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Linux Foundation: Elisa bringt Linux in sicherheitskritische Bereiche

Es gibt IT-Bereiche, in denen Softwarefehler im Zweifel den Tod von Menschen bedeuten. Um gemeinsam an dieser Art sicherheitskritischer Infrastruktur auf Basis von Linux zu arbeiten, starten BMW, Toyota, ARM und weitere Firmen das Elisa-Projekt.

Artikel veröffentlicht am ,
Linux soll in sicherheitskritischen Systemen genutzt werden können. Dafür gibt es nun das Elisa-Projekt.
Linux soll in sicherheitskritischen Systemen genutzt werden können. Dafür gibt es nun das Elisa-Projekt. (Bild: Christopher Michel, flickr.com/CC-BY 2.0)

Die Linux Foundation startet das Elisa-Projekt (Enabling Linux in Safety Applications), das, wie der Name andeutet, einheitliche Linux-Systeme für den Einsatz in sicherheitskritischen Systemen erstellen möchte. Die Anwendungen und Systeme in diesem Bereich sind vor allem dadurch gekennzeichnet, dass deren Ausfall oder Fehler zu "Lebensgefahr, erheblichem Sachschaden oder Umweltschäden" führen könnten. Das betrifft zum Beispiel Roboter, medizinische Geräte, smarte Fabriken, Verkehrssysteme und autonomes Fahren.

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Gründungsmitglieder von Elisa sind die Autohersteller Toyota und BMW, die bereits in anderen Projekten der Linux-Foundation eng miteinander kooperieren, der vor allem für seine Industrieroboter bekannte Maschinenbauer Kuka sowie CPU-Designer ARM und das auf Embedded-Systeme spezialisierte Linux-Beratungsunternehmen Linutronix.

Grundlagen für das Elisa-Projekt bilden unter anderem die bereits seit einigen Jahren laufenden Untersuchungen und Arbeiten an SIL2LinuxMP. Hierbei sollen Linux-Systeme mit Kernel und grundlegenden Bibliotheken die Sicherheitsanforderungsstufe 2 (SIL 2) erreichen. Darüber hinaus verweist die Ankündigung auf die jahrelangen Arbeiten an den Echtzeit-Patches für den Linux-Kernel (PREEMPT_RT), zu denen etwa BMW kontinuierlich beiträgt. Bei Linutronix handelt es sich um das Unternehmen, dessen Technikchef Thomas Gleixner der Erfinder der Echtzeit-Patches für Linux ist.

Unterstützt wird Elisa unter anderem von dem Open Source Automation Development Lab (OSADL), bei dem SIL2LinuxMP beheimatet ist, dem Projekt Automotive Grade Linux (AGL) sowie dem Projekt der Civil Infrastructure Platform, das eine besonders lange Langzeitunterstützung für den Linux-Kernel umsetzen möchte. Weitere Details zu Elisa liefert die Projekt-Webseite.



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xUser 24. Feb 2019

Hat man schon oft probiert, funktioniert aber in der Praxis nicht. Weder bei der...

Mixermachine 24. Feb 2019

BMW setzt nach meinem Wissen ein angepasstes Linux ein.

jkow 22. Feb 2019

Woher nimmst Du diese Anforderungsliste, die Deiner Meinung nach für alle...

member2 22. Feb 2019

Für einen nicht-IT'ler mag es verwirrend sein, wieso man bei einem Thema wie...


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