Linux Foundation: Projekt Zephyr erstellt Echtzeit-Betriebssystem fürs IoT
Die Linux Foundation stellt mit Zephyr(öffnet im neuen Fenster) ein neues Projekt vor, das anstatt des Linux-Kernels eine Mischung aus Nano- und Microkernel der Firma Windriver Systems(öffnet im neuen Fenster) erhält. Das Open-Source-Projekt ist für Systeme unterschiedlicher Architekturen prädestiniert, die Echtzeit benötigen, aber zu wenig Ressourcen bieten, um einen Linux-Kernel einzusetzen.
Hierzu zählen unter anderem beliebte Geräte der Heimautomation wie Thermostate und Glühlampen. Der Zephyr-Kernel dagegen soll auf solchen Geräten bereits ab 8 KByte Arbeitsspeicher lauffähig sein.
Die Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) der Linux Foundation nennt als Gründungsmitglieder Intel mit seinen Tochtergesellschaften Altera und Wind River sowie NXP mit den zugekauften Firmen Freescale, Synopsys und UbiquiOS.
Doppelter Kernel
Das zweischichtige Konzept des Kernels beinhaltet als Basis einen Nanokernel(öffnet im neuen Fenster) , der die Ausführung bestimmter Aufgaben in Echtzeit übernimmt, während der darauf aufsetzende Microkernel(öffnet im neuen Fenster) Anwendungen unterstützt, bei denen Echtzeit nicht Priorität hat.
Anfänglich läuft Zephyr auf x86-, ARM- und ARC-Plattformen. Es werden initial die Boards Minnowboard MAX(öffnet im neuen Fenster) , Boards mit Intels Mikroprozessoren Quark D2000(öffnet im neuen Fenster) und Quark SE(öffnet im neuen Fenster) sowie Arduino 101(öffnet im neuen Fenster) , Arduino Due(öffnet im neuen Fenster) , Intel Galileo Gen 2(öffnet im neuen Fenster) und NXP FRDM-K64F Freedom Board(öffnet im neuen Fenster) unterstützt. Entwickler sind aufgerufen, Unterstützung für weitere Boards zu entwickeln.
Kernel 1.0.0 steht bereit
Der Zephyr-Kernel, der unter der Apache-Lizenz 2.0(öffnet im neuen Fenster) steht, wurde jetzt als Version 1.0.0 veröffentlicht und steht auf der Projektseite zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Das Projekt wird unter anderem auf der Embedded World 2016 in Nürnberg in der kommenden Woche näher vorgestellt.
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