Linux: Kernel-Community erringt Kompromiss zu Kompilierfehlern

Eigentlich wollte Linux-Kernel-Chef Torvalds, dass alle Warnungen des Compilers als Fehler behandelt werden. Die Community konnte intervenieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Linux-Kernel behandelt alle Compiler-Warnungen künftig wie Fehler, aber nur in Test-Builds.
Der Linux-Kernel behandelt alle Compiler-Warnungen künftig wie Fehler, aber nur in Test-Builds. (Bild: Nick/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Zu Beginn der Woche pflegte der Chefentwickler des Linux-Kernels, Linus Torvalds, eine für viele Community-Mitglieder überraschende Änderung in den Hauptzweig ein: Eine neue Konfigurationsoption sorgte dafür, dass sämtliche Warnungen des Compilers als Fehler behandelt wurden (-Werror). So gab es jedoch schnell Probleme und zahlreiche kaputte Builds, so dass sich die Community nach tagelanger Diskussion nun auf einen Kompromiss einigen konnte.

Stellenmarkt
  1. Architekt (m/w/d) für den Bereich Identity und Access-Management (IAM)
    Allianz Deutschland AG, München Unterföhring
  2. Service Level Manager (m/w/d)
    Deutsche Bundesbank, Düsseldorf, Frankfurt am Main
Detailsuche

Zu der ursprünglichen Änderung schrieb Torvalds noch: "Wir sollten wirklich immer einen sauberen Build haben". Die Umsetzung über eine Konfigurationsoption sowie die Möglichkeit, neue oder überspezifische Warnungen doch noch ignorieren zu können, sah Torvalds dabei zunächst noch als ausreichend an, um mit eventuellen Problemen umzugehen, die sich aus der Änderung ergeben.

Die Probleme waren aber wohl doch größer als erwartet. So schrieb etwa der Kernel-Entwickler Guenter Roeck sarkastisch: "Ich denke, die gute Nachricht ist, dass einige Builds immer noch durchlaufen". Für 64 von 153, also für mehr als ein Drittel der getesteten Builds, galt das jedoch nicht. Auch viele weitere Entwickler beschrieben zahlreiche Probleme mit ihren Builds, insbesondere in CI-Systemen, wie etwa Google-Entwickler Nick Desaulniers berichtet.

Kompromiss der Community

Torvalds wollte sich zunächst aber nicht von seiner Idee abbringen lassen, da über diesen Schritt seit Jahren diskutiert worden sei und die kaputten Builds eben auch gewollt seien. Immerhin sollte die Community die Warnungen ernst nehmen und entsprechend beheben.

Linux: Das umfassende Handbuch von Michael Kofler. Für alle aktuellen Distributionen (Desktop und Server) (Deutsch)
Golem Akademie
  1. Linux-Systemadministration Grundlagen
    25.-29 Oktober 2021, online
  2. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
  3. Python kompakt - Einführung für Softwareentwickler
    28.-29. Oktober 2021, online
Weitere IT-Trainings

Auch Google-Entwickler Marco Elver bezeichnet das mit der Änderung verbundene Verhalten als nicht angemessen, da dies unter Umständen viele Probleme verursache, die etwa andere Tests zur Laufzeit erschwerten. Ein im Zuge dessen von Elver formulierter Patch zur Anpassung des Verhaltens wurde dann aber auch letztlich von Torvalds in den Hauptzweig aufgenommen. Damit wird die Option -Werror künftig nur noch standardmäßig im Zusammenhang mit der Compile-Test-Option des Kernels genutzt und nicht mehr für alle Builds.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Amtlicher Energiekostenvergleich  
Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom

Vom 1. Oktober an müssen große Tankstellen einen Energiekostenvergleich aushängen. Dabei schneiden Elektroautos derzeit am besten ab.

Amtlicher Energiekostenvergleich: Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom
Artikel
  1. Konkurrenz zu Fire-TV-Sticks: Roku bringt Streaming-Gerät für 30 Euro
    Konkurrenz zu Fire-TV-Sticks
    Roku bringt Streaming-Gerät für 30 Euro

    Die Fire-TV-Sticks von Amazon bekommen Konkurrenz. Roku kommt nach langer Wartezeit mit seinen Streaming-Geräten nach Deutschland.

  2. Roku Streambar: Soundbar mit Streamingfunktionen kostet 150 Euro
    Roku Streambar
    Soundbar mit Streamingfunktionen kostet 150 Euro

    Roku kommt nach Deutschland und bringt parallel zu externen Streaminggeräten auch eine Soundbar, um den Klang des Fernsehers aufzuwerten.

  3. Diablo 2 Resurrected im Test: Der dunkle Fürst der Zeitfresser ist auferstanden
    Diablo 2 Resurrected im Test
    Der dunkle Fürst der Zeitfresser ist auferstanden

    Gelungene Umsetzung für Konsolen, überarbeitete Grafik und Detailverbesserungen: Bei Diablo 2 Resurrected herrscht Lange-Nacht-Gefahr.
    Von Peter Steinlechner

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Alternate (u. a. DeepCool Matrexx 55 V3 ADD-RGB WH 49,98€) • Thunder X3 TC5 145,89€ • Toshiba Canvio Desktop 6 TB ab 99€ • Samsung 970 EVO Plus 2 TB 208,48€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • WISO Steuer-Start 2021 10,39€ • Samsung Odyssey G7 499€ [Werbung]
    •  /