Linux: Hardware soll Schlüssel der Kernel-Entwickler schützen

Die Linux Foundation sorgt sich schon länger um die Sicherheit des Codes in der Kernel-Entwicklung und macht Werbung für PGP-signierte Git-Tags und Code-Beiträge. Linux-Entwickler können nun auch kostenlos Kryptohardware beziehen, um ihre Schlüssel abzusichern.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Bei der verteilten Entwicklung von Linux schafft PGP Vertrauen.
Bei der verteilten Entwicklung von Linux schafft PGP Vertrauen. (Bild: nomis-simon, flickr.com/CC-BY 2.0)

Die über die Welt verteilte Entwicklung des Linux-Kernels basiert auf dem Vertrauen der einzelnen Entwickler und Maintainer zueinander. Um dieses Vertrauen auf die Integrität des Codes selbst zu übertragen, empfiehlt die Linux Foundation und hier vor allem der für die IT-Security der Kernel-Infrastruktur zuständige Entwickler Konstantin Ryabitsev die Nutzung von PGP-Schlüsseln zum Signieren das Codes. Diese Schlüssel will die Linux Foundation laut einem Blogpost nun besser schützen.

Stellenmarkt
  1. Web-Security Architect (m/w/d)
    FLYERALARM Bit Labs GmbH, Berlin
  2. Technischer Produktmanager (m/w/d)
    CCV GmbH, Au in der Hallertau
Detailsuche

In Partnerschaft mit dem Berliner Unternehmen Nitrokey dürfen Kernel-Entwickler künftig kostenlos einen Nitrokey Start bestellen, der dann den PGP-Schlüssel sicher in Hardware aufbewahrt, die per USB an einen Rechner angeschlossen wird. Zusätzlich zu den Hardware-Schlüsselspeichern bietet die Linux Foundation einen PGP-Guide für Kernel Maintainer an, der die Rolle der Verschlüsselungssoftware in der Kernel-Entwicklung im Detail beschreibt.

Auf dem Kernel Summit, der im vergangenen Herbst in Prag stattgefunden hat, hat Ryabitsev die Grundlagen dazu bereits der Community in einem Vortrag (PDF) erklärt. Denn offenbar haben noch nicht alle Kernel-Entwickler die Nutzung von PGP und den Hardwarespeichern verinnerlicht.

Die PGP-Schlüssel, so sie denn genutzt werden, dienen dazu, einzelne Codebeiträge oder auch Git-Tags, also etwa bestimmte Versionsstände, zu signieren und damit deren Integrität zu garantieren. Die Schlüssel lagern aber gewöhnlich auf den Rechnern der Entwickler. Fallen sie Angreifern in die Hände, können diese unter Umständen eigene Beiträge in den Kernel-Entwicklungsprozess einschleusen, falls der Subsystem-Maintainer nicht so genau hinschaut. Die Verwendung der speziellen Schlüssel-Hardware soll dies jedoch verhindern oder wenigstens deutlich erschweren.

Golem Karrierewelt
  1. Kubernetes Dive-in-Workshop: virtueller Drei-Tage-Workshop
    11.-13.10.2022, Virtuell
  2. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    14.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Angebot der kostenlosen Nitrokey-Geräte gilt für Kernel-Entwickler, die im Maintainers-File gelistet sind oder über einen Account auf Kernel.org verfügen. Der Schlüssel lässt sich nur dann auslesen, wenn der Nutzer den USB-Stick an seinen Computer steckt und zur Schlüsselfreigabe eine PIN eingibt. Nach sechs Fehlversuchen sperrt sich der Nitrokey Start automatisch, was Brute-Force-Angriffe verhindern soll. In diesem Fall muss der User den Schlüssel dann über ein zuvor angelegtes Backup wiederherstellen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Google Fonts
Abmahnungen an Webseitenbetreiber mit Google-Schriftarten

Nach einer Entscheidung des Landgerichts München erhalten Webseitenbetreiber mit eingebundenen Google Fonts vermehrt Abmahnungen.

Google Fonts: Abmahnungen an Webseitenbetreiber mit Google-Schriftarten
Artikel
  1. Chat-App: Keine Screenshots von Einmal-Fotos in Whatsapp mehr
    Chat-App
    Keine Screenshots von Einmal-Fotos in Whatsapp mehr

    Mark Zuckerberg hat neue Sicherheitsfunktionen für Whatsapp angekündigt - unter anderem kommt das versprochene Verstecken des Onlinestatus.

  2. Programmiersprache: JSON-Erfinder will Javascript in Rente schicken
    Programmiersprache
    JSON-Erfinder will Javascript in Rente schicken

    Douglas Crockford, der Erfinder des Datenformats JSON und Mitentwickler von Javascript, findet, dass die Sprache in Rente geschickt werden sollte.

  3. Gehalt in der IT-Branche: Verdienen treue Angestellte weniger als Wechsler?
    Gehalt in der IT-Branche
    Verdienen treue Angestellte weniger als Wechsler?

    Es gibt gute Gründe, lang bei einer Firma zu bleiben. Finanziell wird diese Treue aber eher nicht belohnt, sagt ein IT-Personalberater.
    Ein Interview von Peter Ilg

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: WD SSD 1TB m. Kühlkörper (PS5) 119,90€, MSI 29,5" 200 Hz 259€, LG QNED 75" 120 Hz 1.455,89€ • MindStar (XFX RX 6950 XT 999€, Gainward RTX 3070 559€) • Gigabyte Deals • Der beste Gaming-PC für 2.000€ • Apple Week bei Media Markt • be quiet! Deals [Werbung]
    •  /