Abo
  • Services:

Linux-Jahresrückblick 2014: Umbauarbeiten, Gezanke und Container

Während es 2014 immer wieder kontroverse Diskussionen um Debian, Systemd und Limux gegeben hat, haben andere erfolgreich umgebaut und setzen nun auf neue Technik. Und ein kleines Unternehmen hat mit viel Unterstützung eine alte Idee salonfähig gemacht.

Artikel von veröffentlicht am
In diesem Jahr ist wieder viel und heftig im Linux-Umfeld diskutiert worden.
In diesem Jahr ist wieder viel und heftig im Linux-Umfeld diskutiert worden. (Bild: Christopher Michel - CC-BY-2.0)

Das vergangene Jahr hat für viele Projekte in und um Linux Probleme bereitgehalten, von denen viele, aber nicht alle inzwischen gelöst sind. Die Entscheidungen dazu sind etwa von Debian sehr öffentlichkeitswirksam diskutiert worden, während in München kaum Interna preisgegeben werden. Doch wie viele Teams beweisen, kann eine gewisse Stille auch sehr produktiv sein.

Inhalt:
  1. Linux-Jahresrückblick 2014: Umbauarbeiten, Gezanke und Container
  2. Init-Streit in Debian
  3. München diskutiert über Limux
  4. Docker reaktiviert Container

Die meisten der in diesem Jahr erreichten Erfolge, reichen aber weiter zurück. Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte 2014 Wayland, das sich nun schon seit sechs Jahren in Entwicklung befindet. So können verschiedene Compositors auf eine einheitliche Eingabebibliothek zugreifen, und mit Hilfe von XWayland können alte X-Anwendungen auch problemlos unter Wayland genutzt werden. Das könnte Nutzern eine Migration wesentlich erleichtern.

Diesen Schritt weg von X11 können Experimentierfreudige und Tester bereits probieren. So enthält die minimalistische Desktop-Umgebung Enlighthenment 19 einen neuen Wayland-Compositor, und auch die zwei in diesem Jahr veröffentlichten Versionen von Gnome haben die Wayland-Unterstützung deutlich ausgebaut.

KDE-Ports ohne viele Probleme

Zwar wird eine vollständige Wayland-Unterstützung durch das KDE-Projekt noch etwas dauern, doch die Hacker hatten in diesem Jahr zunächst dringlichere Aufgaben: die Portierungen auf Qt5 sowie die damit verbundenen neuen Techniken und die endgültige Auftrennung der bisherigen KDE Software Compilation.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Mit den Frameworks 5 haben die Entwickler die grundlegenden Bibliotheken aufgeteilt, so dass einige Bestandteile direkt von der Qt-Community als Addon genutzt werden können. Darauf aufbauend ist kurze Zeit später die Oberfläche Plasma 5 erschienen, die eher eine Weiterentwicklung denn revolutionär ist und ein neues Design hat. Inzwischen sind auch ein erste großes Update für Plasma 5 sowie die ersten KDE-Anwendungen mit Qt5 vor wenigen Wochen erschienen.

Distributionen bauen um

Zum Jahresanfang 2014 haben die Entwickler von Fedora begonnen, darüber zu diskutieren, wie die Erstellung der Linux-Distribution effektiver gestaltet werden kann. Die Kampagne Fedora.Next führte schließlich zu einer Aufteilung der Distribution in sogenannte Produkte, die lediglich die gleichen Kernbestandteile in der Standardinstallation aufweisen, sich aber ansonsten entsprechend der Zielgruppe klar voneinander unterscheiden.

Auch Opensuse kündigte im Frühjahr an, die Gestaltung der Distribution umzustrukturieren. Da waren zwar nicht alle Details geklärt, doch es sollte noch mehr auf den Open Build Service und OpenQA gesetzt werden. Das führte unter anderem dazu, dass das Rolling Release, Tumbleweed, auf eine komplett neue Art und Weise erstellt wird. Mit einer eingeplanten Verzögerung von vier Monaten ist im Herbst das stabile Opensuse 13.2 erschienen.

Init-Streit in Debian 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  3. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)

aFrI 05. Jan 2015

Hast du Crack geraucht?

gdh 03. Jan 2015

mit xen z.b. und sandboxing. qubes os hat "vor kurzem" damit angefangen. vieles läuft in...

DerUser9 03. Jan 2015

xD Diese Kommentare

SomeoneYouKnow 02. Jan 2015

Wo behauptet er, DU hättest das gesagt? Gesagt wurde es... nämlich vom OP - und den hat...


Folgen Sie uns
       


Royole Flexpai - Hands on (CES 2019)

Das Flexpai von Royole ist das erste kommerziell erhältliche Smartphone mit faltbarem Display. Ein erster Kurztest des Gerätes zeigt, dass es noch einige Probleme mit der Software hat.

Royole Flexpai - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Eden ISS: Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner
Eden ISS
Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner

Wer in der Antarktis überwintert, träumt irgendwann von frischem Grün. Bei der Station Neumayer III hat das DLR vor einem Jahr ein Gewächshaus in einem Container aufgestellt, in dem ein Forscher Salat und Gemüse angebaut hat. Das Projekt war ein Test für künftige Raumfahrtmissionen. Der verlief erfolgreich, aber nicht reibungslos.
Ein Interview von Werner Pluta

  1. Eden ISS DLR will Gewächshaus-Container am Südpol aus Bremen steuern
  2. Eu-Cropis DLR züchtet Tomaten im Weltall
  3. NGT Cargo Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

Vivy & Co.: Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit
Vivy & Co.
Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

35C3 Mit Sicherheitsversprechen geizen die Hersteller von Gesundheitsapps wahrlich nicht. Sie halten sie jedoch oft nicht.
Von Moritz Tremmel

  1. Krankenkassen Vivy-App gibt Daten preis
  2. Krankenversicherung Der Papierkrieg geht weiter
  3. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche

WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?
WLAN-Tracking und Datenschutz
Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

Unternehmen tracken das Verhalten von Nutzern nicht nur beim Surfen im Internet, sondern per WLAN auch im echten Leben: im Supermarkt, im Hotel - und selbst auf der Straße. Ob sie das dürfen, ist juristisch mehr als fraglich.
Eine Analyse von Harald Büring

  1. Gefahr für Werbenetzwerke Wie legal ist das Tracking von Online-Nutzern?
  2. Landtagswahlen in Bayern und Hessen Tracker im Wahl-O-Mat der bpb-Medienpartner
  3. Tracking Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

    •  /