Abo
  • Services:

Linux-Kernel: Effizienter rendern mit getrenntem DRM und KMS

Im nächsten Linux-Kernel werden die Grafikfunktionen Direct Rendering Manager (DRM) und Kernel Mode Settings (KMS) getrennt. Über mehrere Render-Nodes sollen Anwendungen - auch mehrere - GPUs effizienter nutzen können. Dabei mussten aber auch Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Linux-Kernel: Effizienter rendern mit getrenntem DRM und KMS
(Bild: Jens Bludau/CC-BY 3.0)

Aus Benutzersicht seien die Render-Nodes wie eine große FPU, zitiert Kernel-Entwickler David Herrmann den Entwickler Greg Kroah-Hartman. Herrmann ist für den Kernel-Patch verantwortlich, mit dem künftig Anwendungen über mehr als einen Knotenpunkt im Linux-Kernel auf Grafikeinheiten zugreifen können. Bislang haben Sicherheitsaspekte beim Zugriff auf den Speicher (Mmap) die Integration des Patches verhindert. Diese seien aber inzwischen ausgeräumt worden, so dass der Patch vor wenigen Tagen von Linus Torvalds akzeptiert wurde und somit in Linux 3.12 verwendet werden kann.

Stellenmarkt
  1. Techem Energy Services GmbH, Bielefeld, Eschborn
  2. PFALZKOM | MANET, Ludwigshafen

Die Bereitstellung mehrerer Render-Knoten bringt aber noch weitere Änderungen mit sich. Zum einen werden die KMS nicht mehr über diese Nodes verarbeitet, sondern sollen ebenfalls über eigene Knotenpunkte auf die Displaycontroller der Grafikkarten zugreifen können. Bisher darf lediglich eine Anwendung, etwa der Displayserver, KMS vornehmen, und das nur mit Root-Rechten. Nach dem Umbau sollen beispielsweise Xserver auch mit einfachen Benutzerrechten laufen können und trotzdem die Bildschirmauflösung auf dem Grafikchip ändern dürfen. Zudem sollen dann auch zwei Xserver parallel laufen können, die jeweils einen eigenen Monitor mit eigener Auflösung ansteuern können.

Kaum API-Änderungen

Auch die neuen Render-Knoten werden wie normale Dateisystem-Nodes mit entsprechend variablen Benutzerrechten angesprochen. Daher können selbst einzelne Anwendungen das Rendering verwalten und müssen nicht wie bisher zunächst den Umweg über den Xserver machen. Dabei fallen die Mode-Settings-Ioctls weg, die künftig über getrennte Nodes verwendet werden. Statt dem unsicheren Gem-Flink des Graphics Execution Manager darf künftig nur noch Dma-buf für Speicherzugriffe verwendet werden.

An dem API ändert sich für Entwickler kaum etwas. Modeset und Render erhalten lediglich Subsets, über die dann die einzelnen Nodes angesteuert werden können. Entwickler haben die Möglichkeit, selbst eine Render-Node zu spezifizieren oder können die Auswahl dem grafischen Server überlassen, egal ob es sich dabei um X11 oder Wayland handelt. Seitens des Kernels gibt es künftig mehrere DRM-Master-Objekte. Änderungen an Treibern werden jedoch nicht benötigt.

Die Aufteilung vom Rendering im DRM und KMS soll vor allem den Grafikeinheiten auf der ARM-Plattform zugutekommen. Denn auf den meisten aktuellen Grafikkarten von AMD, Intel oder Nvidia sind GPU und der Displaycontroller auf derselben Karte.



Anzeige
Top-Angebote
  1. mit Gutschein: SUPERDEALS (u. a. HP Windows Mixed Reality Headset VR1000-100nn für 295,20€ statt...
  2. mit den Gutscheinen: DELL10 (für XPS13/XPS15) und DELL100 (für G3/G5)
  3. mit Gutschein: ASUSZONE (u. a. VivoBook 15.6" FHD mit i3-5005U/8 GB/128 GB für 270,74€ statt...
  4. (u. a. Canon EOS 200D mit Objektiv 18-55 mm für 477€)

Thaodan 28. Okt 2013

Darum geht es nicht, es geht darum das es für den Menschen besser ist wenn etwas in...

YoungManKlaus 28. Okt 2013

a) DRM != Digital Rights Management, sondern Direct Rendering Manager b) dem User ist das...

Lala Satalin... 27. Okt 2013

GENAU das meine ich! Mit messages meinte ich das in etwa so: Wenn ein Bereich des...

red creep 27. Okt 2013

An den Madrider Flughafen und das MAD Hostel, indem ich eine Woche genächtigt habe.


Folgen Sie uns
       


Leistungsschutzrecht und Uploadfilter - Golem.de Live

Nach der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten sprach sich am Mittwoch in Brüssel auch der Rechtsausschuss des Europaparlaments für ein Recht aus, das die digitale Nutzung von Pressepublikation durch Informationsdienste zustimmungspflichtig macht. Ein Uploadfilter, der das Hochladen urheberrechtlich geschützter Inhalte verhindern soll, wurde ebenfalls auf den Weg gebracht. Doch was bedeutet diese Entscheidung am Ende für den Nutzer? Und wer verfolgt eigentlich welche Interessen in der Debatte?

Leistungsschutzrecht und Uploadfilter - Golem.de Live Video aufrufen
Elektromobilität: Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen
Elektromobilität
Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen

Die Anschaffung eines Elektroautos scheitert häufig an der fehlenden Lademöglichkeit am heimischen Parkplatz. Doch die Bundesregierung will vorerst keinen eigenen Gesetzesentwurf für einen Anspruch von Wohnungseigentümern und Mietern vorlegen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. ID Buzz und Crozz Volkswagen will Elektroautos in den USA bauen
  2. PFO Pininfarina plant Elektrosupersportwagen mit 400 km/h
  3. Einride Holzlaster T-Log fährt im Wald elektrisch und autonom

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Künstliche Intelligenz Vages wagen
  2. KI Mit Machine Learning neue chemische Reaktionen herausfinden
  3. Elon Musk und Deepmind-Gründer Keine Maschine soll über menschliches Leben entscheiden

    •  /