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Der Linux-Kernel 3.5 ist veröffentlicht worden.
Der Linux-Kernel 3.5 ist veröffentlicht worden. (Bild: Josh Landis/National Science Foundation, Public Domain)

Linux: Kernel 3.5 ist fertig

Der Linux-Kernel 3.5 ist veröffentlicht worden.
Der Linux-Kernel 3.5 ist veröffentlicht worden. (Bild: Josh Landis/National Science Foundation, Public Domain)

Linus Torvalds hat den Linux-Kernel 3.5 freigegeben. Ein neuer Scheduler soll den Netzwerkverkehr weiter optimieren. Hinzugekommen sind auch neue Grafiktreiber.

Linus Torvalds hat Linux 3.5 freigegeben. Er hebt vor allem den Paket-Scheduler namens Controlled Delay alias Codel hervor, der Netzwerkpakete mit einem neuen Algorithmus von Kathleen Nichols und Van Jacobson verwalten soll. Darauf basiert auch der alternative Scheduler "Fair Queue Codel AQM".

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Damit soll der Linux-Kernel ein weiteres Werkzeug gegen den sogenannten Bufferbloat erhalten. Bufferbloat wird durch zu großen Datenpuffer für Netzwerkpakete verursacht und führt zu hohen Latenzzeiten und im schlimmsten Fall zu Verbindungsabbrüchen und verlorenen Paketen. Das Problem wurde bereits in früheren Kernel-Versionen von Entwickler David Getty erkannt. Seit Linux 3.3 wurden zahlreiche Lösungen implementiert, die Bufferbloat bekämpfen sollen.

Die Google-Mitarbeiterin Nandita Dukkipati hat die TCP-Stack-Erweiterung Early Retransmit eingereicht, die einen erneuten Verbindungsaufbau nach zu vielen Paketverlusten beschleunigt. Sie erweitert seine Proportional Rate Reduction, mit der die Sendegeschwindigkeit besser an die Kapazitäten der Gegenstelle und dazwischenliegende Router angepasst werden kann. Proportional Rate Reduction wurde bereits in Linux 3.2 integriert. Außerdem kann der Kernel TCP-Verbindungen reparieren, die nach einem Umzug von Linux-Containern auf einen anderen Host entstehen können. Ein entsprechender Artikel auf LWN.net beschreibt die als TCP Connection Repair bezeichnete Funktion.

NFC-Geräte können künftig über das Host Controller Interface (HCI) angesprochen werden. Das soll die Entwicklung von Treibern erleichtern. Das neue Backend übersetzt die NFC-Kern-API in HCI-kompatible Kommandos und Ereignisse.

Eine Liste neuer Funktionen und unterstützter Netzwerkgeräte findet sich auf kernelnewbies.org.

Grafiktreiber

Linux 3.5 enthält zahlreiche neue Treiber für Grafikchipsätze, darunter für die aus der 2000er Serie von Aspeed Technologies und der G200-Serie von Matrox, die beide hauptsächlich in Servern zum Einsatz kommen. Der in Qemu verwendete Cirrus-Chipsatz unterstützt künftig ebenfalls die Kernel Mode Settings (KMS), die für eine automatisch erkannte Auflösung an der Konsole sorgen.

Zwar werden Intels Haswell-Grafikchipsätze erst ab 2013 auf den Markt kommen, in Kernel 3.5 werden die Treiber jedoch bereits aktiviert. Sie müssen aber noch optimiert werden. Außerdem gibt es erste Treiber für Intels Valleyview-Chipsätze, die in kommenden Atom-SoCs die bislang verwendeten PowerVR-Chips ersetzen sollen. Der Treiber für Intels GMA500, genannt Poulsbo, unterstützt die Auflösung 1080p.

Der Radeon-Treiber hat eine bessere Unterstützung für HDMI-Audio sowie weitere Verbesserungen bei der Speicherverwaltung. Gleichzeitig hat AMD die Unterstützung für Radeon-Chipsätze 2000, 3000 und 4000 aus seinem offiziellen Catalyst-Treiber mit der aktuellen Version 12.4 entfernt. Sie werden künftig nur noch als Legacy-Treiber unterstützt. Linux-Anwender, die Grafikkarten mit solchen Chipsätzen verwenden, müssen künftig auf die Open-Source-Treiber des Linux-Kernels zugreifen oder auf aktuellere Updates verzichten.

Der Nouveau-Treiber kann auf die Hardwarebeschleunigung der aktuellen Kepler-Chips der Reihe Geforce GTX 6xx von Nvidia zugreifen, die in Notebooks und Desktop-Grafikkarten zum Einsatz kommen. Allerdings benötigt der Nouveau-Treiber noch den Binär-Blob, der aus dem Treiber von Nvidia extrahiert werden muss.

Im Linux Kernel 3.4 wurde bereits eine erste Version des Frameworks Prime/DMA-Buf implementiert. Mit Prime soll der Datentausch zwischen verschiedenen Grafikkernen effizienter werden, etwa bei Hybrid-Grafiklösungen wie Optimus von Nvidia. Im aktuellen Kernel wurde die Unterstützung für Prime auf die Treiber Nouveau, Radeon, i915, Udl, Exynos und Omap ausgeweitet. Der Xserver 1.13 soll Prime erstmals unterstützen und im September 2012 erscheinen. Der VGA-Switcheroo-Treiber zum Umschalten zwischen zwei Grafikkernen schaltet künftig auch die Audio-Ausgabe über HDMI um.

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tilmank 06. Aug 2012

Ich kann mich irren, aber sind damit vllt. die Chips von vor der Einführung des Schemas...

spiderbit 24. Jul 2012

1. ja hab ich doch gesagt, die Macher müssten zustimmen sag ich doch Linus ist auch ein...

jucs 22. Jul 2012

Es sind (mindestens als default) CRC32-Summen und keine SHA-Hashes; außerdem gibt es für...



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