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Linux: KDE Plasma bekommt HDR-Unterstützung

Wohl auch dank der Zusammenarbeit mit Valve können Nutzer des KDE -Plasma-Desktops künftig HDR-Inhalte unter Linux darstellen.
/ Sebastian Grüner
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Die HDR-Fähigkeiten von Linux-Desktops sind bisher sehr beschränkt. Das könnte sich bald ändern. (Bild: Pixabay)
Die HDR-Fähigkeiten von Linux-Desktops sind bisher sehr beschränkt. Das könnte sich bald ändern. Bild: Pixabay

Die kommende Version 6.0 des KDE-Plasma-Desktops wird über eine einfache Möglichkeit verfügen, HDR in den Systemeinstellungen zu aktivieren. Das kündigt der für die Fensterverwaltung zuständige Xaver Hugl in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) an. Konkret aktiviert wird damit die Übertragung statischer HDR-Metadaten an das Display, mit PQ(öffnet im neuen Fenster) als Ersatz für die klassische Gamma-Kurve und den vom Display bevorzugten Helligkeitswerten. Als Farbraum wird Rec. 2020(öffnet im neuen Fenster) genutzt.

Ist die HDR-Option in Plasma aktiviert, sollen Nutzer auch die Helligkeit von SDR-Inhalten einstellen können sowie die Farbintensität für SDR. Letzteres sei als Idee aus dem Steam Deck von Valve übernommen, so Hugl. Letzteres soll die SDR-Farben in dem HDR-Kontext intensiver wirken lassen, insbesondere dann, wenn Displays die Farbübersetzung nicht gut umsetzen. Mithilfe weiterer, aber versteckter Optionen sollen Nutzer zusätzlich die Einstellungen weiter konfigurieren können.

Darüber hinaus hat Hugl in Kooperation mit einem Valve-Entwickler ein Protokoll erstellt, das es im Zusammenhang mit dem für Steam erstellten Gamescope-Compositor ermöglicht, HDR-Spiele in einer Wayland-Sitzung von KDE-Plasma zu spielen. Auch Filme lassen sich auf ähnliche Weise in HDR abspielen. Noch ist dafür jedoch viel manuelle Arbeit notwendig, was sich laut Hugl jedoch ändern soll.

Technisch fehlt der Implementierung derzeit außerdem noch die Möglichkeit für Screenshots und Screencasts in HDR, die Farbverwaltung sei derzeit noch limitiert und viele weitere kleinere und größere Bugs müssten noch behoben werden, schreibt der Entwickler. Die für die Umsetzung genutzten Wayland-Protokolle sind darüber hinaus auch noch nicht im Linux-Grafikstack standardisiert.


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