Linux-Grafiktreiber: Mesa 17.3 verbessert Vulkan- und Embedded-Treiber

Wie üblich haben die Entwickler für die aktuelle Version 17.3 der Mesa-Grafikbibliothek(öffnet im neuen Fenster) diverse Verbesserungen und spezielle Optimierungen an den Linux-Userspace-Treibern vorgenommen. Spieler, die AMD-Karten mit dem freien Treiber verwenden, können nun das mit der Vorversion eingeführte Threaded GL unter anderem auch in Hitman, Spec Ops: The Line oder Saints Row 4 verwenden. Diese und weitere Spiele haben es auf die von AMD zusammen mit Nutzern gepflegte Whitelist für diese Funktion geschafft(öffnet im neuen Fenster) .
Der Treiber für Radeon-Karten, ebenso wie jener für moderne Grafikkarten von Nvidia (NVC0) sowie jener für Intel-Grafik (i915) implementieren darüber hinaus zusätzliche Erweiterungen für OpenGL 4.6. Standardmäßig genutzt werden kann nun auch das Texturkompressionsverfahren S3TC, da die dazugehörigen Patente ausgelaufen sind. S3TC wird in vielen Spielen seit Jahren standardmäßig verwendet.
Erweitert hat das Entwicklerteam auch die Vulkan-Treiber für Intel-GPUs (Anv) und AMD-GPUs (Radv). Radv ist eine Entwicklung der Community und stammt nicht direkt von AMD, das weiter einen proprietären Vulkan-Treiber für Linux pflegt. Radv ist seit rund zwei Monaten außerdem ein offiziell Vulkan-konformer Treiber(öffnet im neuen Fenster) .
Der per Reverse Engineering erstellte Grafiktreiber Etnaviv für Vivante GPUs unterstützt mit Mesa 17.3 die OpenGL-Version 2.1. Das dürfte insbesondere einige Embedded-Entwickler freuen, die auf die i.MX-SoCs von Freescale setzten, in denen die Vivante-Chips genutzt werden. Neu hinzugekommen im Embedded-Bereich ist auch der VC5-Treiber für den Broadcom-SoC BCM7268 . Dieser stammt von Eric Anholt, der inzwischen für Broadcom an den Open-Source-Treibern arbeitet. Eingesetzt wird der Chip, mit dem der VC5-Treiber genutzt werden kann, hauptsächlich in Set-Top-Boxen.