Linux Foundation: Chinesische und US-Konzerne kooperieren bei Datensicherheit

Die Linux Foundation will Daten in Cloud-Umgebungen sicherer vor Manipulation oder Diebstahl machen. Deshalb hat die Organisation das Confidential Computing Consortium(öffnet im neuen Fenster) (CCC) gegründet. Viele größere Unternehmen haben sich dessen Prinzipien verschrieben. Die Linux Foundation nennt beispielsweise ARM, Baidu, Google, IBM, Intel, Microsoft, Red Hat und Swisscom. Interessant: Neben US-Konzernen und europäischen Firmen sind auch einige chinesische Unternehmen wie Tencent oder Alibaba dabei, während der derzeit größte Cloud-Anbieter AWS nicht aufgelistet ist. Die Linux Foundation selbst soll als Vermittler zwischen den Parteien agieren.
Die Mitglieder schreiben sich vor, den Mitgliedern und anderen Institutionen jeweils Open-Source-Projekte zur Verfügung zu stellen. Intel entwickelt etwa die Software Guard Extensions, die Quelltext vor Manipulation schützen soll. Microsoft arbeitet am Open Enclave SDK, das eine abgeschottete Abstraktionsebene für eine Abkapselung von wichtigen Daten mit der darunterliegenden Infrastruktur einführt. Diese Abstraktion soll bereits auf der Hardwareebene durchgeführt werden, was die Sicherheit erhöht.
"Confidential Computing fokussiert sich auf das Schützen von genutzten Daten" , beschreibt die Linux Foundation ihren Ansatz. Dabei sei es bisher Praxis, Daten beim Transfer und wenn sie gelagert, aber nicht genutzt werden, zu schützen. Die Mitglieder wollen Daten auch dann absichern, wenn sie gerade von Kunden verwendet werden. Das erfordere eine branchenübergreifende Kooperation.
Parallel dazu sollen Entwickler vom CCC geschult werden, wenn es um neue Sicherheitsbedenken geht. Sie lernen, wie sie sich und ihre Daten vor fremden Eingriffen und neuen Angriffsvektoren schützen können. Die Linux Foundation gibt an, dass bisher kein anderes Projekt diese Bemühungen umsetzt. Unternehmen seien eingeladen, mitzumachen.