Systemänderungen, Kompression, Dateisysteme, Netzwerk

Mit dem neuen Flag O_TMPFILE können sichere temporäre Dateien erstellt werden, die vor dem Dateisystem versteckt sind. Sobald sie geschlossen werden, werden sie auch sofort wieder gelöscht.

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In Linux 3.10 wurden die Semaphores in der Interprozesskommunikation (IPC) des Linux-Kernels so angepasst, dass sie sich künftig besser skalieren lassen. In Linux 3.11 sind die Message Queues an der Reihe gewesen, die ebenfalls die Sperren des IPC nicht effizient nutzen. Mehrere Änderungen sollen diese Probleme beheben, darunter Cache-Line-Optimierungen.

Auch ARM-Hardware mit 64 Bit lässt sich künftig mit Xen und KVM virtualisieren. Außerdem sorgt ein Patch dafür, dass weitere Applikationen für Windows RT auch unter Wine laufen. Mit dem Patch lässt sich in ARM-CPUs der Thread Environment Block (TEB) mit Linux 3.11 nutzen.

Mehr Kompression

Mit Zswap kann der Kernel Teile des Arbeitsspeichers komprimieren, statt ihn in die Auslagerungsdatei zu schreiben, die üblicherweise auf Festplatten oder SSDs untergebracht ist. Da das Entpacken des komprimierten Codes meist schneller ist als das Auslesen aus der Swap-Datei, kann das noch als experimentell eingestufte Zswap die Leistung steigern und zusätzlich für Systeme mit wenig RAM einen Vorteil bringen. Das Komprimieren soll unter anderem die Lebensdauer von SSDs verlängern. Die Funktion lässt sich mit der Option zswap.enabled=1 aktivieren.

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Linux 3.11 wird das Kompressionsverfahren LZ4 unterstützen, das Daten weitaus schneller komprimiert und entpackt als die herkömmlichen Lösungen wie LZO oder LZMA. Mit LZ4 sollen zunächst die Kernel-Images für die ARM-Plattform komprimiert werden. Der Code wurde von LG Electronics beigesteuert.

Dateisysteme und Netzwerk

Das von Samsung beigetragene F2FS-Dateisystem für Flash-Speicher wurde weiter optimiert und erhält die sogenannten Xattr-Security-Labels, mit denen das Dateisystem mit verschiedenen Sicherheitsmodulen genutzt werden kann. Außerdem unterstützt das Dateisystem den Remount-Befehl.

Als immer noch experimentell gilt der neu integrierte Client für das Lustre-Dateisystem. Das verteilte und hoch skalierbare Dateisystem wird in erster Linie auf Supercomputern eingesetzt. Der Code gilt noch als unfertig, da er sich nicht auf allen Systemen kompilieren ließ.

Für die nächste Version 4.2 des Netzwerkdateisystems NFS wurden erste Anpassungen in den Linux-Kernel eingebracht. Außerdem unterstützt NFS SELinux jetzt vollständig. Dazu haben die Entwickler das Network File System mit Security Labels versehen.

Neben der Möglichkeit für normale Nutzer, künftig ein Ping über IPv6 abzusetzen, haben die Kernel-Entwickler dem Netzwerkstack auch das sogenannte Low-Latency Ethernet device Polling hinzugefügt. Damit kann der Kernel die Netzwerkkarte öfter nach neuen Paketen abfragen, was die Effizienz der Verarbeitung von Netzwerkpaketen erhöht, aber zulasten der Prozessorleistung geht.

Eine Übersicht über die Änderungen gibt die Webseite Kernelnewbies.org. Der Quellcode von Linux 3.11 steht unter Kernel.org zum Download bereit.

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 Linux: Kernel 3.11 stopft das Sommerloch
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