Und nicht mehr dabei ist ...

Dass Dinge im Kernel kommen und gehen, ist keine Neuigkeit. Im Hardware-Monitoring-Bereich ist seit Kernel 5.13 der amd_energy-Treiber nicht mehr dabei. Dieser wurde nach einer Security-bedingten Änderung unbrauchbar, eine vorgeschlagene Lösung hatte AMD abgelehnt, schreibt Guenter Roeck. Künftig müsse man einfach dafür sorgen, dass keine Treiber mehr im Hwmon-Subsystem landen, die nur einen privilegierten Zugriff erlauben.

Ein paar hardwarebezogene Änderungen

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Auch für die Power-PC-Fraktion bringt Linux immer wieder Neues: So aktiviert Linux 5.13 Kfence und implementiert eBPF für 32-Bit-Systeme. Außerdem unterstützt der Kernel auf dieser Plattform neuerdings Time Namespaces (CONFIG_TIME_NS).

Ebenfalls in den Hardware-Bereich fallen einige von Greg Kroah-Hartmans Ankündigungen. Für Thunderbolt gab es Updates und einige Neuerungen, zugleich entfernte der Maintainer die Wimax-Treiber aus dem Kernel sowie die Gasket-Treiber auf Betreiben von Google hin. Kleiner Fun Fact: Nach knapp 15 Jahren wanderte der Comedi-Treiber von Staging nach drivers/comedi. Laut Greg Kroah-Hartman war es einer der ersten Treiber für den damals noch jungen Staging-Bereich - und er hätte schon längst dort weg sein sollen. "Schön, dass das endlich passiert", schrieb Kroah-Hartman.

Außer AMD PSP gibt es bei den Hypervisoren noch mehr

Neben dem bereits erwähnten AMD PSP passierte im Hypervisor-Bereich für den aktuellen Turnus noch mehr.

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KVM bringt zum Beispiel auf der ARM-Plattform eine Stage-2-Isolation für den Host-Kernel mit, wenn er im geschützten Modus läuft. KVM-Gäste dürfen seit Kernel 5.13 die Arm Scalable Vector Extension (SVE) verwenden, wenn sie im nVHE-Modus laufen. Dieser Modus erlaubt es, den Hypervisor auf einer CPU zu installieren, bevor der Host selbst darauf läuft. Die Xen-Entwickler haben hingegen mehrere Fehler repariert und kaputten Hotplug-Code entfernt. Am Hyper-V-Code gab es eine VMBus-Verbesserung und Patches, damit Linux als ARM64-Gast laufen kann.

Für das Auge nur ein bisschen was

Die Grafikentwickler werden offenbar auch nicht müde, selbst wenn die ganz großen Innovationen in dieser Runde ausblieben: Intels i915-Treiber bringt ersten Code für die Alderlake-Platform und die Allzweck-GPU Intel XE mit. Ganz ähnlich klingt die Sache für den AMDGPU-Treiber: Der unterstützt jetzt AMDs neue Aldebaran GPUs und außerdem Freesync HDMI.

... und der ganze Rest

Daneben gab es auch wieder viele feine, aber über die Systeme verteilte, Nachbesserungen. Zu viele, um sie alle aufzuzählen. So bietet zum Beispiel Fanotify nicht-privilegierten Anwendern einen beschränkten Funktionsumfang an. Neben dem Aggregator Module für Microsofts Surface-Geräte gibt es neuerdings Support für die anfangs erwähnte Magic Mouse 2 von Apple und das Thinkpad X1 Tablet Keyboard. Das Tool perf stat führt eine -iostat-Option ein, die jetzt auf Intel-Hardware funktioniert.

Wer die Änderungen ausprobieren möchte, kann sich den neuen Kernel direkt von Kernel.org oder Github herunterladen und ihn übersetzen.

Und wie immer: Mit dem Release von Kernel 5.13 beginnt dann auch direkt die Arbeit an der kommenden Version. Viel Glück den Kernel-Entwicklern bei 5.14!

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