Linux: Intel Arc offenbar an Nutzung von x86 und Intel ME gebunden

Dank der PCIe-Schnittstelle sollte es eigentlich einfach sein, Grafikkarten unterschiedlicher Hersteller auch auf Mainboards und CPUs verschiedener Anbieter zu verwenden. Im Fall von Intels Arc-Grafikkarten helfen hier aber wohl weder der Open-Source-Treiber-Code noch Intel als Hersteller selbst. So laufen die Treiber bisher nur auf x86-Systemen(öffnet im neuen Fenster) .
Das zeigte ein Leser des Magazins Phoronix mit einem Power-9-System. Der Versuch, den Treiber-Code überhaupt für das System zu kompilieren, scheiterte demnach komplett(öffnet im neuen Fenster) . Dabei traf Intel schon im Februar 2022 erste Vorbereitungen dazu, dass der Treiber auch auf anderen Plattformen als auf x86 genutzt werden kann, wie Phoronix zuvor berichtetet(öffnet im neuen Fenster) .
Zwar sind x86-Systeme vor allem für Desktops, für die die Arc-Grafikkarten gedacht sind, bisher dominierend. Allerdings gibt es auch ARM-Plattformen mit PCIe-Anschlüssen für Grafikkarten oder eben Power-9-Systeme wie das Blackbird von Raptor , das ausschließlich mit freier Firmware läuft.
Nvidia- und AMD-Treiber laufen auf Power
Nvidia unterstützt die Power-9-Architektur offiziell nur für seine Tesla V100. Auf den Power-Systemen können aber AMD-Karten(öffnet im neuen Fenster) und -Treiber mit etwas Anpassungen an Board, Kernel oder Firmware genutzt werden. Informationen dazu, ob die Arc-Grafikkarten auch mit ARM-CPUs genutzt werden können, gibt es bisher nicht.
Zusätzlich dazu, dass der Treiber-Code offenbar plattformgebunden ist, könnte es aber auch langfristig aus einem weiteren Grund Probleme mit der Nutzung von Arc-Grafikkarten auf anderen Plattformen als denen von Intel geben. Darauf wies der Red-Hat-Entwickler Richard Hughes hin(öffnet im neuen Fenster) . Demnach können Firmwareupdates für die Arc-Karten nur auf Geräten eingespielt werden, die über eine moderne Intel ME verfügen. Mit AMD-Chips ist dies nicht möglich.



