Linux Journal: Leser küren Raspberry Pi und kanzeln Gnome 3 ab

Die Leser der US-Zeitschrift Linux Journal haben das Raspberry Pi zum besten Open-Source-Produkt 2013 gekürt. Gnome 3 war demnach die schlechteste Open-Source-Idee des vergangenen Jahres.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Raspberry Pi ist laut Linux Journal eines der beliebtesten Open-Source-Projekte.
Das Raspberry Pi ist laut Linux Journal eines der beliebtesten Open-Source-Projekte. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Das Raspberry Pi ist das beste Open-Source-Produkt des Jahres. Das haben die Leser der US-Zeitschrift Linux Journal entschieden. Der kleine Rechner gewann auch in zwei weiteren Kategorien. Gnome 3 erteilten die Leser eine deutliche Absage. Der Desktop sei die schlechteste Idee 2013, dicht gefolgt von der Idee, eine neue Distribution zu erstellen statt eine neue Anwendung zu programmieren. Ubuntu ist hingegen knapp vor Debian die beliebteste Distribution, auch wenn Ubuntus Unity-Desktop ebenfalls kritisiert wurde.

Inhalt:
  1. Linux Journal: Leser küren Raspberry Pi und kanzeln Gnome 3 ab
  2. Ubuntu: schlechte Idee, aber eine gute Distro
  3. Erste Plätze für Python, Steam und Nvidia

Die Umfrage ist sicherlich nicht repräsentativ und nicht zu ernst zu nehmen. Zumindest wird in der Onlineversion der Umfrage keine genaue Anzahl der Befragten genannt. Die Ergebnisse spiegeln jedoch unserer Erfahrung nach die Meinung der Open-Source-Community recht gut wider. Die Leser des Linux Journals konnten in insgesamt 57 Kategorien - von Hardware bis Software - ihre Favoriten wählen.

Das Raspberry Pi wurde nicht nur zum besten Open-Source-Produkt gewählt, sondern auch zum besten neuen Projekt und besten Gadget. In der Kategorie "bestes Gadget" erhielt der kleine Rechner zwei Drittel der Stimmen. An zweiter Stelle liegt Googles Chromecast, gefolgt von Amazons E-Book-Reader Kindle DX und der Entwicklerplatine Beagle Board. In der Kategorie "bestes Produkt" stimmte etwa ein Drittel für das Raspberry Pi, gefolgt von Jollas Sailfish OS mit etwa 20 Prozent der Stimmen. Das mobile Betriebssystem Firefox OS und Canonicals Smartphone-Entwurf Ubuntu Edge kamen auf die Plätze drei und vier.

Gnome 3, Mir und Pistolen aus dem 3D-Drucker sind schlechte Ideen

Die Entscheidung in der Kategorie "schlechteste Open-Source-Idee" fiel knapp für Gnome 3 aus. Die neue Version des Desktops erhielt etwa 20 Prozent der Stimmen. Weitere 20 Prozent der Leser fanden die Idee schlecht, eine neue Linux-Distribution zu erstellen statt eine neue Anwendung zu programmieren. Es folgten Canonicals Mir-Projekt mit 17,8 Prozent und Canonicals Alleingänge in der Open-Source-Welt mit 15,9 Prozent.

Richard Stallman aufgepasst: 5,7 Prozent fanden, GNU im Namen vor Linux zu stellen, eine schlechte Idee. Stallman beharrt zu Recht darauf, dass Linux in seiner Gesamtheit eigentlich GNU/Linux heißt, denn große Teile des Betriebssystems stammen aus dem GNU-Projekt, darunter der Kompilierer GCC oder die Shell, ohne die der Linux-Kernel nicht nutzbar wäre. Als beliebtester Open-Source-Befürworter konnte sich Linus Torvalds behaupten. Stallman belegt Platz drei mit 13,6 Prozent. Offenbar viel für die Verbreitung von Open Source tut auch Github, denn das Projekt belegt Platz zwei mit 14,9 Prozent. Canonicals Mark Shuttleworth schaffte es immerhin mit 4,3 Prozent noch auf Platz sieben.

Weitere "schlechte Projekte" sind die im 3D-Drucker gefertigte Pistole "Liberator", der Libreoffice-Fork sowie "sämtliche Ideen" von Lennart Poettering. Libreoffice blieb aber mit über 70 Prozent der Stimmen beliebtestes Office-Programm.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Ubuntu: schlechte Idee, aber eine gute Distro 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Milber 11. Mär 2014

Hehe, da kann man ganz prima drölf neue Distris kompilieren.

BRDiger 12. Dez 2013

Wow....ich werde mal Owncloud ausprobieren - mit Vorsicht.

Galde 11. Dez 2013

Wenn man es nicht extra aktiviert macht Amarok dies auch nicht. Bei mir wurden...

TrudleR 09. Dez 2013

Ich glaube, das hört nie auf. Ich für meinen Teil bin froh, dass ich in der Hinsicht...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Augen
Besser sehen bei der Bildschirmarbeit

Arbeitsplatzbrille, Blaulichtfilter, Glaukom: Was ist bei langen Arbeitszeiten am Monitor zu beachten? Eine Augenärztin gibt Tipps.
Von Peter Steinlechner

Augen: Besser sehen bei der Bildschirmarbeit
Artikel
  1. Elektroauto: Tesla will den Cybertruck schwimmfähig machen
    Elektroauto
    Tesla will den Cybertruck schwimmfähig machen

    Teslas elektrischer Pick-up soll laut Elon Musk mindestens 100 Meter weit durchs Wasser schwimmen.

  2. Wechselakku: Nio schafft mehr als 1.000 km mit 150-kWh-Batterie
    Wechselakku
    Nio schafft mehr als 1.000 km mit 150-kWh-Batterie

    Auf langen Strecken sollen Nio-Fahrzeuge künftig einen 150-kWh-Akku nutzen können. Die Energiedichte der Welion-Zellen ist ungewöhnlich groß.

  3. Frigate: Intelligente Videoüberwachung ohne Cloudzwang
    Frigate
    Intelligente Videoüberwachung ohne Cloudzwang

    Mit der Open-Source-Software Frigate lässt sich eine moderne Videoüberwachung realisieren - ohne Hersteller-Cloud und unabhängig von der Hardware.
    Von Dominik Haas

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • MSI XMAS-Sale • Crucial P5 Plus SSD 500GB 39,99€ • Nur noch kurz: 3 für 2 Games-Aktion (PS5, PS4, Xbox, PC) • Apple Week • AVM Fritz Box 7510 74,99€ • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar, AC: Mirage & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ [Werbung]
    •  /