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Init-Streit in Debian

Ein gepflegter Flamewar mit Stammtischkultur gehört zum Linux-Umfeld seit jeher dazu, was wohl auch an dem vergleichsweise offen zugänglichen Diskussionskanälen wie Mailing-Listen liegt. Eine der bestimmenden Diskussion war 2014 jene um die Verwendung von Systemd in Debian. Ihre Heftigkeit und Dauer war jedoch überraschend.

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Zwar ist Systemd selbst seit seiner Einführung als Ersatz für die klassischen SysV-Init-Skripte nicht nur positiv aufgenommen worden und das Debian-Projekt ist für seine langwierigen Debatten geradezu berüchtigt. Doch Systemd ist in anderen Distributionen nahezu ohne Gegenwehr eingeführt worden. Es hätte also auch viel entspannter ablaufen können.

Es begann ruhig

Begonnen hatte die Diskussion bereits im Vorjahr und hätte eigentlich auch schon im Januar beendet werden können. Das technische Komitee (CTTE) Debians entschied sich jedoch nicht für ein Init-System als Standard, sondern vertagte die Entscheidung, um weiter Vor- und Nachteile diskutieren zu können.

Kurze Zeit später entschieden die Beteiligten mit einer knappen Mehrheit, die letztlich nur durch den Ausschuss-Vorsitzenden gesichert wurde, zugunsten von Systemd. Canonical-Gründer Mark Shuttleworth kündigte daraufhin an, dass auch Ubuntu künftig Systemd verwenden werde.

Persönliche Angriffe

Doch auch Monate später ebbte die Kritik an dieser Entscheidung und auch der technischen Umsetzung nicht ab. So sah sich der Systemd-Gründer Lennart Poettering im Oktober dazu gezwungen, öffentlich die extrem harschen Umgangsformen anzuprangern. Er habe Hassmails bekommen und es seien sogar Bitcoins gesammelt worden, um einen Auftragsmörder zu engagieren.

Diese Art andauernder persönlicher Angriffe führte bei dem Debian-Projekt schließlich zu personellen Konsequenzen: Die Entwickler gaben ihre Positionen auf. Die technische Entscheidung sollte durch eine Art Urabstimmung im Projekt rückgängig gemacht werden.

Das scheiterte zwar an der Mehrheit der Entwickler, die die Verwendung von Systemd nun akzeptieren und keine weitergehenden Aktionen für notwendig halten. Doch eine kleine Gruppe möchte einen Debian-Fork ganz ohne Systemd erstellen. Wer sich tatsächlich an diesem Projekt beteiligt, ist derzeit aber noch wenig bekannt.

 Linux-Jahresrückblick 2014: Umbauarbeiten, Gezanke und ContainerMünchen diskutiert über Limux 
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aFrI 05. Jan 2015

Hast du Crack geraucht?

gdh 03. Jan 2015

mit xen z.b. und sandboxing. qubes os hat "vor kurzem" damit angefangen. vieles läuft in...

DerUser9 03. Jan 2015

xD Diese Kommentare

SomeoneYouKnow 02. Jan 2015

Wo behauptet er, DU hättest das gesagt? Gesagt wurde es... nämlich vom OP - und den hat...


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