Linux Foundation: Projekt Zephyr erstellt Echtzeit-Betriebssystem fürs IoT

Die Linux Foundation hat mit dem kollaborativen Projekt Zephyr mit der Entwicklung eines Echtzeit-Betriebssystems für das Internet der Dinge (IoT) begonnen. Es bringt statt des Linux-Kernels einen eigenen Kernel mit.

Artikel veröffentlicht am , Ferdinand Thommes
Zephyr erstellt minimalen Echtzeitkernel.
Zephyr erstellt minimalen Echtzeitkernel. (Bild: Linux Foundation)

Die Linux Foundation stellt mit Zephyr ein neues Projekt vor, das anstatt des Linux-Kernels eine Mischung aus Nano- und Microkernel der Firma Windriver Systems erhält. Das Open-Source-Projekt ist für Systeme unterschiedlicher Architekturen prädestiniert, die Echtzeit benötigen, aber zu wenig Ressourcen bieten, um einen Linux-Kernel einzusetzen.

Hierzu zählen unter anderem beliebte Geräte der Heimautomation wie Thermostate und Glühlampen. Der Zephyr-Kernel dagegen soll auf solchen Geräten bereits ab 8 KByte Arbeitsspeicher lauffähig sein.

Die Ankündigung der Linux Foundation nennt als Gründungsmitglieder Intel mit seinen Tochtergesellschaften Altera und Wind River sowie NXP mit den zugekauften Firmen Freescale, Synopsys und UbiquiOS.

Doppelter Kernel

Das zweischichtige Konzept des Kernels beinhaltet als Basis einen Nanokernel, der die Ausführung bestimmter Aufgaben in Echtzeit übernimmt, während der darauf aufsetzende Microkernel Anwendungen unterstützt, bei denen Echtzeit nicht Priorität hat.

Anfänglich läuft Zephyr auf x86-, ARM- und ARC-Plattformen. Es werden initial die Boards Minnowboard MAX, Boards mit Intels Mikroprozessoren Quark D2000 und Quark SE sowie Arduino 101, Arduino Due, Intel Galileo Gen 2 und NXP FRDM-K64F Freedom Board unterstützt. Entwickler sind aufgerufen, Unterstützung für weitere Boards zu entwickeln.

Kernel 1.0.0 steht bereit

Der Zephyr-Kernel, der unter der Apache-Lizenz 2.0 steht, wurde jetzt als Version 1.0.0 veröffentlicht und steht auf der Projektseite zum Download bereit. Das Projekt wird unter anderem auf der Embedded World 2016 in Nürnberg in der kommenden Woche näher vorgestellt.

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