Linux: Erste stabile X-Server-Veröffentlichung seit drei Jahren

Schon lange wird darüber diskutiert, dass der X.org X-Server kaum noch weiterentwickelt und gepflegt wird. Nun gib es eine neue Version.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Wunsch nach Verbesserung von Touchpad-Gesten hat zum X-Server 21.1 geführt.
Der Wunsch nach Verbesserung von Touchpad-Gesten hat zum X-Server 21.1 geführt. (Bild: Pixabay)

Der X.org X-Server ist in der Version 21.1 erscheinen. Dabei handelt es sich um die erste offiziell stabile Veröffentlichung seit etwa dreieinhalb Jahren. Für die neue Version hat das Team unter anderem das Versionsschema der Veröffentlichung geändert. Die vorhergehende Version ist 1.20 und die nun erschiene Version wurde zunächst als 1.21 entwickelt.

Stellenmarkt
  1. Unterstützender technischer IT-Support (m/w/d)
    Europäische Schule München, Neuperlach
  2. (Senior) Digital Analyst (m/w/d)
    Deutsche Welle, Bonn, Berlin
Detailsuche

Mit der aktuellen Serie spalten die Zuständigen außerdem die Entwicklung von XWayland offiziell ab. Diese Kompatibilitätsschicht zur neueren Displaytechnik Wayland wird nun unabhängig weiterentwickelt.

Nicht mehr Teil der Veröffentlichung ist darüber hinaus der Gerätetreiber (DDX) für Distributed Multihead X (DMX). Mit Hilfe von DMX war es möglich, die Anzeigen mehrerer X-Server zur einer einheitlichen Oberfläche zusammenzuführen. Der Code dazu funktioniert aber nicht mehr mit OpenGL und ist wohl seit bereits 14 Jahren kaputt.

Neu zu dem X.org X-Server hinzugekommen ist Glamor-Support für Xvfb und Unterstützung für Variable Refresh Rates (VRR) im generischen Modesetting-Treiber. Der X-Server meldet nun außerdem die Auflösung (DPI) in vielen Fällen korrekt, was vor allem bei HI-DPI-Displays helfen soll. Als Build-System nutzt das Projekt Meson, was vollständig einsetzbar sein soll. Die älteren Autotools können aber weiter zum Bauen genutzt werden.

Kaum noch Pflege für den X-Server

Golem Akademie
  1. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2022, Virtuell
  2. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24.–25. Januar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die für die Version selbst wohl wichtigste Neuerung ist die Integration von XInput 2.4 mit Touchpad-Gesten. Wie der für die aktuelle Version zuständige Entwickler Povilas Kanapickas bei Hackernews schreibt, sei das der eigentliche Grund für die Veröffentlichung gewesen. Ohne die Anstrengungen und die Finanzierung für besseren Touchpad-Support wäre die Version wohl nie erschienen, schreibt Kanapickas.

Tatsächlich wurde der X.org X-Server bisher kaum noch gepflegt. Laut dem Entwickler Daniel Vetter liegt das daran, dass "jeder Entwickler, der lange genug daran gearbeitet hat, um das gesamte Biest zu verstehen und zu pflegen, schreiend weggelaufen ist". Auch die meisten großen Linux-Distributionen setzen inzwischen auf Wayland. Vetter bezeichnete den X-Server deshalb im vergangenen Jahr als "Abandonware".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond

Ob sich Elon Musk so die erste Ankunft einer SpaceX-Rakete auf dem Mond vorgestellt hat?

Raumfahrt: SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond
Artikel
  1. Deutschland: E-Commerce wird immer mehr zum Normalfall
    Deutschland
    E-Commerce wird immer mehr zum Normalfall

    E-Commerce wird immer mehr als das Normale und Übliche empfunden, meint der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel.

  2. Letzte Meile: Telekom will Preise für VDSL-Vermietung stark erhöhen
    Letzte Meile
    Telekom will Preise für VDSL-Vermietung stark erhöhen

    Die Telekom will von 1&1, Vodafone und Telefónica künftig erheblich mehr für die Anmietung der letzten Meile.

  3. G413 SE, G413 TKL SE: Logitech bringt zwei mechanische Tastaturen für weniger Geld
    G413 SE, G413 TKL SE
    Logitech bringt zwei mechanische Tastaturen für weniger Geld

    Normalerweise sind mechanische Tastaturen von Logitech sehr teuer - nicht so die G413 SE und TKL SE. Die verzichten dafür auf RGB.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3090 24GB 2.349€ • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • 1TB SSD PCIe 4.0 127,67€ • RX 6900XT 16 GB 1.495€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • LG OLED 65 Zoll 1.599€ • Razer Gaming-Maus 39,99€ • RX 6800XT 16GB 1.229€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ [Werbung]
    •  /