Abo
  • Services:

Linux: Kernel 3.3 bekämpft aufgeblähte Puffer

Linus Torvalds hat Linux 3.3 freigegeben, dessen Optimierungen des Zwischenspeichers diesmal in Bereich Netzwerk zu finden sind. Darunter sind die Byte Queue Limits, die die Netzwerklatenzen verringern sollen. Erste Teile von Android sind in den Staging-Bereich zurückgekehrt.

Artikel veröffentlicht am ,
Einige Teile des Android-Codes sind im Staging-Bereich des Kernels gelandet.
Einige Teile des Android-Codes sind im Staging-Bereich des Kernels gelandet. (Bild: Constantine Evans/CC BY-SA 3.0)

Der Schwerpunkt der Entwicklung im Linux-Kernel 3.3 ist die Bekämpfung des sogenannten Bufferbloat, der übermäßigen Nutzung des Puffers im Netzwerkstack. Mit den Byte Queue Limits (BQL) und dem TCP Buffer Size Controller lässt sich die Nutzung des Zwischenspeichers besser kontrollieren und sorgt so für geringere Latenzzeiten im Netzwerkstack. Außerdem gibt es erste zaghafte Versuche, den Code des Android-Kernels wieder mit seinem Ursprung zu vereinen.

Schwerpunkt Netzwerk

Inhalt:
  1. Linux: Kernel 3.3 bekämpft aufgeblähte Puffer
  2. Dateisysteme

Viel Arbeit haben die Entwickler in Linux 3.3 in den Netzwerkstack investiert, vor allem, um die übermäßige Nutzung des Puffers zu reduzieren, das zu hohen Latenzzeiten führen kann. Google-Entwickler haben die Dynamic Queue Limits beigesteuert, aus denen die Byte Queue Limits entstanden. Statt wie bisher die Anzahl der Pakete im Zwischenspeicher als Grundlage für die Berechnung durch die Dynamic-Queue-Limits-Bibliothek zu nutzen, wird die Paketgröße verwendet. Wird eine bestimmte Byte-Zahl erreicht, schickt der Kernel keine Pakete mehr an den Netzwerkkartentreiber. Die Paketgröße bietet eine genauere Berechnungsgrundlage für die benötigte Zeit, bis der Zwischenspeicher wieder leer ist. Damit können Pakete mit hoher Priorität bevorzugt behandelt und die Latenzzeiten verringert werden. Die Treiberstacks Bnx2 und Bnx2x für Netzwerkkarten von Broadcom, Forcedeth für Nvidias Chipsätze oder E1000e für Intel-Chipsätze können bereits mit BQL gesteuert werden.

Im Kampf gegen den Bufferbloat soll auch der TCP Buffer Size Controller helfen, über den die Speicherverwaltung des Kernels den von TCP-Paketen belegten Speicher begrenzen kann. Das soll Engpässe auf Systemen mit knappem Arbeitsspeicher vermeiden. Mit der Network Priority Cgroup Infrastructure können die Ressourcen der Netzwerkinfrastruktur besser verwaltet werden. Dazu werden Prozesse in Control Groups (Cgroups) zusammengefasst, die auf die Netzwerkinfrastruktur zugreifen können. Dadurch lassen sich Ressourcen besser verwalten.

Linux 3.3 erhält auch einen sogenannten Team-Netzwerktreiber, der mit wenig Overhead den Zusammenschluss mehrerer Netzwerkgeräte ermöglicht. Dazu gibt es bereits die entsprechende Userspace-Bibliothek Libteam. Der Netzwerktreiber ist als Alternative zum bestehenden Bonding-Treiber gedacht und lässt sich besser skalieren. Beispielsweise kann eine Netzwerkkarte als Backup definiert werden, die die Kommunikation dann übernimmt, wenn die übergeordnete Netzwerkkarte nicht funktioniert.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Berlin
  2. Garz & Fricke GmbH, Hamburg

Mit einem virtuellen Switch (Open vSwitch) lassen sich Netzwerke zwischen virtuellen Maschinen besser verwalten. Im Unterschied zu der bestehenden Linux bridge lassen sich ständig wechselnde Netzwerkkonfigurationen in virtuellen Umgebungen, etwa bei einem Umzug auf andere Hardware, einfacher erneut zuordnen.

Dateisysteme 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-50%) 29,99€
  2. (mindestens 16,15€ bezahlen und Vegas Pro 14 EDIT und Magix Video Sound Cleaning Lab erhalten)
  3. 17,49€

1e3ste4 20. Mär 2012

Also Kernelspace gibts eigentlich in dem Sinne nicht. Wenn in x86 der Wechsel in den...

M.P. 19. Mär 2012

Puffer sind dazu da, die Applikation davor zu schützen, daß sie auf das Verschicken von...

AnetteAlliteration 19. Mär 2012

(k/t)


Folgen Sie uns
       


HTC Vive Pro - Test

Das HTC Vive Pro ist ein beeindruckendes Headset und ein sehr gutes Gesamtkonzept. Allerdings zweifeln wir am Erfolg des Produktes in unserem Test - und zwar wegen des sehr hohen Kaufpreises und fehlenden Zubehörs.

HTC Vive Pro - Test Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

Adblock Plus: Bundesgerichtshof erlaubt Einsatz von Werbeblockern
Adblock Plus
Bundesgerichtshof erlaubt Einsatz von Werbeblockern

Der Bundesgerichtshof hat im Streit um die Nutzung von Werbeblockern entschieden: Eyeo verstößt mit Adblock Plus gegen keine Gesetze. Axel Springer hat nach dem Urteil angekündigt, Verfassungsbeschwerde einreichen zu wollen.

  1. Urheberrecht Easylist muss Anti-Adblocker-Domain entfernen

    •  /