don Faulkner, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Die Entscheidungen kleiner mehr oder weniger abgeschlossener Gruppen sind für Außenstehende oft nur schwer nachvollziehbar. Solch ein Fall zeigt sich nun auch bei den Teilnehmern des sogenannten Maintainer Summit, einer kleinen Konferenz von Linux-Kernel-Entwicklern, bei der nur auf Einladung hin teilgenommen werden darf. Offenbar hat Linux-Gründer Linus Torvalds am bisher geplanten Termin aber bereits einen Familienurlaub. Statt das Treffen ohne ihn durchzuführen, wie dieser selbst vorgeschlagen hat, wird der Maintainer-Summit nun verlegt - vom parallel stattfindenden Kernel-Summit in Vancouver zum Open Source Summit in Edinburgh.

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Das schreibt der unter anderem für die Organisation zuständige Theodore (Ted) Ts'o in einer E-Mail. Darin heißt es: "Während das Abhalten des Maintainer-Summit ohne Linus ein interessantes Experiment sein könnte, hat das Programmkomitee letzten Endes einen starken Konsens darüber, dass die Verlegung des Gipfels nach Edinburgh die bessere Option ist."

Der Kernel- und Grafiktreiber-Entwickler Daniel Vetter kommentiert dieses ungewöhnliche Vorgehen auf Twitter eher sarkastisch: "Linus bucht den falschen Flug und sie beschließen, die gesamte Konferenz zu verschieben. Das ist eine ... Sekte. Ernsthaft". Dieser doch sehr harsche Kommentar liegt wohl an der konkreten Ausrichtung und Ausgestaltung des Maintainer-Summits. Ziel der Konferenz ist es explizit, nicht-technische Probleme zu diskutieren, also jene, die die Entwicklung und Zusammenarbeit der Linux-Community selbst betreffen.

Teilnehmen daran darf jedoch nur ein kleiner Kreis eingeladener Entwickler, meist rund 30 Personen. Insbesondere dafür ist die Konferenz in der Vergangenheit immer wieder öffentlich und auch in Gesprächen von Kernel-Entwicklern mit Golem.de kritisiert worden. So handele es sich etwa um die immer gleichen Personen, die eingeladen würden, und Entwickler, die sich aktiv um Community-Arbeit oder auch die Probleme der Kernel-Maintainer kümmern, blieben außen vor, so die Kritik. Dabei handele es bei diesen Themen um jene, die auf dem Maintainer-Summit eigentlich besprochen werden sollten.

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otto06217 14. Sep 2018

gregkh könnte ich mir als »Thronfolger« sehr gut vorstellen. Ich bin nicht in die Kernel...

Proctrap 08. Sep 2018

die dürfen mit ihrem Projekt machen was sie wollen & ich kann mir vorstellen dass bei...

tg-- 07. Sep 2018

Es gibt doch genug Beispiele warum für manche Veranstaltungen eine bestimmte Person...



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