Linux Foundation: Samsung baut Open-Source-Gruppe "aggressiv" aus
Die Open-Source-Gruppe innerhalb von Samsung soll in den kommenden Jahren auf mindestens die doppelte Größe anwachsen. Dafür werbe das Unternehmen " aggressiv " um die Maintainer und führenden Entwickler von 23 Open-Source-Projekten, die als Vollzeit-Entwickler insbesondere auch Upstream arbeiten sollen, wie die Linux Foundation (LF) berichtet(öffnet im neuen Fenster) .

Damit seien Projekte gemeint, die ein integraler Bestandteil sehr vieler Samsung-Produkte sind, wie der Linux-Kernel, Gstreamer, FFmpeg, Blink, Webkit, Wayland oder auch EFL. Darüber hinaus sollen später auch weniger erfahrene Entwickler eingestellt werden, wie der Chef der Open-Source-Gruppe bei Samsung, Ibrahim Haddad, der LF bestätigte.
Erst vor zwei Jahren habe Haddad begonnen, das Team aufzubauen. Mittlerweile umfasse es 40 Personen, wovon 30 Entwickler seien. Guy Martin, der bei Samsung für die Open-Source-Strategie verantwortlich ist und früher bei Red Hat arbeitete, räumte außerdem ein, Samsung habe vor einiger Zeit noch keine Verantwortung für Upstream-Entwicklung übernommen. Die Mitglieder der Open-Source-Gruppe dürfen jedoch die Hälfte ihrer Zeit auf Upstream-Arbeit verwenden. Den Rest der Zeit verbringen sie mit anderen Entwicklungs- und Produkt-Teams innerhalb von Samsung.
Erklärtes und ambitioniertes Ziel ist die Umgestaltung Samsungs in ein Open-Source-Unternehmen. Angesichts der kleinen Anzahl an Angestellten der Open-Source-Gruppe wird dies sicher schwierig. Die mit der Open-Source-Entwicklung verbundene Kultur solle sich aber im Unternehmen ausbreiten, so dass diese schließlich Mainstream und keine Außenseiterposition mehr sei, wünscht sich Martin.
Ebenso verfolgt die Open-Source-Gruppe das nachvollziehbare Ziel, Einfluss und Mitspracherechte in den Projekten zu erlangen, von denen Samsung-Produkte abhängen. Dies ist Martin zufolge normal, wie der hohe Prozentsatz an festangestellten Entwicklern des Linux-Kernels zeige, und werde industrieweit zunehmen.
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