Abo
  • Services:
Anzeige
In diesem Jahr ist wieder viel und heftig im Linux-Umfeld diskutiert worden.
In diesem Jahr ist wieder viel und heftig im Linux-Umfeld diskutiert worden. (Bild: Christopher Michel - CC-BY-2.0)

Init-Streit in Debian

Ein gepflegter Flamewar mit Stammtischkultur gehört zum Linux-Umfeld seit jeher dazu, was wohl auch an dem vergleichsweise offen zugänglichen Diskussionskanälen wie Mailing-Listen liegt. Eine der bestimmenden Diskussion war 2014 jene um die Verwendung von Systemd in Debian. Ihre Heftigkeit und Dauer war jedoch überraschend.

Zwar ist Systemd selbst seit seiner Einführung als Ersatz für die klassischen SysV-Init-Skripte nicht nur positiv aufgenommen worden und das Debian-Projekt ist für seine langwierigen Debatten geradezu berüchtigt. Doch Systemd ist in anderen Distributionen nahezu ohne Gegenwehr eingeführt worden. Es hätte also auch viel entspannter ablaufen können.

Anzeige

Es begann ruhig

Begonnen hatte die Diskussion bereits im Vorjahr und hätte eigentlich auch schon im Januar beendet werden können. Das technische Komitee (CTTE) Debians entschied sich jedoch nicht für ein Init-System als Standard, sondern vertagte die Entscheidung, um weiter Vor- und Nachteile diskutieren zu können.

Kurze Zeit später entschieden die Beteiligten mit einer knappen Mehrheit, die letztlich nur durch den Ausschuss-Vorsitzenden gesichert wurde, zugunsten von Systemd. Canonical-Gründer Mark Shuttleworth kündigte daraufhin an, dass auch Ubuntu künftig Systemd verwenden werde.

Persönliche Angriffe

Doch auch Monate später ebbte die Kritik an dieser Entscheidung und auch der technischen Umsetzung nicht ab. So sah sich der Systemd-Gründer Lennart Poettering im Oktober dazu gezwungen, öffentlich die extrem harschen Umgangsformen anzuprangern. Er habe Hassmails bekommen und es seien sogar Bitcoins gesammelt worden, um einen Auftragsmörder zu engagieren.

Diese Art andauernder persönlicher Angriffe führte bei dem Debian-Projekt schließlich zu personellen Konsequenzen: Die Entwickler gaben ihre Positionen auf. Die technische Entscheidung sollte durch eine Art Urabstimmung im Projekt rückgängig gemacht werden.

Das scheiterte zwar an der Mehrheit der Entwickler, die die Verwendung von Systemd nun akzeptieren und keine weitergehenden Aktionen für notwendig halten. Doch eine kleine Gruppe möchte einen Debian-Fork ganz ohne Systemd erstellen. Wer sich tatsächlich an diesem Projekt beteiligt, ist derzeit aber noch wenig bekannt.

 Linux-Jahresrückblick 2014: Umbauarbeiten, Gezanke und ContainerMünchen diskutiert über Limux 

eye home zur Startseite
aFrI 05. Jan 2015

Hast du Crack geraucht?

gdh 03. Jan 2015

mit xen z.b. und sandboxing. qubes os hat "vor kurzem" damit angefangen. vieles läuft in...

DerUser9 03. Jan 2015

xD Diese Kommentare

SomeoneYouKnow 02. Jan 2015

Wo behauptet er, DU hättest das gesagt? Gesagt wurde es... nämlich vom OP - und den hat...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. join.media GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr
  2. Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau
  3. über Provadis Professionals GmbH, Raum Frankfurt
  4. Daimler AG, Germersheim


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 23,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 65,00€
  3. (u. a. Legend of Tarzan, Mad Max: Fury Road, Der Hobbit, Gravity)

Folgen Sie uns
       


  1. Piet Smiet

    "Alle Twitch-Kanäle sind kostenpflichtiger Rundfunk"

  2. Apache-Lizenz 2.0

    OpenSSL plant Lizenzwechsel an der Community vorbei

  3. 3DMark

    Overhead-Test ersetzt Mantle durch Vulkan

  4. Tastatur-App

    Nutzer ärgern sich über Verschlimmbesserungen bei Swiftkey

  5. Kurznachrichten

    Twitter erwägt Abomodell mit Zusatzfunktionen

  6. FTTH

    M-net-Glasfaserkunden nutzen 120 GByte pro Monat

  7. Smartphone

    Google behebt Bluetooth-Problem beim Pixel

  8. 1.500 ppi

    Samsung soll Headset mit dreifacher Rift-Pixeldichte planen

  9. Hollywood

    Filmstudios wollen Filme kurz nach Kinostart streamen

  10. Chrome

    Google plant drastische Maßnahmen gegen Symantec



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mobile-Games-Auslese: Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler
Mobile-Games-Auslese
Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler

Hannover: Die Sommer-Cebit wird teuer
Hannover
Die Sommer-Cebit wird teuer
  1. Ab 2018 Cebit findet künftig im Sommer statt
  2. Modell 32UD99 LGs erster HDR-Monitor mit USB-C kommt nach Deutschland
  3. Cloud-Computing Open Source Forum der Cebit widmet sich Openstack

Live-Linux: Knoppix 8.0 bringt moderne Technik für neue Hardware
Live-Linux
Knoppix 8.0 bringt moderne Technik für neue Hardware

  1. Re: Apple: keine eigene Ideen

    Nikolai | 16:54

  2. Zu keinem beliebigen Zeitpunkt....

    SvD | 16:54

  3. Re: Nutzen von EV-Zertifikaten

    Andarell | 16:53

  4. Re: Die Stunde für Lexus

    manomann | 16:53

  5. Re: Also ich zahle ja...

    ManusManumLavat | 16:52


  1. 16:53

  2. 16:38

  3. 16:24

  4. 16:09

  5. 15:54

  6. 14:56

  7. 14:24

  8. 14:09


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel