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Änderungen in Linux 3.13 sind recht umfangreich.
Änderungen in Linux 3.13 sind recht umfangreich. (Bild: Jerzy Strzelecki/CC-BY 3.0)

Linux: Kernel 3.13 startet in die Testphase

Änderungen in Linux 3.13 sind recht umfangreich.
Änderungen in Linux 3.13 sind recht umfangreich. (Bild: Jerzy Strzelecki/CC-BY 3.0)

Schnellere Datenträgerzugriffe, ein neuer Paketfilter und Unterstützung für ARMs Big.Little-Architektur - Linux 3.13 verspricht zahlreiche Neuerungen. Dessen Testphase beginnt jetzt.

Linus Torvalds hat das Merge-Fenster für Linux 3.13 geschlossen. Die Änderungen sind weitaus zahlreicher als in den letzten Versionen. Mit dem neuen Netzwerkfilter Nftables soll eine leistungsfähigere Alternative für Iptables entstehen. Ein neuer Multiqueue Block Layer soll die Schreibgeschwindigkeiten auf SSDs deutlich beschleunigen. Allerdings kann der Anwender erst in den folgenden Linux-Versionen davon profitieren.

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Der bisherige Block Layer, die Schnittstelle zwischen Datenträgertreiber und dem Linux-Kernel, wurde in Linux 2.6.10 umgesetzt und ist damit etwas weniger als neun Jahre alt. Damals wurden mit Lese- und Schreibzugriffe (IOPs) von Hunderten von Sekunden gerechnet, heutzutage sind es bereits mehrere Tausend und bald Millionen. Deshalb war eine Neuimplementierung dringend nötig, an der bereits seit einiger Zeit gearbeitet wird.

Treiber noch nicht angepasst

Mit mehreren Warteschleifen (Queues) soll der Zugriff auf Datenträger beschleunigt werden, was besonders bei SSDs für einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs sorgen soll. Damit Multiqueue Block Layer sinnvoll genutzt werden kann, müssen allerdings auch die Treiber angepasst werden. Das soll laut Kernel-Entwickler Johnathan Corbet zwar recht einfach sein, es wird aber wohl bis Ende 2014 dauern, bis alle Nutzer von der neuen Zwischenschicht Gebrauch machen können.

Nftables wird unter anderem als Framework für die Kernel-interne Firewall dienen und langfristig die verschiedenen Netfilter ersetzen, darunter Iptables. Bislang muss für jedes Protokoll, etwa IPv4, IPv6, ARP oder Ethernet-Bridging, eigener Code eingesetzt werden, was ausgiebige Redundanz nach sich zieht. Als Bytecode-Interpreter soll Nftables einheitliche Filterregeln abarbeiten können. Zudem sollen die Fehlerberichte von Nftables detaillierter werden. Insgesamt soll das ABI für Nftables einfacher werden als etwa von Iptables. Der neue Netfilter verarbeitet Daten in einer kernelinternen virtuellen Maschine und soll deshalb schneller sein als einige seiner Vorgänger.

Kleine und große ARMs

Für die Big.Little-Architektur bringt Linux 3.13 eine erste Unterstützung. Damit kann der Kernel auch die Prozessoren in ARMs neuer Multi-CPU-Architektur steuern. Der normale Linux-Scheduler wäre mit der Kombination aus einem energiesparenden Cortex-A7 und einem leistungsfähigen Cortex-A15 nicht zu gebrauchen, da die beiden CPUs keine gleichwertige Leistung bieten. Deshalb werden für den Linux-Kernel nur die leistungsstarken CPUs sichtbar gemacht. Sollte der Energiesparmodus benötigt werden, werden die kleineren Kerne aktiviert und dabei sämtliche Interrupts transferiert. Dann arbeiten die kleineren Kerne an der Stelle weiter, an der die Übergabe erfolgte und die leistungsstarken Kerne werden deaktiviert. Als Vorgabe für den Code dient der von ARM, der unter einer BSD-Lizenz freigegeben wurde. Für das Umschalten ist der Cpufreq-Treiber zuständig. Allerdings gilt der gegenwärtige Umschalter nur als Interimslösung. Später soll der Scheduler selbst diese Aufgabe übernehmen.

Diese und weitere Änderungen werden jetzt von den Kernel-Entwicklern ausgiebig getestet. Da die Testphase meist etwa sechs Wochen dauert, wird die endgültige Version von Linux 3.13 noch bis Ende des Jahres 2013 erwartet. Der Quellcode für Linux 3.13 steht auf kernel.org zum Download bereit.


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BRDiger 26. Nov 2013

Ich finde es immer super wie *jedes mal* ein Bild eines Pinguins hier im Zusammenhang mit...

BRDiger 26. Nov 2013

Mhm das stimmt.

jt (Golem.de) 26. Nov 2013

Und wurde deshalb korrigiert. Besten Dank für den Hinweis.



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