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Linux Foundation: Zivile Infrastruktur bekommt Open-Source-Plattform

Unter Leitung der Linux Foundation wollen führende Industrieunternehmen wie Siemens und Hitachi gemeinsam an einer Open-Source-Plattform für zivile Infrastruktur wie die Energieversorgung arbeiten.
/ Sebastian Grüner
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Das CIP-Projekt will Infrastruktur mit Open-Source-Software betreiben. (Bild: Flickr.com, CheepShot)
Das CIP-Projekt will Infrastruktur mit Open-Source-Software betreiben. Bild: Flickr.com, CheepShot / CC-BY 2.0

Die Linux Foundation startet ein weiteres ihrer sogenannten Kollaborationsprojekte(öffnet im neuen Fenster) : die Civil Infrastructure Platform ( CIP(öffnet im neuen Fenster) ). Das Projekt soll ein Open-Source-Framework erstellen, das als Grundlage für die vielen verschiedenen Dienste zum Betreiben ziviler Infrastruktur dienen soll. Gründungsmitglieder sind die Industrieunternehmen Siemens, Hitachi und Toshiba sowie die IT-Firmen Codethink und Plat'Home.

In der Ankündigung des CIP-Projekts bezieht sich die Linux Foundation auf eine Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers, wonach der Markt für Stromnetze, Öl-, Gas- und Wasserversorgung, für Verkehrssteuerung sowie für Gesundheitsversorgung und Kommunikation in den kommenden Jahren massiv wachsen werde, was vor allem für Brasilien, China und Japan gelte.

Zusammenarbeit für kürzere Entwicklungszeiten

Um mit diesem Wachstum mithalten zu können, wollen die genannten Unternehmen an gemeinsamen Lösungen arbeiten, um Entwicklungszeit einzusparen und einer Fragmentierung entgegenzuwirken, so dass künftig eine gute Interoperabilität der Systeme gewährleistet werden kann. Der typischen Argumentation für Open-Source-Code folgend, erwarten sich die Unternehmen davon aber auch die notwendige Sicherheit und Langlebigkeit für ihre Infrastrukturprojekte.

Die Teilnehmer an dem CIP-Projekt wollen sich für ihre Arbeiten künftig aktiv an der Entwicklung des Linux-Kernel und weiterer Open-Source-Projekte beteiligen und so eine Grundschicht für ihre eigene Plattform schaffen. Wie bei den Kollaborationsprojekten üblich, übernimmt die Linux Foundation lediglich organisatorische Aufgaben, die Entwicklung der Software geschieht selbstverwaltet in dem jeweiligen Projekt.


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